1. Im Anfang der Zeiten fehlte es der Welt an Liebe. Die ersten Menschen waren weit davon entfernt, jene Göttliche Kraft zu fühlen und zu verstehen – jene Essenz des Geistes, Ursprung alles Geschaffenen.
2. Sie glaubten an Gott, aber sie sprachen Ihm nur Macht und Gerechtigkeit zu. Die Menschen glaubten die Göttliche Sprache durch die Elemente der Natur zu begreifen; daher dachten sie, wenn sie diese milde und friedvoll sahen, dass der Herr mit den Werken der Menschen einverstanden war; doch wenn die Naturkräfte entfesselt waren, meinten sie, darin den Zorn Gottes zu erkennen, der sich in dieser Form kundgab.
3. Im Herzen der Menschen hatte sich die Vorstellung eines furchtbaren Gottes gebildet, welcher Zorn und das Gefühl der Rache in sich trug. Wenn sie daher glaubten, Gott beleidigt zu haben, boten sie Ihm Brandopfer und Opfergaben an in der Hoffnung, Ihn zu versöhnen.
4. Ich sage euch, dass jene Opfergaben nicht von der Liebe zu Gott inspiriert waren: es war die Furcht vor der Göttlichen Gerechtigkeit, die Angst vor Strafe, die die ersten Völker dazu trieb, ihrem Herrn Tribute zu entrichten.
5. Den Göttlichen Geist nannten sie einfach Gott, aber niemals Vater oder Meister.
6. Es waren die Patriarchen und ersten Propheten, die dem Menschen begreiflich zu machen begannen, dass Gott zwar Gerechtigkeit war- ja, aber vollkommene Gerechtigkeit, dass er vor allem Vater war und als Vater alle seine Geschöpfe liebte.
7. Schritt für Schritt wanderte die Menschheit langsam auf dem Weg zu ihrer geistigen Entwicklung und setzte ihre Pilgerreise fort, wechselte von einem Zeitalter in ein anderes und lernte durch die Offenbarungen, die Gott seinen Kindern zu allen Zeiten gab, etwas mehr vom Göttlichen Geheimnis kennen.
8. Dennoch erlangte der Mensch keine volle Erkenntnis der Göttlichen Liebe; denn er liebte Gott nicht wirklich wie einen Vater, noch vermochte er in seinem Herzen die Liebe zu fühlen, die sein Herr ihm allezeit entgegenbrachte
9. Es war notwendig, dass die vollkommene Liebe Mensch wurde, dass das »Wort« inkarnierte und einen für die Menschen berührbaren und sichtbaren Körper annahm; damit diese endlich erführen, wie sehr und auf welche Weise Gott sie liebte.
10. Nicht alle erkannten in Jesus die Gegenwart des Vaters. Wie sollten sie ihn auch erkennen, da Jesus demütig, mitfühlend und liebevoll selbst zu denen war, die ihn beleidigten? Sie hielten Gott für stark und stolz gegenüber seinen Feinden, richtend und furchtbar für jene, die Ihn beleidigten.
11. Doch ebenso, wie viele jenes Wort ablehnten, glaubten ihm auch viele – jenem Wort, das bis ins Innerste des Herzens drang. Jene Art, Leiden und unheilbare Krankheiten nur mit einer Liebkosung, einem Blick unendlichen Mitleids, mit einem Wort der Hoffnung zu heilen. Jene Vaterweisung, die die Verheißung einer neuen Welt, eines Lebens voller Licht und Gerechtigkeit war, konnte aus vielen Herzen nicht mehr ausgelöscht werden, welche verstanden, dass jener göttliche Mensch die Wahrheit des Vaters war, die Göttliche Liebe Dessen, den die Menschen nicht kannten und daher nicht lieben konnten.
12. Der Same jener höchsten Wahrheit war für immer in das Herz der Menschheit gesät. Christus war der Sämann und er pflegt noch immer seine Saat. Hernach wird er seine Frucht einbringen und sich immerdar an ihr erfreuen. Dann wird er in seinem Worte nicht mehr sagen: "Ich habe Hunger" oder "Ich habe Durst", denn endlich werden ihn seine Kinder lieben, wie er sie seit Anbeginn geliebt hat.
13. Wer spricht zu euch über Christus, Jünger? Er selbst.
14. Ich bin es, das »Wort«, das aufs neue zu dir spricht, Menschheit. Erkennt Mich, zweifelt nicht an meiner Gegenwart wegen der Unscheinbarkeit, in der Ich Mich zeige. Bei Mir kann es keinen Hochmut geben.
15. Erkennt Mich an meinem damaligen Lebensweg auf der Welt, erinnert euch, dass Ich ebenso demütig starb wie Ich geboren worden war und gelebt hatte. (296, 4 - 16)
16. Nach meinem Scheiden in der "Zweiten Zeit" wurde von Generation zu Generation meine Wiederkunft erwartet unter denen, die den Glauben an Mich bewahrten. Von Eltern auf die Kinder wurde die Göttliche Verheißung weitergegeben, und mein Wort erhielt die Sehnsucht lebendig, meine Rückkehr zu erleben.
17. Jede Generation glaubte die begnadete zu sein in der Erwartung, dass sich in ihr das Wort ihres Herrn erfüllen würde.
18. So verstrich die Zeit, und auch die Generationen vergingen, und aus den Herzen wurde meine Verheißung immer mehr verdrängt, und man vergaß, zu wachen und zu beten. (356,4 - 5)
19. Die Welt ist der Prüfung unterworfen, die Nationen fühlen die ganze Last meiner Gerechtigkeit, die auf sie fällt, und mein Licht, meine Stimme, die euch ruft, macht sich in der ganzen Menschheit fühlbar.
20. Die Menschen fühlen meine Gegenwart, nehmen meinen Universellen Strahl wahr, der herabfällt und auf ihnen ruht. Sie ahnen Mich, ohne dieses Werk1 zu kennen, ohne mein Wort gehört zu haben, und sie erheben ihre Seelen* zu Mir, um Mich zu fragen: "Herr, in welcher Zeit leben wir? Diese Heimsuchungen und Leiden, die die Menschen getroffen haben - was bedeuten sie, Vater? Vernimmst Du etwa nicht das Klagen dieser Welt? Hast Du nicht gesagt, dass Du wiederkommen würdest? Wann wirst Du denn kommen, o Herr? Und in jeder Glaubensgruppe und Religionsgemeinschaft erhebt sich der Geist meiner Kinder, und sie suchen Mich, bitten Mich, fragen Mich und erwarten Mich. (222,29)
21. Die Menschen befragen Mich und sagen Mir: "Herr, wenn Du existierst, warum offenbarst Du Dich nicht unter uns, obwohl Du zu anderen Zeiten bis in unsere Erdenwelt herabgekommen bist? Warum kommst Du heute nicht? Ist unsere Gottlosigkeit jetzt so groß, dass sie Dich hindert, uns zu Hilfe zu kommen? Immer hast Du den Verlorenen, den »Blinden«, den »Aussätzigen« gesucht - jetzt ist die Welt voll von ihnen. Erregen wir nicht mehr Dein Mitgefühl?
22. Du hast zu Deinen Aposteln gesagt, dass Du zu den Menschen zurückkehren würdest und dass Du Zeichen Deines Kommens geben würdest, die wir nun zu sehen glauben. Warum zeigst Du uns nicht Dein Angesicht?"
23. Seht, so warten die Menschen auf Mich, ohne zu fühlen, dass Ich unter ihnen bin. Ich bin vor ihren Augen, und sie sehen Mich nicht; Ich spreche zu ihnen, und sie hören meine Stimme nicht; und wenn sie Mich endlich für einen Augenblick schauen, leugnen sie Mich. Aber ich gebe weiterhin Zeugnis von Mir, und die auf Mich hoffen, werde Ich fernerhin erwarten.
24. Doch wahrlich, die Zeichen meiner Offenbarung in dieser Zeit sind groß gewesen, selbst das Blut der Menschen, in Strömen vergossen und die Erde tränkend, hat die Zeit meiner Gegenwart unter euch als Heiliger Geist angezeigt. (62,27 - 29)
25. Niemand sollte von meiner Gegenwart überrascht sein. Schon durch Jesus zeigte Ich euch die Ereignisse an, die meine Kundgebung als Geist der Wahrheit ankündigen würden. Auch sagte Ich euch, dass mein Kommen im Geiste geschehen würde, damit niemand materielle Manifestationen erwarten sollte, die niemals kommen werden.
26. Betrachtet das jüdische Volk, wie es noch immer den Messias erwartet, ohne dass dieser in der Form kommt, die sie erwarten, weil der Wahre bereits bei ihnen war und sie Ihn nicht erkannten.
27. Menschheit, willst du meine neue Offenbarung nicht anerkennen, um Mich weiterhin gemäß deiner Glaubensvorstellung zu erwarten und nicht dem entsprechend, was Ich dir verhieß? (99,2)
28. Die Welt soll keinen neuen Messias erwarten. So wie ich wiederzukommen versprach, habe Ich euch auch wissen lassen, dass mein Kommen geistig sein würde; doch die Menschen haben sich nie vorzubereiten verstanden, um Mich zu empfangen.
29. Damals zweifelten die Menschen daran, dass Gott in Jesus verborgen sein könnte, den sie für einen Menschen wie alle anderen hielten und für so armselig wie nur irgendeinen. Dennoch kamen die Menschen später in Anbetracht der machtvollen Werke Christi zu der Überzeugung, dass in jenem Menschen, der auf der Welt geboren wurde, heranwuchs und starb, das »Wort« Gottes war. Doch in der heutigen Zeit würden viele Menschen mein Kommen nur dann bejahen, wenn Ich wie in der Zweiten Zeit als Mensch käme.
30. Die Beweise dafür, dass Ich im Geiste komme und Mich so der Menschheit kundtue, werden trotz der Zeugnisse nicht von allen anerkannt werden, denn der Materialismus wird wie eine dunkle Binde vor den Augen mancher sein.
31. Wieviele möchten Christus noch einmal leiden sehen auf der Welt und von Ihm ein Wunder empfangen, um an seine Gegenwart oder an sein Dasein zu glauben. Doch wahrlich, Ich sage euch, auf dieser Erde wird es keine Krippe mehr geben, die Mich als Menschen geboren werden sieht, noch ein weiteres Golgatha, das Mich sterben sieht. Nun werden Mich alle, die zum wahren Leben auferstehen, in ihrem Herzen geboren werden fühlen, ebenso wie Mich alle, die hartnäckig in der Sünde verharren, in ihren Herzen werden sterben fühlen. (88,27 - 29)
32. Seht, wieviele Menschen in dieser Zeit die Schriften vergangener Zeiten erforschen, über die Propheten nachdenken und die Verheißungen zu erfassen versuchen, die Christus über seine Wiederkunft machte.
33. Hört, wie sie sagen: "Der Meister ist nahe" - "Der Herr ist schon da", oder: "Er wird bald kommen", und hinzufügen: "Die Zeichen seiner Rückkehr sind klar und offensichtlich."
34. Die einen suchen und rufen Mich, andere fühlen meine Gegenwart, wieder andere ahnen mein Kommen im Geiste.
35. Ach, wenn doch schon in allen jener Durst nach Erkenntnissen wäre, wenn doch alle jenes Verlangen nach Kenntnis der höchsten Wahrheit hätten! (239,68 - 71)
36. Seht, wie die Menschen in allen Konfessionen und Sekten die Zeit, das Leben und die Geschehnisse durchforschen in der Hoffnung, die Zeichen zu entdecken, die mein Kommen ankündigen. Es sind Unwissende, die nicht wissen, dass Ich Mich schon seit langer Zeit kundtue und dass in Kürze diese Art der Kundgabe enden wird.
37. Aber Ich sage euch auch dies, dass viele von denen, die Mich mit soviel Sehnsucht erwarten, Mich nicht erkennen würden, wenn sie die Art und Weise, in der Ich Mich kundtue, miterleben würden, vielmehr würden sie Mich rundweg ablehnen.
38. Zu ihnen werden nur die Zeugnisse gelangen, und durch diese werden sie doch noch glauben, dass Ich unter meinen Kindern gewesen bin.
39. Auch ihr habt Mich innerlich mit Ungeduld erwartet; doch ich wußte, dass ihr Mich erkennen und zu meinen Arbeitern in dieser Zeit gehören würdet. (255,2 - 4)
40. In meiner Offenbarung durch Jesus kündigte Ich euch das Kommen des Heiligen Geistes an, und die Menschen glaubten, dass es sich um eine Gottheit handle, die - von ihnen unerkannt - sich in Gott befinde, ohne begreifen zu können, dass, wenn Ich vom Heiligen Geiste sprach, Ich zu euch von dem alleinigen Gott sprach, welcher die Zeit vorbereitete, in der er sich den Menschen über das menschliche Verstandesvermögen kundtun würde. (8,4)
41. Warum sollte irgend jemand überrascht sein angesichts meiner neuen Offenbarungen? Wahrlich, Ich sage euch, die Patriarchen der alten Zeiten hatten bereits Kenntnis vom Kommen dieses Zeitalters, die Seher anderer Epochen hatten es geschaut und die Propheten kündigten es an. Es war ein Göttliches Versprechen, das den Menschen gegeben worden war, lange bevor Ich in Jesus zur Welt kam.
42. Als Ich Meinen Jüngern Mein erneutes Kommen ankündigte und ihnen die Art und Weise mitteilte, in der Ich Mich den Menschen kundgeben würde, war schon viel Zeit vergangen, seit euch das Versprechen gegeben worden war.
43. Jetzt habt ihr den Ablauf jener Zeit vor Augen, hier
gehen jene Prophezeiungen in Erfüllung. Wer kann davon überrascht sein? Nur die,
die in der Finsternis2 geschlafen oder jene, die
meine Verheißungen in sich ausgelöscht haben. (12,97 -
99)
2 Der Begriff »Finsternis« hat hier und anderenorts die Bedeutung von
»Erkenntnislosigkeit«, »Unwissenheit«, während »Licht« im gegenteiligen Sinne
als Sinnbild für »Erkenntnis«, »Erleuchtung« verwendet wird.
44. Da Ich wußte, dass ihr euch nur wenig in meine Lehren vertiefen würdet, und Ich die Irrtümer voraussah, denen ihr bei der Auslegung meiner Offenbarungen anheimfallen würdet, kündigte Ich euch meine Rückkehr an, indem Ich euch sagte, dass Ich euch den Geist der Wahrheit senden würde, damit er viele Geheimnisse aufkläre und euch das erläutere, was ihr nicht verstanden habt.
45. Denn im Kern meines prophetischen Wortes gab Ich euch bekannt, dass Ich in dieser Zeit nicht wie auf dem Sinai unter Blitz und Donner kommen würde, noch dass Ich Mensch würde und meine Liebe und meine Worte vermenschlichen würde wie in der "Zweiten Zeit", sondern dass Ich im Strahl meiner Weisheit zu eurem Geiste kommen würde, euren Verstand mit dem Lichte der Inspiration überraschen und an den Türen eurer Herzen mit einer Stimme rufen würde, die euer Geist versteht. Jene Voraussagen und Verheißungen gehen eben jetzt in Erfüllung.
46. Es genügt, euch ein wenig vorzubereiten, um mein Licht zu schauen und die Gegenwart meines Geistes zu fühlen - desselben, der euch ankündigte, dass er kommen würde, euch zu lehren und die Wahrheit zu enthüllen. (108,22 - 23)
47. Es gibt viele, die aus Furchtsamkeit oder aus Mangel an Fleiß sich nicht entwickelt haben und nur das Gesetz Moses befolgen, ohne das Kommen des Messias anzuerkennen, und andere, die, obwohl sie an Jesus glauben, den verheißenen Tröster-Geist dennoch nicht erwartet haben. Nun bin Ich zum dritten Mal herniedergekommen und sie haben Mich nicht erwartet.
48. Die Engel haben diese Offenbarungen angekündigt, und ihr Ruf hat den Raum erfüllt. Habt ihr sie erkannt? Es ist die Geistige Welt, die zu euch gekommen ist, um meine Gegenwart zu bezeugen. Alles, was geschrieben steht, wird in Erfüllung gehen. Die Zerstörung, die ausgelöst wurde, wird den Hochmut und die Eitelkeit des Menschen besiegen, und dieser - demütig geworden - wird Mich suchen und Mich Vater nennen. (179,38 - 39)
49. Folgendes sagte Ich euch in damaliger Zeit: "Was Ich euch gesagt habe, ist nicht alles, was Ich euch lehren muß. Damit ihr alles erfahrt, muß Ich zuerst hinweggehen und euch den Geist der Wahrheit senden, damit er alles erklärt, was Ich gesagt und getan habe. Ich verspreche euch den Tröster in den Zeiten der Prüfung." Doch jener Tröster, jener Erklärer, bin Ich selbst, der zurückkehrt, um euch zu erleuchten und euch zu helfen, die vergangenen Unterweisungen und diese neue zu verstehen, die Ich euch jetzt bringe. (339,26)
50. In der Weisheit ist der Heilbalsam und der Trost, den euer Herz ersehnt. Deshalb verhieß Ich euch einst den Geist der Wahrheit als Geist des Trostes. Aber es ist unerlässlich, Glauben zu haben, um nicht auf dem Wege stehenzubleiben, noch Furcht zu fühlen angesichts der Prüfungen. (263,10 - 11)
51. Wenige sind der Menschen, die die Zeichen dafür erkennen, dass ein neues Zeitalter angebrochen ist und dass Ich Mich derzeit der Menschheit geistig offenbare. In ihrer Mehrheit widmen sie ihr Leben und ihre Bemühungen dem materiellen Fortschritt, und in diesem rücksichtslosen und zuweilen blutigen Kampfe zur Erlangung ihrer Ziele leben sie wie Blinde, verlieren sie die Richtung, wissen sie nicht mehr, was sie erstreben, können sie den hellen Schein der neuen Morgenröte nicht sehen, nehmen sie die Zeichen nicht wahr und sind weit davon entfernt, sich die Kenntnis meiner Offenbarungen anzueignen.
52. Diese Menschheit hat mehr an die Lehren und die Worte der Menschen geglaubt als an die Offenbarungen, die Ich ihr über die Zeiten hin gewährt habe. Wartet ihr etwa darauf, dass der Vater in seiner Gerechtigkeit euch noch größere Zeichen schickt als die, die ihr auf Schritt und Tritt erblickt, damit ihr spürt und glaubt, dass dies die für meine Kundgebung als Geist der Wahrheit vorausgesagte Zeit ist? Ach ihr kleingläubigen Menschen! Jetzt werdet ihr begreifen, Jünger, weshalb Ich euch zuweilen sage, dass meine Stimme in der Wüste ruft, weil es niemanden gibt, der sie vernimmt und wirklich beachtet. (93, 27 - 28)
53. Damit alle Menschen der Erde der Wahrheit dieser Botschaft Glauben schenken können, habe Ich bewirkt, dass jene in alten Zeiten prophezeiten Zeichen auf dem ganzen Erdkreis spürbar waren - Prophezeiungen, die von meiner Wiederkunft sprachen.
54. Daher werden die Menschen, wenn diese Gute Botschaft zu den Nationen gelangt, alles erforschen und untersuchen, was in diesen Zeiten zu ihnen gesprochen wurde, und überrascht und freudig werden sie entdecken, dass alles, was bezüglich meiner Wiederkunft angekündigt und verheißen wurde, getreulich in Erfüllung gegangen ist, wie es Jenem entspricht, der nur einen Willen, ein Wort und ein Gesetz hat. (251,49)
55. In der "Zweiten Zeit"3 kündigte Ich meinen Aposteln meine neue Offenbarung
an, und als sie Mich fragten, welche Zeichen jene Zeit ankündigen würden,
kündigte Ich ihnen eines nach dem anderen an, wie auch die Beweise, die Ich
ihnen geben würde.
3 Die Heilsgeschichte wird von Christus in 3 große Abschnitte, Zeitalter
oder "Zeiten" unterteilt, wobei die "Zweite Zeit" jene der Gottesoffenbarung
durch Jesus und die Zeit danach ist (Näheres siehe Kapitel 38)
56. Die Vorzeichen sind bis zum letzten erschienen, sie verkündeten, dass dies die von Jesus vorausgesagte Zeit ist, und nun frage Ich euch: Wenn diese geistige Kundgebung, an der Ich euch teilhaben lasse, nicht Wahrheit wäre - warum ist dann Christus nicht (in der von den Gläubigen erwarteten Form) erschienen, obwohl die Zeichen eintrafen? Oder glaubt ihr, dass der Versucher auch Macht über die ganze Schöpfung und über die Naturgewalten hat, um euch zu betrügen?
57. Ich habe euch einst gewarnt, damit ihr nicht der Verführung falscher Propheten, falscher Christusse und falscher Erlöser erliegt. Doch heute sage Ich euch, dass der inkarnierte Geist aufgrund seiner Entwicklung, seiner Erkenntnis und Erfahrung soweit erwacht ist, dass es nicht leicht ist, ihm Finsternis als Licht anzubieten, soviel Blendwerk diese auch zur Verfügung hat.
58. Darum habe Ich euch gesagt: Bevor ihr euch diesem Weg in blindem Glauben überlaßt, prüft nach, soviel ihr wollt! Erkennt, dass dieses Wort für alle gegeben worden ist, und dass Ich Mir nie einen Teil davon nur für bestimmte Menschen vorbehalten habe. Seht, dass es in diesem Werke keine Bücher gibt, in denen Ich irgendeine Lehre vor euch geheimzuhalten suche.
59. Doch habe Ich euch in jener "Zweiten Zeit" durch den Mund meines Apostels Johannes auch gesagt: "So jemand meine Stimme hört und die Tür
auftut, werde Ich bei ihm einkehren und das Mahl mit ihm teilen und er mit Mir." Ebenso lehrte Ich euch das Gleichnis von den Jungfrauen, damit ihr es in dieser Zeit beherzigen würdet. (63,79 - 80)
60. Da die Vorzeichen und die Heimsuchungen eingetroffen sind und Ich weder in der Synagoge noch in irgendeiner Kirche erschienen bin - ahnt da die Welt nicht, dass Ich Mich gegenwärtig an irgendeinem Ort offenbaren muß, da Ich nicht gegen mein Wort verstoßen kann? (81,41)
1. Dies ist ein Tag der Erinnerung: an einem Datum wie
heute weihte Ich meine ersten Stimmträger, um durch sie meine neuen Weisungen
und meine neuen Offenbarungen kundzutun. Der Geist Elia's durchstrahlte Roque
Rojas 4, um euch an den Weg zu erinnern, welcher
das Gesetz Gottes ist.
4 Der Name dieses ersten Stimmträgers wird »Roke Rochas« ausgesprochen
2. Der Augenblick war feierlich, die Seele der Anwesenden erbebte vor Furcht und Wonne, so wie das Herz Israels am Berge Sinai erbebte, als das Gesetz verkündet wurde; wie die Jünger erbebten, die auf dem Berge Tabor die Verklärung Jesu sahen, als Mose und Elia geistig zur Rechten und zur Linken des Meisters erschienen.
3. Jener 1. September 1866 war die Geburt eines neuen Zeitalters, die Morgenröte eines neuen Tages: der "Dritten Zeit", die für die Menschheit anbrach.
4. Von jenem Zeitpunkt an sind unaufhörlich viele Prophezeiungen und viele Verheißungen in Erfüllung gegangen, die Gott den Menschen seit Tausenden von Jahren gegeben hat. Bei euch haben sie sich erfüllt, ihr Männer und Frauen, die ihr die Welt in dieser Zeit bewohnt. Welche von euch sind wohl auf Erden gewesen, als jene Prophezeiungen ausgesprochen und jene Verheißungen gemacht wurden? Ich allein weiß es; doch das Wesentliche ist, dass ihr wißt, dass Ich es euch versprach, und dass Ich es nun erfülle.
5. Wißt ihr von jener »Wolke«, auf der Mich meine Jünger auffahren sahen, als Ich Mich ihnen das letzte Mal kundgab? Denn wahrheitsgemäß steht geschrieben, dass Ich "auf der Wolke" zurückkommen würde, und Ich habe es erfüllt. Am 1. September 1866 kam mein Geist auf der symbolischen Wolke, um euch für den Empfang der neuen Unterweisung vorzubereiten. Hernach, im Jahre 1884, begann Ich euch meine Unterweisung zu geben.
6. Ich kam nicht als Mensch, sondern geistig, begrenzt in einem Lichtstrahl, um ihn auf einem menschlichen Verstandesvermögen ruhen zu lassen. Dies ist das durch meinen Willen erwählte Mittel, um in dieser Zeit zu euch zu sprechen, und Ich werde euch den Glauben, den ihr an dieses Wort habt, anrechnen.
7. Denn nicht Mose ist es, der euch durch die Wüste zum Gelobten Lande führt, noch Christus als Mensch, der euch sein Wort des Lebens als einen Weg zur Rettung und zur Freiheit hören lässt. Nun ist es die menschliche Stimme dieser Geschöpfe, die eure Ohren erreicht, und es ist erforderlich, sich zu vergeistigen, um die Göttliche Essenz zu entdecken, in der Ich gegenwärtig bin. Daher sage Ich euch, dass es verdienstvoll ist, dass ihr an dieses Wort glaubt, denn es wird durch unvollkommene Wesen gegeben. (236,46 - 50)
8. Im Jahre 1866 entstand die erste Gemeinde von Spiritualisten, Jüngern dieses Werkes. Unter dem Licht meines Geistes und von Elia belehrt , begannen jene ersten Schüler die Strahlen der Botschaft zu empfangen, die ihr nun, an ihrem Abschluss, in Fülle empfangt. (255,10)
9. Elia, der zuerst kommen mußte, um den Weg des Herrn zu bereiten, gab sich zum ersten Mal 1866 durch das menschliche Verstandesvermögen kund. Wollt ihr nicht ein wenig Zeit darauf verwenden, die Zeichen und Ereignisse zu erforschen, die auf allen Gebieten eintraten und mit dem Zeitpunkt jener Kundgebung zusammenfielen? Wieder werden es jene Gelehrten sein, die die Sterne studieren und die in der Antike Magier genannt wurden, welche bezeugen werden, dass der Himmel Zeichen gegeben hat, welche Göttliche Rufe sind. (63,81)
10. Denkt nicht, dass an diesem Punkt der Erde, wo man dieses Wort vernimmt, der einzige Ort ist, wo Ich Mich bei meinen Kindern einstelle. Denn wahrlich, Ich sage euch, meine Kundgebung in unterschiedlichen Formen ist weltweit.
11. Elia, der sich unter euch kundtat als Wegbereiter meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen, kam nicht nur zu diesem Land, wo ihr wohnt. Er ging von einem Ort der Erde zum anderen und kündigte die Neue Zeit an und verkündete das Nahen des Himmelreiches.
12. Von allen Seiten erhoben sich Rufe, die euch meine
Ankunft ankündigten: die erschütterte Natur bewegte die Erde, die Wissenschaft
staunte angesichts neuer Offenbarungen, die Geistige Welt 5 stürzte sich auf die Menschen, und dennoch blieb
die Menschheit taub gegenüber jenen Rufen, den Vorboten eines neuen
Zeitalters.
5 Dieser Ausdruck bezieht sich auf die Bewohner der höheren jenseitigen
Ebenen, die Lichtgeister der Geisterwelt Gottes
13. Eine Flut Göttlichen Lichtes fiel herab, um die
Menschen aus ihrer Finsternis herauszuholen. Aber diese -selbstsüchtig und
vermaterialisiert 6 , ferne davon, nach
Vervollkommnung der Seele, nach sittlicher Verbesserung ihres Lebens auf der
Erde zu streben- verwendeten jenes Licht nur, um sich Throne und Herrlichkeiten,
Bequemlichkeiten und Vergnügungen für den Körper und -wenn sie es für nötig
hielten- auch Waffen zu schaffen, um das Leben ihrer Mitmenschen zu vernichten.
Ihre Augen waren von der Intensität meines Lichtes geblendet, und ihre Eitelkeit
wurde ihnen zum Verderben. Aber Ich sage euch, dass sie durch eben dieses Licht
die Wahrheit finden, den Weg entdecken und sich retten werden.
6 Dies bedeutet das Gegenteil von »vergeistigt«, also ein nur auf das
Materielle und Körperliche bezogenes Leben und Denken des Menschen
14. Diejenigen, die dieses Licht in ihrem Verstande aufzunehmen vermochten und es als eine Göttliche Botschaft annahmen, ließen ihr Gewissen ihre Schritte lenken und ihrem Wirken zur Richtschnur dienen. Denn sie hatten die Vorahnung, dass der Herr wiedergekommen ist, und dass er bei den Menschen ist.
15. Die Vertreter der verschiedenen Sekten und Konfessionen wollten Mich nicht empfangen, ihr Herz, ihre Würde und ihre falsche Größe hinderte sie daran, Mich geistig anzunehmen. Deshalb haben sich auf der ganzen Erde Gruppen, Bruderschaften und Vereinigungen derer gebildet, die die Gegenwart der Neuen Zeit fühlen, die die Einsamkeit suchen, um zu beten und die Inspirationen des Herrn zu empfangen. (37,76 - 81)
16. Es gibt Religionsgemeinschaften, die sich auf meine Wiederkunft vorzubereiten trachten, ohne zu wissen, dass Ich bereits im Scheiden begriffen bin.
17. Ich rief alle, und in Wahrheit gelangte mein Ruf und das Gerücht, dass Ich Mich derzeit den Menschen kundtue, in alle Winkel der Erde, zusammen mit Zeugnissen und Beweisen, die von Mir sprechen: erneuerte Sünder, bekehrte Ungläubige, »Tote«, die auferstehen, unheilbar Kranke, die gesund werden, und Besessene, die sich von ihrem Übel befreien.
18. Aber Ich traf viele taub an, andere eitel geworden in ihrem irdischen Ansehen, und wieder andere zu furchtsam, um Meine Kundgebung als Geist der Wahrheit bekanntzumachen. Ich empfing und lehrte alle, die zu Mir kamen und auf Meine Liebe vertrauten. (239,17 - 19)
19. Aus anderen Ländern werden Menschenscharen zu diesem Volke kommen, die euch begierig über die geistigen Geschehnisse ausfragen werden, denen ihr in dieser Zeit beigewohnt habt, und auch über die Offenbarungen und Prophezeiungen, die Ich euch gegeben habe.
20. Denn in vielen Teilen der Welt hat man meine Botschaften empfangen, die besagen, dass mein Göttlicher Strahl an einem Ort im Westen herniedergekommen ist, um zur Menschheit dieser Zeit zu sprechen.
21. Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werdet ihr erleben, wie sie aus anderen Völkern und Nationen herbeikommen werden, um euch aufzusuchen. Dann werden die Männer der großen Konfessionen betroffen sein, dass nicht sie es sind, an die Ich Mich wandte. (276,45)
22. Wie wenig interessiert die Welt meine neue Manifestation! Wie wenige sind derer, die wachen und Mich erwarten, und wie viele sind es, die schlafen!
23. Über die, die in der Erwartung von Mir leben, kann Ich euch sagen, dass nicht alle die tatsächliche Form meiner Gegenwart in dieser Zeit ahnen. Denn während manche unter dem Einfluß alter Glaubensvorstellungen meinen, dass Ich als Mensch zur Welt zurückkehre, glauben andere, dass Ich in irgendeiner für jedes Menschenauge sichtbaren Gestalt erscheinen muß, und sehr wenige nur erraten die Wahrheit und ahnen, dass mein Kommen geistig ist.
24. Während die einen sich fragen, welche Gestalt Ich annehmen werde, zu welcher Stunde oder an welchem Tage Ich Mich auf Erden zeigen werde und an welchem Ort Ich erscheinen werde, sagen andere, ohne an bestimmte Erscheinungsformen oder Zeitpunkte zu denken: "Der Meister ist bereits unter uns, sein Licht, welches sein Geist ist, umflutet uns".
25. Wenn diese Botschaft zu allen Herzen gelangt, wird es für die einen ein Augenblick des Jubels sein, weil sie in ihr alle ihre Vorahnungen und ihren Glauben bestätigt finden werden. Andere hingegen werden meiner Botschaft Wahrheit absprechen, weil sie sie nicht in Übereinstimmung mit dem finden, was sie glaubten, dass geschehen würde, und mit der Art und Weise, in der es sich offenbaren würde. (279,41 - 44)
26. Ich ließ Elia in der "Dritten Zeit " 7 zurückkehren, und Ich als Meister hatte ihn in
jener "Zweiten Zeit" angekündigt und gesagt: "Wahrlich, Elia ist unter euch
gewesen, und ihr habt ihn nicht erkannt. Ich werde zur Welt zurückkehren, aber
wahrlich, Ich sage euch: Vor Mir wird Elia da sein."
7 siehe Kapitel 38
27. Da jedes Wort des Meisters in Erfüllung geht, ist Elia in der "Dritten Zeit" vor Mir gekommen, um die Seelen zu erwecken, um sie ahnen zu lassen, dass die Stunde des Heiligen Geistes ihre Pforte auftat, um jeder Seele zu sagen, dass sie ihre Augen öffnen solle, dass sie sich zurüsten solle, um die Schwelle des Zweiten Zeitalters zur Dritten hin zu überschreiten. Damit die Kundgebung Elia's in dieser "Dritten Zeit" faßbarer wäre, ließ Ich ihn sich durch einen gerechten Mann kundtun: Roque Rojas.
28. Elia erleuchtete geistig, vom Jenseits aus, diesen Mann, inspirierte ihn, stärkte ihn und leitete ihn auf all seinen Wegen vom Anfang bis zum Ende.
29. Doch wahrlich, Ich sage euch nicht, er erwählte Roque Rojas unter den Menschen.Ich erwählte ihn, sandte seine durch meine Barmherzigkeit zubereitete Seele. Ich gab ihm einen gleichfalls durch Mich vorbereiteten Körper, und ihr wißt, dass er demütig war, dass der Vater durch seine Demut und seine Tugend große Werke vollbrachte. Er war Prophet, Stimmträger, Seher und Führer. Von alledem hinterließ er dem Volke ein leuchtendes Beispiel.
30. Er wurde von seinem eigenen Volk verlacht und verspottet, wie es Mose in der Wüste geschah, wurde wie der Prophet Elia verfolgt und mußte sich auf die Gipfel der Berge zurückziehen, um dort für sein Volk zu beten und einzustehen.
31. Er wurde wie sein Meister von Priestern und Schriftgelehrten verhöhnt und verurteilt. Wie seinem Meister glaubten, folgten und umgaben auch ihn nur einige wenige. Seine Hände verströmten heilende Kräfte, taten Wunder, die bei den einen Glauben erweckten und bei anderen Verwirrung verursachten. Für manche kamen von seinen Lippen prophetische Worte, die sich buchstabengetreu erfüllten. Sein Mund gab Ratschläge voller Trost für die kranken Herzen.
32. Sein Geist vermochte große Inspirationen aufzunehmen und konnte wie jener der Gerechten, Apostel und Propheten in Verzückung fallen. Seine Seele konnte sich von dieser Welt und seinem Körper lösen, um das Geistige Gefilde zu betreten und demütig zu den Türen der Geheimen Schatzkammer des Herrn zu gelangen. Mittels dieser Erhebung tat sich der Geist Elias den ersten Zeugen kund, bevor noch der Strahl des Meisters kam. (345,57 - 58)
33. Roque Rojas versammelte eine Gruppe Männer und Frauen voll Glauben und gutem Willen, und dort, im Schoße seiner ersten Versammlungen, offenbarte sich Elia durch den Verstand des Boten, indem er sprach: "Ich bin der Prophet Elia, jener der Verklärung auf dem Berge Tabor". Er gab seinen ersten Schülern die ersten Belehrungen, zugleich kündigte er ihnen das Zeitalter der Vergeistigung an und prophezeite ihnen, dass bald der Strahl des Göttlichen Meisters kommen würde, um sich seinem Volke mitzuteilen.
34. Eines Tages, als die bescheidene Versammlungsstätte von Roque Rojas voll von Anhängern war, die dem Worte dieses Mannes glaubten, kam Elia herab, um den Verstand seines Sprachrohrs zu erleuchten, und von Mir inspiriert, salbte er sieben von diesen Gläubigen, welche die Sieben Siegel vertreten oder symbolisieren sollten.
35. Später, als der versprochene Augenblick meiner Kundgabe gekommen war, fand Ich, dass von jenen sieben Auserwählten nur einer in der Erwartung der Ankunft des reinen Gemahls wachte, und dieses Herz war das von Damiana Oviedo, der Jungfrau, deren Verstand als erster das Licht des Göttlichen Strahles als Belohnung für ihre Beharrlichkeit und ihre Vorbereitung empfangen durfte.
36. Damiana Oviedo vertrat das Sechste Siegel8. Dies war ein Beweis mehr dafür, dass das Licht des
Sechsten Siegels dasjenige ist, welches diese Ära erleuchtet. (1,6 - 9)
8
Dieser auf die Offenbarung Johannis bezogene Begriff bezeichnet das vorletze der
»Sieben Siegel«, welche als Sinnbilder für 7 Epochen innerhalb der 3
heilsgeschichtlichen Zeitalter zu verstehen sind (Näheres dazu siehe Kap.
38)
37. Nur wenige konnten die Gegenwart des Gottgesandten wirklich fühlen. Ein weiteres Mal war er die Stimme, die in der Wüste rief, und aufs neue bereitete er das Herz der Menschen für das bevorstehende Kommen des Herrn. So wurde das Sechste Siegel gelöst, ließ seinen Inhalt schauen und ergoß sich als ein Strom von Gerechtigkeit und Licht über die Menschheit. Auf diese Weise wurden viele Verheißungen und Prophezeiungen erfüllt.
38. Elia erleuchtete wie Jesus und Mose die Augen eures Geistes, damit ihr den Vater schauen solltet. Mose lehrte euch: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Jesus sagte euch: "Liebet einander!" Elia gebot euch, mehr und mehr Mitgefühl mit euren Nächsten zu haben, und fügte sogleich hinzu: "und ihr werdet meinen Vater in all seiner Herrlichkeit schauen." (81,36 - 37)
39. Wenn das Dunkel, das die Menschheit einhüllt, sich verflüchtigt, und es in den Seelen hell wird, werden sie die Gegenwart eines neuen Zeitalters fühlen, weil Elia zu den Menschen zurückgekehrt ist.
40. Doch da diese ihn nicht zu sehen vermochten, war es notwendig, dass sich sein Geist durch das menschliche Verstandesvermögen kundgab und er sich vor den Sehern in jenem Sinnbild des Propheten Elia zeigte: über den Wolken in seinem feurigen Wagen.
41. Elia ist in dieser Zeit als Wegbereiter gekommen, um Mein Kommen vorzubereiten. Er ist als Prophet gekommen, um euch das neue Zeitalter mit seinen Kämpfen und Prüfungen, aber auch mit der Weisheit seiner Offenbarungen anzukündigen. Er kommt mit seinem Lichtgefährt, um euch einzuladen, es zu besteigen, um euch über die Wolken emporzutragen und euch zur Geistigen Heimat zu bringen, wo der Friede regiert. Vertraut ihm als dem Guten Hirten, folgt ihm geistig, wie das Volk in der "Ersten Zeit" Mose nachfolgte. Betet, damit er euch bei der Erfüllung eures Auftrags hilft, und wenn ihr ihm nacheifern wollt, so tut es." (31,58 - 59)
42. Elia, ein Geist von großer Macht, der von der
Menschheit nicht erkannt worden ist, ist immer mein Wegbereiter gewesen. Heute
ist er ein weiteres Mal gekommen, um die
Gekennzeichneten9 vorzubereiten, die
Stimmträger, die Mir zu dienen haben, sowie alle Menschen.
9 Die Gekennzeichneten (spanisch: marcados) oder Versiegelten (Off. Joh.,
Kap. 14, 1-5) sind von Christus Erwählte, die von ihm das Zeichen der göttlichen
Dreieinigkeit an ihren Stirnen empfingen. (Näheres dazu siehe Kap. 39, letzer
Abschnitt)
43. Wenn ihr euch zurüstet und meine Unterweisung studiert, um meinen Willlen kennenzulernen, wird Elia euch zu Hilfe kommen und euch Stütze und Freund sein.
44. Elia ist (ein) Göttlicher Strahl, der alle Wesen erleuchtet und lenkt und sie zu Mir führt. Liebt ihn und verehrt ihn als euren Bahnbrecher und Fürsprecher. (53,42 - 44)
45. Der Prophet Elia, der Wegbereiter, der Vorbote der "Dritten Zeit", legt Fürsprache für seine Herde ein, er betet für die, die nicht zu beten verstehen, und verhüllt mit seinem Mantel den Schandflecken des Sünders in der Hoffnung auf dessen Erneuerung. Elia rüstet seine Scharen, seine Heere, um die Finsternis zu bekämpfen, die durch Unwissenheit, Sünde, Fanatismus und den Materialismus der Menschheit entstanden ist. (67,60)
46. Jetzt ist es die Aufgabe aller, die bereits zugerüstet und erwacht sind, die Befreiung der Welt zu verkünden. Erinnert euch daran, dass Elia, der für diese Zeit Verheißene, derzeit alles vorbereitet, um die Nationen der Erde, die vom Materialismus versklavt sind, aus der Gewalt Pharaos zu erretten, wie es einst Mose in Ägypten mit den Stämmen Israels tat.
47. Sagt euren Mitmenschen, dass sich Elia bereits durch das menschliche Verstandesvermögen kundgetan hat, dass seine Gegenwart im Geiste gewesen ist, und er weiterhin den Weg aller Völker erhellen wird, damit sie vorankommen.
48. Euer Hirte hat die Aufgabe, alle Geschöpfe auf ihren wahren Weg zurückzubringen, ganz gleich, ob dieser dem geistigen, dem moralischen oder dem materiellen Bereich angehört. Deshalb sage Ich euch, dass die Nationen gesegnet sein werden, die durch Elia den Ruf ihres Herrn empfangen, denn sie werden durch das Gesetz der Gerechtigkeit und Liebe vereint bleiben, das ihnen als Frucht ihres Verständnisses und ihrer Brüderlichkeit den Frieden bringen wird. Solchermaßen vereint, werden sie zum Kampfplatz geführt werden, wo sie gegen die Verderbtheit, den Materialismus und die Lüge streiten werden.
49. In diesem Kampfe werden die Menschen dieser Zeit die neuen Wunder erleben und den geistigen Sinn des Lebens erfassen- jenen, der von Unsterblichkeit und Frieden spricht. Sie werden aufhören, sich gegenseitig zu töten, weil sie erkennen, dass sie ihre Unwissenheit, ihre Selbstsucht und die verderblichen Leidenschaften, aus denen ihre Stürze und Nöte hervorgingen, sowohl die materiellen, als auch die geistigen, vernichten müssen. (160,34 - 36)
50. Elia ist der Gottesstrahl, mit dessen Licht er eure Finsternis vertreibt und euch aus der Knechtschaft dieser Zeit befreit, welche die der Sünde ist, und der euren Geist durch die Wüste führen wird, bis er zum "Gelobten Land" im Schoße Gottes gelangen wird. (236,68)
1. Ich bin in der Menschheit gegenwärtig zu einer Zeit, in der neue Entdeckungen das Leben der Menschen verwandelt haben, und mache meine Gegenwart unter euch mit der gleichen Demut fühlbar, die ihr einstens an Mir kanntet.
2. Das »Wort« Gottes ist nicht nochmals Mensch geworden, Christus ist nicht erneut in der Armseligkeit eines Stalles geboren – nein; denn es ist nicht mehr nötig, dass ein Körper die Macht Gottes bezeugt. Wenn Menschen meinen, dass dieser Körper hier der auf die Welt gekommene Gott ist, so irren sie. Die Gegenwart Gottes ist geistig, universell, unendlich.
3. Wenn alles, was die Menschen in dieser Zeit errungen haben, in den Grenzen des Gerechten, des Erlaubten und Guten wäre, wäre es nicht nötig gewesen, dass Ich hernieder komme, um erneut zu euch zu sprechen. Aber nicht alle Werke, die Mir diese Menschheit darbietet, sind gut: es gibt viele Verfehlungen, viele Ungerechtigkeiten, viele Abwege und Übeltaten. Daher war es notwendig, dass meine fürsorgliche Liebe den Menschen erweckte, als er am stärksten in sein Werk vertieft war, um ihn daran zu erinnern, welche Pflichten er vergessen hat und Wem er alles verdankt, was ist und was noch sein wird.
4. Um Mich einer vermaterialisierten Menschheit hörbar zu machen, die Mich nicht von Geist zu Geist vernehmen konnte, mußte Ich Mich ihrer Geistesgaben und Fähigheiten bedienen, um Mich durch das Verstandesvermögen des Menschen kundzutun.
5. Die Erklärung dafür, weshalb Ich "herabkomme", um Mich euch mitzuteilen, ist diese: Da ihr euch nicht zu erheben vermochtet, um mit eurem Herrn von Geist zu Geist Zwiesprache zu halten, mußte Ich eine Stufe tiefer herabsteigen, das heißt vom Geistigen, vom Göttlichen, wohin ihr noch nicht gelangen könnt. Ich mußte dann von eurem Verstandesorgan Gebrauch machen, das seinen Platz im Gehirn des Menschen hat, und meine Göttliche Inspiration in Menschenworte und materielle Laute übertragen.
6. Der Mensch bedarf einer erweiterten Kenntnis, und Gott ist es, der zum Menschen kommt, um ihm Weisheit anzuvertrauen. Wenn euch das erwählte Mittel für meine kurze Kundgabe durch das Verstandesorgan dieser Sprachrohre nicht würdig erscheint, so sage Ich euch in Wahrheit, dass die Botschaft, die durch sie gegeben wird, sehr groß ist. Ihr hättet es lieber gehabt, dass meine Kundgebung vor den Menschen mit Pomp und Zeremonien geschehen wäre, die Eindruck gemacht hätten, die jedoch in Wirklichkeit vom Geiste aus betrachtet, eitel gewesen wären (weil sie kein wahres Licht enthalten).
7. Ich hätte unter Blitzen und Stürmen kommen können, um meine Macht fühlbar zu machen; doch wie leicht wäre es dann für den Menschen gewesen, zu bekennen, dass die Gegenwart des Herrn gekommen war! Doch meint ihr nicht, dass dann die Furcht in euer Herz zurückgekehrt wäre und auch die Vorstellung von etwas Unbereiflichem? Glaubt ihr nicht, dass jedes Gefühl der Liebe zum Vater sich nur in Angst vor seiner Gerechtigkeit umgewandelt hätte? Doch ihr sollt wissen, dass Gott, obwohl Er allmächtige Kraft ist, euch nicht durch diese Macht besiegen wird, sich nicht durch sie durchsetzen wird, sondern durch eine andere Macht, und das ist die der Liebe.
8. Es ist der Göttliche Geist, der heute zum Universum spricht. Er ist es, der Licht bringt in all das, was ihr in anderen Zeiten nicht klar erkannt habt. Er ist die Morgenröte eines neuen Tages für alle Menschen, denn Er wird euch von falschen Ängsten befreien, eure Zweifel beseitigen, um eure Seele und euren Verstand frei zu machen.
9. Ich sage euch: Nachdem ihr den Wesenskern meiner Unterweisungen und die Gerechtigkeit meiner Gesetze kennengelernt habt, werdet ihr auch die Grenzen erkennen, die eure Vorstellungen euch auferlegt und euch daran gehindert haben, über eine geringe Erkenntnis der Wahrheit hinauszugelangen.
10. Nicht mehr die Angst oder Furcht vor Strafe wird es sein, die euch davon abhält, zu forschen, zu entdecken. Nur wenn ihr wirklich das für euch Unbegreifliche kennenlernen wollt, wird euer Gewissen euch den Weg verbieten; denn ihr sollt wissen, dass dem Menschen nicht die ganze Wahrheit zukommt, und dass er von ihr nur den Teil erfassen soll, der ihm entspricht.
11. Volk: Wenn mein Kommen so angekündigt wurde, dass es inmitten von Kriegen, entfesselten Naturgewalten, Seuchen und Chaos sein würde, dann geschah dies nicht, weil Ich euch all dies gebracht hätte; es geschah, weil meine Gegenwart gerade in jener Stunde der Krise für die Menschheit hilfreich sein würde.
12. Hier nun ist die Erfüllung all dessen, was über meine Wiederkunft gesagt wurde. Ich komme zu den Menschen, während eine Welt mit dem Tode ringt und die Erde in ihrem Todesröcheln bebt und sich schüttelt, um einer neuen Menschheit den Weg zu bahnen. Daher ist der Ruf Gottes in der "Dritten Zeit" ein Ruf der Liebe – einer Liebe, die Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Frieden in sich trägt und dazu inspiriert.
13. Das Wort Christi keimte einst in seinen Jüngern und in dem Volk, das ihnen nachfolgte, wuchs seine Saat heran. Seine Lehre verbreitete sich, und deren Sinngehalt ging über die ganze Welt. So wird sich auch diese heutige Lehre ausbreiten, die von all jenen angenommen werden wird, die fähig sind, sie zu erfühlen und zu verstehen. (296, 17 - 27, 35)
14. Jesus sagte seinen Jüngern: "Ich werde nur kurze Zeit von euch entfernt sein – ich werde zurückkehren." Danach wurde ihnen offenbart, dass ihr Meister "auf der Wolke" kommen würde, umgeben von Engeln, und Lichtstrahlen zur Erde herabsendend.
15. Hier bin Ich nun "auf der Wolke", umgeben von Engeln, welches die geistigen Wesen sind, die sich unter euch als Botschafter meiner Göttlichkeit und als eure guten Ratgeber kundgetan haben. Die Lichtstrahlen sind mein Wort, das euch neue Offenbarungen bringt, das jedes Verstandesvermögen mit Weisheit überströmt.
16. Wohl denen, die ohne zu sehen geglaubt haben, denn sie sind die, die meine Gegenwart fühlen. (142, 50 - 52)
17. Der Mensch wird mittels seines Geistes die Wahrheit entdecken, alle werden meine Gegenwart spüren; denn Ich habe euch bereits seinerzeit gesagt, dass jedes Auge Mich schauen würde, wenn die Zeit dafür gekommen ist.
18. Nun, diese Zeit in der ihr lebt, ist eben jene durch mein Wort und meine Propheten vergangener Zeiten angekündigte, in der alle Menschen Mich mittels der Empfindungen und Fähigkeiten ihres Geistes schauen sollen.
19. Es wird nicht nötig sein, dass sie Mich in einer menschlichen Gestalt begrenzt erblicken, um sagen zu können, dass sie Mich gesehen haben, sondern es wird genügen, dass ihr Geist Mich fühlt und ihr Verstand Mich begreift, um ganz wahrheitsgemäß sagen zu können, dass sie Mich geschaut haben.
20. Die Liebe und der Glaube sowie die Intelligenz können unendlich weiter blicken, als es eure Augen zu tun vermögen. Darum sage Ich euch, dass es nicht notwendig ist, dass Ich meine Gegenwart auf die menschliche Gestalt oder mittels irgendeiner Symbolfigur begrenze, um zu bewirken, dass ihr Mich schaut.
21. Wieviele von denen, die Mich in jener "Zweiten Zeit" sahen oder mit Mir zogen, wußten nicht einmal, wer Ich war. Wieviele hingegen, die nicht einmal davon wußten, als Ich als Mensch geboren wurde, erblickten Mich im Geiste, erkannten Mich an meinem Lichte und erfreuten sich an meiner Gegenwart aufgrund ihres Glaubens.
22. Öffnet alle eure Augen und beweist durch euren Glauben, dass ihr die Kinder des Lichtes seid. Ihr alle könnt Mich schauen, doch dafür ist es unerlässlich, dass ihr Wille und Glauben habt. (340, 45 - 51)
23. Ich sage euch: Wenn diese Menschheit aufgrund ihrer Lieblosigkeit, ihrer Abkehr von der Gerechtigkeit und dem Guten noch mehr gegen Mich sein sollte, werde Ich auf ihrem Wege voll Herrlichkeit erscheinen, wie Ich es vor Saulus tat, und werde sie meine Stimme vernehmen lassen.
24. Dann werdet ihr erleben, wie viele von denen, die – ohne sich dessen bewußt zu sein - Mich verfolgt haben, sich verwandelt und erleuchtet aufmachen werden, um Mir auf den Wegen des Guten, der Liebe und der Gerechtigkeit nachzufolgen.
25. Ihnen werde Ich sagen: Bleibt stehen, Wanderer, und trinkt von diesem Quell kristallklaren Wassers. Erholt euch von der schweren Lebensreise, die Ich euch auferlegt habe. Vertraut Mir eure Sorgen an und laßt zu, dass mein Blick tief in euren Geist dringt, denn Ich will euch mit Gnade erfüllen und euch trösten. (82,46)
26. Meine Liebe wird eure empfindsamsten Saiten erzittern lassen. Aber es wird die Übereinstimmung mit eurem Gewissen sein, die euch mein Göttliches Konzert vernehmen lässt, und viele von euch werden Mich in der geistigen Gestalt Jesu schauen.
27. Ich muß euch darauf hinweisen, dass die Gestalt Jesu nicht die vollkommenste Art und Weise ist, in der ihr Mich schauen werdet. Wenn Ich euch in vergangen Zeiten sagte: "Aller Augen werden Mich schauen", so gab Ich euch zu verstehen, dass ihr alle die Wahrheit erkennen würdet, obschon Ich euch sagen muß, dass Ich Mich der Entwicklung einer jeden Seele entsprechend begrenzen werde. Doch wenn ihr auf der Stufenleiter zur Vollkommenheit aufsteigt, werdet ihr Mich gewisslich in all meiner Herrlichkeit schauen.
28. Versucht jetzt nicht, Mich euch in irgendeiner Weise vorzustellen. Bedenkt: Wenn euer Geist, obwohl er begrenzt ist, Essenz ist, Licht ist – welche Gestalt könnte dann der Universelle Geist eures Herrn haben, der weder Anfang noch Ende hat? Laßt das Unergründliche im Innern meines Buches der Götllichen Weisheit. (314, 69 - 70)
29. In meinem Wort der "Zweiten Zeit" ließ Ich euch wissen, dass Ich aufs neue zu euch kommen würde, dass meine geistigen Heerscharen mit Mir herniederkommen würden. Aber die Menschheit hat den Sinn meines Wortes nicht richtig verstanden und ausgelegt.
30. Daher erwartet Mich jede Religionsgemeinschaft in ihrer Mitte, daher erwarten sie, Mich mit ihren sterblichen Augen zu schauen; doch die Mich jetzt auf diese Weise erwarten sind dieselben, die einst leugneten, dass Jesus der Messias war und ihn für einen Träumer hielten.
31. Heute sage Ich euch, meinen Jüngern: Der Augenblick wird kommen, in dem ihr Mich in all meiner Herrlichkeit schauen werdet. Zu dieser Zeit werden die Erde und ihre Bewohner gereinigt sein, und die Tugend und Schönheit der Seele wiederhergestellt. Der Schmerz wird verschwinden, und alles wird Glückseligkeit, wird ein unendlicher »Tag« sein, ohne Ende für euch. Wollt ihr nicht diese Wunder schauen? Wollt ihr nicht, dass eure Kinder mit meinem Geiste Zwiesprache halten und frei von Sünde eine Welt des Friedens bilden können? (181, 74 + 81)
32. Wenn die Menschheit die Prophezeiungen der Ersten und der "Zweiten Zeit" zu ergründen verstanden hätte, wäre sie angesichts der Verwirklichung derselben nicht verwirrt. Das gleiche geschah in der "Zweiten Zeit", als der Messias unter den Menschen geboren wurde, ebenso wie es jetzt geschieht, wo Ich im Geiste gekommen bin.
33. Der Sinngehalt meiner Unterweisung ist in beiden Zeiten derselbe. Sie bereitet euch zu, damit ihr aus diesem Leben ein liebevolles, wenn auch vergängliches Heim macht, wo die Menschen sich als Geschwister betrachten und behandeln und einander die Wärme wahrer Brüderlichkeit entgegenbringen.
34. Bereitet auch den Geist darauf vor, nach diesem Leben jene Welten oder Heimstätten zu betreten, die der Herr für seine Kinder bereithält. Mein Wunsch ist, dass ihr, wenn ihr zu ihnen gelangt, euch nicht fremd fühlt, sondern eure Vergeistigung und eure innere Erkenntnis euch alles schauen lassen, was ihr antrefft- so, als ob ihr bereits früher dort gewesen wäret. Daran wird viel Wahres sein, wenn ihr schon hier mit dem Geistigen in Verbindung steht mittels des Gebetes. (82, 9 - 10)
35. Ich bin der Wanderer, der an die Türen eurer Herzen klopft. Ich klopfe, und ihr wisst nicht, wer es ist; ihr öffnet und erkennt mich nicht. Ich bin wie der Wanderer, der in ein Dorf kommt und niemanden hat, der ihn kennt, wie der Ausländer, der ein fremdes Land betritt und in seiner Sprache nicht verstanden wird. So fühle Ich Mich unter euch. Wann werdet ihr meine Gegenwart fühlen? O Menschen, wann werdet ihr Mich erkennen, so wie zu seiner Zeit Josef von seinen Brüdern in Ägypten erkannt wurde? (90, 1)
1. Es spricht zu euch das »Wort«, das immer in Gott war, dasselbe, das in Christus war und das ihr heute durch den Heiligen Geist kennt; denn das »Wort« ist Wort, ist Gesetz, ist Botschaft, ist Offenbarung, ist Weisheit. Wenn ihr das »Wort« durch die Worte Christi vernommen habt und es nun durch die Inspiration des Heiligen Geistes empfangt - wahrlich, Ich sage euch, so ist es die Stimme Gottes, die ihr gehört habt. Denn es gibt nur einen Gott, nur ein Wort und nur einen Heiligen Geist. (13, 19)
2. Wißt ihr, was der Ursprung jenes Lichtes ist, das in dem durch die Lippen der Stimmträger ausgesprochenen Worte liegt? Sein Ursprung ist im Guten, in der Göttlichen Liebe, im Universellen Licht, das von Gott ausgeht. Es ist ein Strahl oder ein Funke jenes All-Lichtes, das euch das Leben gibt - ist Teil der unendlichen Kraft, die alles bewegt und durch die alles schwingt, pulsiert und unaufhörlich seine Bahnen zieht. Es ist das, was ihr göttliche Ausstrahlung nennt, es ist das Licht des Göttlichen Geistes, welcher die Geister erleuchtet und belebt. (329, 42)
3. Es spricht in diesem Augenblick Jener zu euch, der immer zu eurer Rettung gekommen ist: Christus, die göttliche Verheißung, Mensch geworden in Jesus in der "Zweiten Zeit", das zu Menschenwort gewordene Göttliche Wort; der Geist der Liebe, des Lichtes, der Weisheit, begrenzt in einem Strahl, welcher über das Gewissen den Geist und den Verstand des Menschen berührt, um ihn zu lehren, meine Gedanken zu übermitteln. (90, 33)
4. Ich bin Christus, den man verfolgt, verlästert und zum Angeklagten gemacht hat in dieser Welt. Nach allem, was ihr Mir in der "Zweiten Zeit" in Jesus angetan habt, komme Ich zu euch, um euch einmal mehr zu beweisen, dass Ich euch vergeben habe und euch liebe.
5. Nackt habt Ihr Mich ans Kreuz geschlagen, und ebenso komme Ich zu euch zurück; denn Ich verberge euren Augen meinen Geist und meine Wahrheit nicht hinter dem Gewand der Heuchelei oder der Lüge. Doch damit ihr Mich erkennen könnt, müsst ihr zuvor euer Herz reinigen. (29, 27 - 28)
6. Heute sage ich euch: Hier ist der Meister- jener, den die Menschen den Rabbi aus Galiläa nannten. Ich gebe euch die ewiggültige Lehre, die Lehre der Liebe. Das Festmahl, zu dem Ich euch heute einlade, ist geistig, das Brot und der Wein gleichfalls. Aber heute wie ehedem und wie immer bin Ich der Weg, die Wahrheit und das Leben. (68, 33)
7. Erinnert euch daran, dass Ich das »Wort« des Vaters bin; dass die göttliche Essenz, die ihr in diesem Worte empfangt, Licht von diesem Schöpfergeiste ist; dass Ich in jedem von euch einen Teil meines Geistes gelassen habe.
8. Doch wenn ihr die Armut seht, welche die Schar umgibt, die Mir gerade zuhört, und die Bescheidenheit des Raumes, in dem ihr euch versammelt, fragt ihr Mich im Stillen: "Meister, warum erwähltest Du Dir für Deine Kundgebung in dieser Zeit nicht einen jener großen Tempel oder Dome, wo Dir reiche Altäre und feierliche Zeremonien hätten dargeboten werden können, die Deiner würdig sind?
9. Ich antworte jenen Herzen, die so über ihren Meister denken: Nicht die Menschen haben Mich zu dieser Armut geführt. Ich selbst habe Mir für meine Kundgebung die bescheidene Wohnung in dem armen Vorort eurer Stadt ausgesucht, um euch damit begreiflich zu machen, dass es nicht der materielle Tribut oder die äußerlichen Opfergaben sind, die Ich bei euch suche, sondern im Gegenteil: Ich bin gerade deshalb zurückgekehrt, um noch einmal Demut zu predigen, damit ihr in ihr Vergeistigung findet. (36, 24 - 25)
10. Manche glauben nicht an meine Gegenwart, weil sie die Armseligkeit und Bescheidenheit dieser Versammlungsorte und die Unscheinbarkeit der Stimmträger, durch die Ich Mich kundgebe, dagegen halten. Doch wenn die solchermaßen Zweifelnden das Leben Christi studieren würden, würden sie erkennen, dass er niemals Schaugepränge, Huldigungen oder Reichtümer suchte.
11. Diese Orte können so armselig und gering sein wie der Stall und das Stroh, auf dem Ich damals geboren wurde. (226, 38 - 39)
12. Denkt nicht, dass Ich diese Nation erst in letzter Stunde für meine neue Kundgebung auserwählt habe. Alles war schon von Ewigkeit her vorgesehen. Dieser Boden, diese Rasse, euer Geist, wurden von Mir vorbereitet, ebenso wie die Zeit meiner Gegenwart auch durch meinen Willen vorbestimmt worden war.
13. Ich entschied, meine Kundgebungen unter den Geringsten zu beginnen, unter jenen, die den Verstand und die Seele rein bewahrten. Danach erlaubte Ich, dass alle zu Mir kamen, denn an meinem Tische gibt es weder Unterschiede noch Bevorzugungen. Mein auf dieses Volk herabgesandtes Wort war einfach und bescheiden in seiner Form, für euch zugänglich, doch sein Sinngehalt voll Klarheit war tief für euren Geist, weil Ich, obwohl Ich der Hort allen Wissens bin, Mich immer einfach und klar ausdrücke und kundgebe. Ich bin für niemanden ein Geheimnis; das Geheimnis und das Mysterium sind Kinder eurer Unwissenheit. (87, 11 - 12)
14. Die ersten, die Mir zuhörten, behandelten mein Werk wie einen Baum, indem sie die ersten Zweige abschnitten, um sie in verschiedene Gegenden zu verpflanzen. Die einen legten meine Unterweisungen gut aus, andere verfehlten den Weg.
15. Klein waren die Gruppen, die im Schatten der
ärmlichen Versammlungsräume zusammenkamen. Doch als diese zahlreicher wurden und
die Menschenscharen sich vergrößerten, rief Ich sie zum Zusammenschluß auf,
damit alle sich als Jünger eines einzigen Meisters erkennen und die Unterweisung
in derselben Weise ausüben würden; damit der Same nicht nach dem Gutdünken der
Arbeiter«10, sondern gemäß dem Göttlichen Willen
ausgesät würde.
10 Bezugnahme auf das Gleichnis Jesu von den »Arbeitern im Weinberg«
16. Vor der Geistigen Lade des Neuen Bundes gelobten die Menschenscharen Ergebung, Gehorsam und guten Willen; aber als die Orkane und Wirbelstürme mit Macht hereinbrachen und die Zweige des Baumes peitschten, wurden manche schwach, während andere unerschütterlich standhaft blieben und die neuen »Arbeiter« lehrten, die »Felder« zu bestellen.
17. Einige, die die Größe dieser Offenbarung erkannt hatten, beabsichtigten, weiter in meine Geheimnisse einzudringen, als es mein Wille ist, um sich ein Wissen und eine Macht anzueignen, die sie den anderen überlegen machen sollte; doch sehr bald standen sie meiner Gerechtigkeit gegenüber.
18. Andere, die die Größe dieses Werkes nicht in seiner Lauterkeit, in seiner Schlichtheit entdecken konnten, haben von Sekten und Kirchen Riten, Symbole und Zeremonien übernommen, weil sie meinten, meinen Kundgebungen damit Feierlichkeit zu verleihen. (234, 27 - 30)
19. Seit diese Kundgabe sich zu offenbaren begann, wurde euer Geist durch meine Unterweisung erleuchtet, obschon sich auch Ungläubige zeigten -sowohl bei denen, die den Verstand geschult haben, als auch bei den Ungebildeten und Unwissenden.
20. Wieviele Argumente, um diese Offenbarung zu leugnen! Wieviele Versuche, dieses Wort zu vernichten! Doch nichts hat den Lauf meiner Botschaft aufgehalten - im Gegenteil: Je mehr man dieses Werk bekämpft hat, desto mehr wurde der Glaube der Menschen entzündet, und je mehr Zeit verging, desto größer wurde die Zahl derer, durch die Ich mein Wort übermittle.
21. Was ist daraus zu lernen? dass Menschenmacht niemals imstande sein wird zu verhindern, dass die Göttliche Macht ihre Ratschlüsse durchführt.
22. Wenn das Volk im Innern dieser Versammlungsorte zusammenkam, hat es dies immer ohne Furcht vor der Welt getan, immer voll Vertrauen in meine Gegenwart und meinen Schutz, und Ich habe ihm bewiesen, dass sein Glaube auf Wahrheit beruhte. (329, 28 - 30 ;37)
23. Eine neue Apostelschar entstand in dieser Gemeinschaft, bestehend aus schlichten und demütigen Herzen, die jedoch von Liebe und Glauben erfüllt waren, um Mir nachzufolgen. Natürlich fehlte unter ihnen nicht ein neuer Thomas, der sehen mußte, um an meine Gegenwart zu glauben - ein neuer Petrus, der, obwohl er an Mich glaubte, Mich aus Furcht vor den Menschen verleugnen würde, und ein neuer Judas Ischariot, der Mich verraten würde, indem er mein Wort und meine Wahrheit für Geld und Schmeicheleien verfälscht.
24. Die Scharen, die dies Volk bilden, vermehrten sich immerzu und verzweigten sich über Städte, Landstriche und Dörfer hinweg; und aus diesem Volk erstanden Apostel der Wahrheit und der Rechtschaffenheit, aufopferungsvolle Arbeiter voll Eifer in der Lehre ihres Herrn, und Propheten mit reinem Herzen, die die Wahrheit sprachen. (213, 72 - 73)
25. Bei meiner neuen Offenbarung habe Ich alles geändert: die Orte und die Mittel zur Kundgabe, um die Unwissenheit, den Irrtum und die falsche Auslegung zu beseitigen, die man meinen früheren Offenbarungen gegeben hat. So wie die Sonne im Osten aufgeht und ihr sie mittags auf dem höchsten Punkte seht, um hernach zu beobachten, wie sie im Westen untergeht, so ist das Licht meines Geistes im Laufe der Zeit vom Osten nach dem Westen weitergezogen, damit ihr meine Herrlichkeit und meine Macht nicht auf bestimmte Orte, Menschen oder Rassen begrenzt. (110, 9)
26. Es genügt Mir, dass Mich einige wenige vernehmen, denn diese werden morgen ihren Mitmenschen das Zeugnis davon überbringen. Ich weiß, dass wenn Ich alle Menschen herbeigerufen hätte, die meisten nicht gekommen wären, weil sie von den Geschäften der Welt in Anspruch genommen sind. Sie würden Mich leugnen und verhindern, dass die Menschen guten Willens herbeikommen, um Mich zu hören.
27. Hier, in der Abgeschiedenheit dieser unbedeutenden Orte, an denen Ich Mich kundtue, lasse Ich meinen Samen aufgehen. Ich vereine die schlichten Herzen in Gemeinden, und wenn sie dann vom Getöse des materialistischen Lebens entfernt sind, spreche Ich zu ihnen von der Liebe, dem Ewigen, dem Geiste, den wahren menschlichen und geistigen Werten, womit Ich bewirke, dass sie das Leben durch den Geist und nicht durch die Sinne betrachten.
28. Diese Kinderherzen nenne Ich Jünger, und sie, die nie etwas besessen haben, die nie von ihren Nächsten beachtet wurden, wurden von Genugtuung darüber erfüllt, von Mir gerufen worden zu sein, und sind zu einem neuen Leben auferstanden. Sie haben sich mit der Überzeugung und dem Hochgefühl erhoben, dass sie ihren Nächsten nützlich sein können, weil der Herr seine Offenbarungen in sie gelegt und ihnen den Weg der Liebe gezeigt hat.
29. Manche mögen sie verleugnen und sich über sie lustig machen, weil sie sich Jünger Jesu nennen - doch wahrlich, Ich sage euch, auch wenn ihnen diese Gnade abgesprochen wird, werden sie weiterhin meine Jünger sein. (191, 33 - 36)
30. Die Welt wartet darauf, dass meine Stimme sie ruft; das Herz der Menschen, obschon dem Glauben abgestorben, erwartet, dass sich ihm die Stimme Christi naht und ihm sagt: "Steh auf und wandle".
31. Die »Toten«, die »Blinden«, die Kranken und die Parias bilden ein sehr großes Volk. Ich werde zu ihnen kommen, denn jene, die seelisch oder körperlich leiden, sind am empfänglichsten für meine Gegenwart. Die Großen der Welt- jene, die Macht, Reichtümer und weltliche Herrlichkeiten haben, glauben Mich nicht zu benötigen und erwarten Mich nicht: Was könnte ihnen Christus denn geben, da sie doch sagen, schon alles zu haben? Etwa einige geistige Güter, oder einen Platz in der Ewigkeit? Das interessiert sie nicht!
32. Das ist der Grund dafür, weshalb Ich diese Scharen von Armen und Kranken an Leib und Seele gesucht habe, um meine Lehre bei ihnen kundzutun; denn sie sehnten sich nach Mir, sie suchten Mich. So war es nur natürlich, dass sie meine Gegenwart empfanden, als die Zeit kam, Mich aufs neue der Menschheit zu zeigen. (291, 32 - 34)
33. Wer an dieser Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen zweifelt, verhält sich so, als ob er seinen Status der Überlegenheit gegenüber den anderen Geschöpfen leugne - als ob er seinen eigenen Geist verneine und sich nicht des geistigen und verstandesmäßigen Niveaus bewusst werden möchte, das er durch unendlich viele Prüfungen, Leiden und Kämpfe erreicht hat.
34. Zu leugnen, dass Ich Mich mittels eures Verstandesvermögens oder eures Geistes kundtue, bedeutet sich selbst zu leugnen und sich auf den Platz der niederen Geschöpfe zu stellen.
35. Wer weiß nicht, dass der Mensch ein Kind Gottes ist? Wer weiß nicht, dass er einen Geist in sich trägt? Warum dann nicht glauben, dass es zwischen dem Vater und seinen Kindern eine oder mehrere Arten geben muss, sich gegenseitig zu verständigen?
36. Da Ich Intelligenz bin, wende Ich Mich an euch mittels eures Verstandesvermögens; da Ich Geist bin, wende Ich Mich an euren Geist. Doch wie wollen jene, die meine Kundgabe leugnen, diese Wahrheit begreifen und annehmen, wenn sie Mich nie als Geist betrachten und erkennen wollten? In ihren Herzen haben sie viele irrige Anschauungen entwickelt, wie jene, zu meinen, dass Ich ein göttliches Wesen mit menschlicher Gestalt bin, das durch Symbole und Bilder versinnbildlicht werden muss, um durch sie mit Mir in Verbindung zu treten.
37. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich die Menschen, die Mich auf diese Weise suchten, an die Stummheit ihrer Bildnisse und Skulpturen gewöhnt, vor denen sie beten und Riten darbringen, und in ihren Herzen hat sich schließlich die Auffassung herangebildet, dass niemand würdig ist, Gott zu schauen, zu hören oder zu fühlen. Indem sie sagen, dass Ich unendlich viel zu hoch bin, um Mich den Menschen zu nahen, glauben diese, Mir eine bewundernde Huldigung darzubringen. Doch sie irren sich; denn wer behauptet, dass Ich zu groß sei, um Mich mit so kleinen Geschöpfen wie dem Menschen abzugeben, ist ein Ignorant, der das Schönste leugnet, was mein Geist euch offenbart hat: die Demut.
38. Wenn ihr an Christus glaubt, wenn ihr behauptet, Christen zu sein, dürft ihr keine solch unsinnigen Vorstellungen hegen wie diejenige, zu meinen, dass ihr es nicht wert seid, dass euer Herr sich euch nähert. Habt ihr vergessen, dass gerade euer christlicher Glaube auf jenem Beweis Göttlicher Liebe beruht, als das »Wort« Gottes Mensch wurde? Welche greifbarere und menschlichere Annäherung konnte noch mehr dem Auffassungsvermögen der sündigen und fleischlichen Menschen mit verfinsterten Seelen und schwachem Verstande entgegenkommen als jene, in der Ich sie meine Göttliche Stimme, zu Menschenwort geworden, vernehmen ließ?
39. Dies war der größte Beweis von Liebe, Demut und Mitleid mit den Menschen, den Ich mit Blut besiegelte, damit euch immer vor Augen bliebe, dass niemand Meiner unwürdig ist, da Ich gerade um derer willen, die am meisten im Schlamm, im Dunkel und in den Lastern verloren waren, mein Wort Mensch werden ließ und den Lebenssaft meines Blutes vergoß.
40. Weshalb verneinen dann eben jene, die all dies glauben, jetzt meine Gegenwart und Kundgabe? Weshalb suchen sie zu behaupten, dass dies nicht möglich sei, weil Gott unendlich ist und der Mensch viel zu tiefstehend, viel zu unbedeutend und unwürdig sei? Wahrlich, Ich sage euch, wer meine Kundgabe in dieser Zeit leugnet, leugnet auch meine Gegenwart auf der Welt in jener "Zweiten Zeit" und leugnet auch meine Liebe und meine Demut.
41. Für euch, die Sünder, ist es nur natürlich, dass ihr euch in eurer Sünde ferne von Mir fühlt. Ich dagegen fühle, dass, je mehr Verfehlungen ihr begeht und je mehr ihr eure Seele befleckt, es umso notwendiger ist, dass Ich Mich euch zuwende, um euch das Licht zu geben, euch die Hand zu reichen, um euch zu heilen und zu retten.
42. Ich wußte, dass wenn Ich Mich meinen Kindern erneut kundtun würde, viele Mich leugnen würden, und deshalb kündigte Ich meine Wiederkunft schon damals an; aber gleichzeitig machte Ich begreiflich, dass meine Gegenwart dann geistig sein würde. Doch wenn ihr dies bezweifelt, so vergewissert euch anhand des Zeugnisses jener vier Jünger, die meine Worte in den Evangelien niederschrieben.
43. Hier bin Ich im Geiste und sende euch von der leuchtenden »Wolke« aus mein Wort und vermenschliche es durch diese Sprachrohre - als eine vorbereitende Unterweisung für jene Kundgabe, zu der ihr alle gelangen sollt: der Zwiesprache von Geist zu Geist. (331, 1 - 10 ; 13)
44. Die göttlichen Gedanken sind durch meine in Verzückung befindlichen Stimmträger in Worte übertragen worden, welche, zu Sätzen vereint, eine geistige Lehre gebildet und festgelegt haben, welche voll von Offenbarungen und vollkommenen Unterweisungen ist.
45. Dies ist der verheißene Tröster, dies ist jener angekündigte Geist der Wahrheit, der euch alles lehren würde. Die Zurüstung nimmt schon ihren Anfang, es kommen die Zeiten, in denen ihr Jenen benötigt, der, weil er Stärke in seinem Geiste besitzt, euch mit dem Adel und der Schlichtheit seines Herzens, mit Weisheit und Barmherzigkeit führt. (54, 51 - 52)
46. Meine Unterweisung kommt zu euch, um eurem Verstande Licht zu bringen. Doch wundert euch nicht über die Art und Weise, in der Ich in dieser Zeit zu euch gekommen bin; seid nicht verwirrt deswegen, doch laßt es auch nicht zur Routine werden.
47. Wenn mein Göttliches Licht zum Verstandesvermögen jenes Menschen gelangt, der Mir als Stimmträger dient, wird es zu Schwingungen verdichtet, die in Worte der Weisheit und Liebe umgewandelt werden. Wie viele Stufen der Leiter muß mein Geist herabsteigen, um in dieser Form zu euch zu gelangen! Und auch meine "Geistige Welt" mußte Ich euch senden, damit sie euch eine ausführliche Erläuterung meiner Unterweisungen gibt. (168, 48)
48. Ich tue Mich durch das menschliche Verstandesorgan kund, weil das Gehirn der durch den Schöpfer vollkommen geschaffene »Apparat« ist, damit sich in ihm die Intelligenz offenbare, welche das Licht des Geistes ist.
49. Dieser »Apparat« ist ein Modell, das ihr mit all eurer Wissenschaft niemals nachmachen könnt. Ihr werdet seine Form und seinen Aufbau als ein Vorbild für eure Schöpfungen verwenden; aber ihr werdet niemals die Vollkommenheit erreichen, welche die Werke eures Vaters haben. Warum zweifelt ihr dann daran, dass Ich das, was Ich geschaffen habe, benutzen kann? (262, 40 - 41)
50. Zu allen Zeiten war meine Liebe als Meister sorgfältig auf die Belehrung bedacht, welche die Menschen benötigten, und Ich bin immer zu ihnen gekommen, um im Einklang mit ihrer geistigen Reife und ihrer intellektuellen Entwicklung zu ihnen zu sprechen.
51. Ich bin zu euch gekommen, weil Ich gesehen habe, dass das Menschenwort und die Lehren, die ihr geschaffen habt, nicht den brennenden Durst eures Geistes stillen – Durst nach Licht, Durst nach Wahrheit, nach Ewigkeit und Liebe. Darum habe Ich Mich bei euch eingestellt und bediene Mich demütiger, unwissender und ungebildeter Menschen und veranlasse sie, in die Verzückung des Verstandes und des Geistes zu fallen, damit ihrem Munde die Botschaft der Dritten Zeit entströme.
52. Um würdig zu sein, meine Göttlichen Gedanken zu empfangen und zu übermitteln, mußten sie gegen die Vermaterialisierung und die Versuchungen der Welt kämpfen. Auf diese Weise die eigene Persönlichkeit zurückdrängend und ihre Eitelkeit züchtigend, haben sie eine völlige Hingabe ihres Wesens in den kurzen Zeitspannen erlangt, in denen sie ihr Verstandesorgan der göttlichen Inspiration darboten und so ermöglichten, dass von ihren Lippen ein Wort voller Weisheit, Zärtlichkeit, Gerechtigkeit, Balsam und Frieden kam.
53. Es wird immer welche geben, die nicht begreifen können, wie es kommt, dass die Stimmträger so viel Wissen in Worten ausdrücken und soviel Lebensessenz auf den Geist der Zuhörerscharen ausgießen können, ohne dass mein Geist zu diesen Gehirnen herabkommt, und nur ein Strahl meines Lichtes sie erleuchtet. Darauf sage Ich euch, dass auch das Königsgestirn – wie ihr die Sonne nennt – nicht nötig hat, zur Erde zu kommen, um sie zu erhellen, da das Licht, das sie aus der Entfernung zu eurem Planeten sendet, genügt, um ihn in Licht, Wärme und Leben zu baden.
54. Ebenso erleuchtet und belebt der Geist des Vaters wie eine Sonne von unendlicher Strahlkraft alles durch das Licht, das Er auf alle Geschöpfe herabsendet- sowohl geistige, als auch materielle.
55. Begreift also, dass, wo mein Licht ist, auch mein Geist gegenwärtig ist. (91, 12 - 16)
56. Ein Lichtfunke meines Geistes, eine Widerspiegelung des Göttlichen Wortes ist es, was auf den Geist des Stimmträgers herniederfällt, durch den Ich euch meine Botschaft vernehmbar mache. Welcher menschliche Stimmträger könnte die ganze Macht des »Wortes« empfangen? Keiner. Und wahrlich, Ich sage euch, ihr wisst noch nicht, was das »Wort« ist.
57. Das »Wort« ist Leben, ist Liebe, ist Wort Gottes, doch von all dem kann der Stimmträger nur ein Atom empfangen. Aber hier, in jenem Lichtstrahl, in jener Essenz werdet ihr das Unendliche, das Absolute, das Ewige entdecken können.
58. Um von Mir zu sprechen, kann Ich dies sowohl durch große Werke, als auch durch kleine und begrenzte Bekundungen tun. Ich bin in allem, alles spricht von Mir, das Große wie das Kleine ist gleich vollkommen. Der Mensch muss nur zu beobachten, nachzudenken und zu studieren verstehen. (284, 2 - 3)
59. Mein »Wort« ist nicht nochmals Mensch geworden. Ich bin in dieser Zeit "auf der Wolke", dem Sinnbild für das Jenseits, von dem Mein Strahl ausgeht, welcher den Verstand des Stimmträgers erleuchtet.
60. Es hat Mir wohlgefallen, Mich durch den Menschen mitzuteilen, und mein Entschluß ist vollkommen. Ich kenne den Menschen, denn Ich habe ihn geschaffen. Ich halte ihn für würdig, denn er ist mein Kind, denn er ging aus Mir hervor. Ich kann Mich seiner bedienen, denn dafür schuf Ich ihn, und Ich kann meine Herrlichkeit durch seine Vermittlung offenbaren, weil Ich ihn schuf, um Mich in ihm zu verherrlichen.
61. Der Mensch! Er ist mein Ebenbild, weil er Intelligenz, Leben, Bewußtsein, Wille ist, weil er etwas von all meinen Eigenschaften besitzt und sein Geist der Ewigkeit angehört.
62. Oftmals seid ihr unbedeutender, als ihr geglaubt habt, und ein andermal seid ihr größer, als ihr euch vorstellen könnt. (217, 15 - 18)
63. Wenn ihr ein wenig nachdenkt und die Schriften studiert, werdet ihr erkennen, dass bei allen Propheten ein einziger geistiger Gehalt zum Ausdruck kam, den sie in ihrem Worte den Menschen übergaben. Sie gaben den Menschen Ermahnungen, Offenbarungen und Botschaften, ohne die Irrtümer des vermaterialisierten Kultes, den das Volk in jenen Zeiten ausübte. Sie lehrten, das Gesetz und das Wort Gottes zu befolgen, und sie halfen den Menschen, mit ihrem Himmlischen Vater in Verbindung zu treten.
64. Volk, findest du nicht eine große Ähnlichkeit zwischen jenen Propheten und diesen Stimmträgern, durch die Ich derzeit zu euch spreche? Auch auf die Lippen dieser letzteren lege Ich die Essenz meines Gesetzes, durch ihre Worte erreicht euch meine Inspiration, und strahlend bricht aus diesen die Unterweisung hervor, die die Zuhörer dazu auffordert, ihren Herrn auf die lauterste Weise zu suchen. Sie sprechen, ohne Furcht davor, dass unter den vielen, die ihnen zuhören, auch Auskundschafter oder Fanatiker sind. Sie erfüllen hingebungsvoll ihre Aufgabe im Dienste ihres Vaters, damit er durch sie zur Menschheit spricht und ihr diese Unterweisungen gibt, die den Menschen neue Wege des Lichtes eröffnen werden.
65. Volk, es besteht nicht nur eine große Ähnlichkeit zwischen jenen Propheten und diesen Stimmträgern, sondern es gibt auch eine vollkommene Beziehung zwischen ihnen. Jene kündigten diese an, und was jene vor langer Zeit voraussagten, schauen jetzt diese Diener. (162, 9 - 11)
66. Nicht alle meine Stimmträger waren fähig und willens, sich vorzubereiten, um Mir zu dienen, und oftmals musste Ich mein Licht auf unreine Verstandesorgane herabsenden, die mit Unnützem, wenn nicht sogar mit Sündhaftem beschäftigt waren. Sie haben durch ihre Verfehlung meine Gerechtigkeit auf den Plan gebracht, denn ihr Verstand war jeder Inspiration beraubt und ihre Lippen jeder Beredsamkeit, um die Göttliche Botschaft auszudrücken.
67. In diesen Fällen hat die Hörerschar ihre Ohren gegenüber jenen armseligen Kundgaben verschlossen, hat dafür jedoch ihren Geist geöffnet, um in ihm meine Gegenwart zu fühlen und meine Essenz zu empfangen. Das Volk nährte sich von der Essenz, die ihr meine Barmherzigkeit in jenem Augenblicke sandte; aber der Stimmträger verhinderte eine Botschaft, die nicht von seinen Lippen kam, und zwang so die Anwesenden, von Geist zu Geist mit ihrem Meister Zwiesprache zu halten, obwohl sie noch nicht vorbereitet waren, meine Inspiration in dieser Form zu empfangen. (294, 49)
68. Die Unterweisung des Meisters beginnt immer in derselben Weise, weil sie die gleiche Liebe enthält. Sie beginnt in Liebe und endet in Barmherzigkeit - zwei Worte, in denen meine ganze Lehre enthalten ist. Diese hohen Empfindungen sind es, die dem Geist Kraft geben, um die Regionen des Lichtes und der Wahrheit zu erreichen. (159, 26)
69. Ihr könntet sagen, dass die äußere Form der Sprache, in der Ich in der "Zweiten Zeit" sprach, und diejenige, die Ich jetzt gebrauche, unterschiedlich ist, und zum Teil würdet ihr recht haben. Denn Jesus sprach damals zu euch mit den Ausdrucksweisen und den Redewendungen der Völkerschaften, in denen er lebte, so wie Ich es heute im Hinblick auf die Geistesart derer tue, die mein Wort vernehmen. Aber der geistige Gehalt, den jenes Wort vermittelt, das damals und heute gegeben wurde, ist derselbe, ist ein einziger, ist unwandelbar. Dennoch ist dies von vielen unbeachtet geblieben, deren Herzen verhärtet und deren Verstand verschlossen ist. (247, 56)
70. O Ungläubige! Kommt und hört Mir oft zu, mein Wort wird euren Zweifel überwinden. Wenn ihr den Eindruck habt, dass die Ausdrucksweise meines Wortes nicht dieselbe ist, die Ich einst hatte, so sage Ich euch, dass ihr euch nicht an die Form, an das Äußerliche halten sollt, sondern den Sinngehalt suchen sollt, welcher der gleiche ist.
71. Die Essenz, der Sinngehalt ist immer nur einer, weil das Göttliche ewig und unwandelbar ist; aber die Form, in der die Offenbarung zu euch gelangt oder durch welche Ich euch einen weiteren Teil der Wahrheit wissen lasse, zeigt sich immer im Einklang mit der Aufnahmefähigkeit oder der Entwicklung, die ihr erreicht habt. (262, 45)
72. Wahrlich, Ich sage euch, in den Augenblicken, in denen mein Wort das Verstandesvermögen des Menschen durchstrahlt, sind hier Tausende und Abertausende von entkörperten Wesenheiten bei meiner Kundgebung anwesend und lauschen meinem Worte; ihre Zahl ist immer größer als die derer, die sich in der Materie einstellen. Wie ihr, dringen sie langsam aus der Finsternis empor, um in das Reich des Lichtes einzugehen. (213, 16)
73. Dieses mein Wort hört ihr auf Erden durch das menschliche Verstandesvermögen, und auf einer höheren Lebenstufe als der euren vernehmen es die Bewohner derselben, andere Seelen, gleichfalls; ebenso wie es die Geistwesen anderer, noch höherer Lebensebenen hören, die dort zuhause sind. Denn dies »Konzert«, das der Vater in der "Dritten Zeit" mit den Lichtgeistern aufführt, ist universell.
74. Ich habe es gesagt: Mein Strahl ist universell, mein Wort und meine (darin enthaltene) Geistessenz sind gleichfalls universell, und selbst auf der höchsten Stufe, welche Geister erreicht haben, vernehmen sie Mich. Ihr hört Mich derzeit bei dieser Kundgabe auf die unvollkommenste Art und Weise, welche die durch den Menschen ist.
75. Deshalb bereite Ich euch nun für höhere Kundgaben vor, damit ihr, wenn ihr in das Geistige eingeht und diese Erde ganz verlaßt, euch dann mit einer neuen Lebensstufe vereinen könnt, um das »Konzert« zu vernehmen, das der Vater mit eurem Geist zusammen aufführt.
76. Heute befindet ihr euch noch in der Materie, erquickt euer Herz und euren Geist an diesem Worte, und jene Wesen, die euch auf Erden angehörten, die ihr noch immer Vater, Gatte, Gattin, Bruder, Kind, Verwandte oder Freund nennt, sind auf anderen Lebenstufen und vernehmen das gleiche Wort; doch für sie ist sein Sinngehalt, seine Essenz eine andere, auch wenn sie dieselbe Beglückung, dieselbe Erquickung, die gleiche Ermutigung und dasselbe Brot genießen. (345, 81 - 82)
77. Ich sende zu jeder Welt einen Strahl meines Lichtes. Zu euch habe Ich dies Licht in Form von menschlichen Worten gelangen lassen, so wie es zu anderen Heimstätten mittels Inspiration gelangt.
78. Im Lichte jenes Göttlichen Strahlens werden sich alle Geister vereinen, indem sie aus ihm eine Himmelsleiter machen, die sie zum selben Punkt geleitet, zum Geistigen Reich, das euch allen verheißen ist, die ihr geistige Teilchen meiner Göttlichkeit seid. (303, 13 - 14)
79. Mein Reich kommt auf die leidende Menschheit herab, und mein Wort ertönt durch die Auserwählten dieser Zeit, damit jene, die Mich vernehmen, zum Trost ihrer Mitmenschen werden.
80. Zu allen Zeiten hatte Ich Mittler zwischen den Menschen und meiner Göttlichkeit; es waren die von Herzen Sanftmütigen und Demütigen, derer Ich Mich bedient habe. Ich bereite nun die neuen Botschafter meiner Unterweisungen vor, damit diese Frohbotschaft unter den Menschen das Erwachen zum Geistigen Leben sei.
81. Wieviele derer, die befähigt sind, eine edle geistige Mission zu erfüllen, schlafen noch, über die Welt verstreut! Sie werden erwachen, und ihren geistigen Fortschritt werden sie beweisen, wenn sie in der Hochherzigkeit ihrer Empfindungen zu nützlichen Wesen für ihre Nächsten werden. Sie werden demütig sein und niemals mit Überlegenheit prahlen. (230, 61 - 63)
82. Mein Werk muss unverfälscht zur Menschheit gelangen, damit diese aufbricht, um mein Gesetz zu erfüllen, indem sie das Kreuz ihrer Erlösung umarmt.
83. Ich habe es den Menschen, der ganzen Menschheit verheißen, und Ich werde es erfüllen, weil mein Wort das eines Königs ist; Ich werde ihr durch meine Jünger den goldenen Weizen meines Wortes senden, und dieser wird den Menschen zur Zurüstung dienen, damit sie sich bald der Zwiesprache von Geist zu Geist erfreuen können. Denn nach 1950 werde Ich Mich weder hier noch an irgendeinem anderen Ort nochmals durch das Verstandesvermögen eines Stimmträgers kundgeben. (291, 43 - 44)
1. Wenn es auf der Welt keine Unwissenheit gäbe, wenn kein Blut flösse, wenn es nicht Schmerz und Elend gäbe, wäre kein Grund vorhanden, dass mein Geist sich materialisiert, indem er sich euren Sinnen wahrnehmbar macht. Aber ihr braucht Mich. Ich weiß, dass nur meine Liebe euch in diesen Zeiten retten kann, und daher bin Ich gekommen.
2. Wenn Ich euch nicht lieben würde – was würde es schon bedeuten, dass ihr euch zugrunderichtet, und was bedeutete schon euer Schmerz? Doch Ich bin euer Vater – ein Vater, der den Schmerz des Kindes in sich fühlt, weil jedes Kind ein kleiner Teil von ihm ist. Darum gebe Ich euch in jedem meiner Worte und in jeder Inspiration das Licht der Wahrheit, das für den Geist das Leben bedeutet. (178, 79 - 80)
3. Hier bin Ich unter euch und poche an euer Herz. Meint ihr etwa, dass mein Friede vollkommen ist, wenn Ich euch in ständigen Feindschaften verstrickt sehe? Deshalb bin Ich als Großer Streiter gekommen, um gegen die Finsternis und das Böse zu kämpfen, und mit Mir sind gleichfalls die Geister des Guten gekommen, die Geistige Welt, um mein Werk zu vollenden. Wie lange wird dieser Kampf dauern? : Bis alle meine Kinder gerettet sind. Aber Ich habe nicht Schmerz mit Mir gebracht, Ich will euch nur durch Liebe umwandeln. (268, 31)
4. Mein Wort wird den Menschen wie in vergangenen Zeiten wiederum unbequem sein, doch werde Ich ihnen die Wahrheit sagen. Ohne jemanden bloßzustellen, nannte Ich den Heuchler einen Heuchler, den Ehebrecher einen Ehebrecher, und böse den Bösewicht. Die Wahrheit war entstellt worden, und es war notwendig, dass sie wieder erstrahlte, so wie jetzt, wo die Wahrheit verheimlicht worden ist, und deshalb muß sie erneut vor den Augen der Menschen ans Licht kommen. (142, 31 o.)
5. Nicht ein Mal, sondern mehrere Male und auf verschiedene Weise verkündete und verhieß Ich meinen Jüngern mein erneutes Kommen. Ich kündigte euch die Zeichen an, die mein Kommen anzeigen würden – Zeichen in der Natur, Ereignisse in der Menschheit, weltweite Kriege, die Sünde auf ihrem Höhepunkt. Damit die Welt nicht einem Irrtum erliege und Mich erneut als Mensch erwarte, ließ Ich sie wissen, dass Christus "auf der Wolke" käme, das heißt im Geiste.
6. Jene Verheißung wurde erfüllt. Hier ist der Meister im Geiste und spricht zur Welt. Hier ist der Herr des Friedens und des Reiches des Lichts, der eine unermeßlich große Arche baut, in der die Menschen Zuflucht finden und sich retten können wie in der "Ersten Zeit", als Noah die Arche baute, um den menschlichen Samen zu retten. (122, 52 - 53)
7. Die Art und Weise, in der Ich Mich in dieser Zeit offenbart habe, ist anders als die der "Zweiten Zeit", doch meine Absicht ist die gleiche: Die Menschheit zu retten, sie aus jenem Wirbelsturm entfernen, dem sie auf ihrem Weg begegnet ist und dem sie nicht zu entrinnen vermochte.
8. Die Versuchung ist in all ihrer Macht entfesselt, und der Mensch ist wie ein kleines Kind gefallen und hat große Leiden erfahren. Er leert seinen Leidenskelch und ruft nach Mir in seiner tiefen Verwirrung, und der Vater ist bei ihm gewesen.
9. Noch sind in dem Kelch die Hefen übrig geblieben,
doch Ich werde euch helfen, jene Schmerzen zu ertragen, welche die Folge eures
Ungehorsams sind. Wohl euch, die ihr Mich hört, denn
ihr werdet stark sein! Doch was wird mit den anderen
sein, wenn sie jenes große Leid trifft? Wird ihre Seele aus Mangel an Glauben
zusammenbrechen? Das Gebet Israels11 muß ihnen
Halt geben. (337, 38)
11
Dieser Name bezieht sich auf das neue Gottesvolk, das »Geistige Israel«, nicht
auf die Bewohner des Staates Israel oder das jüdische Volk insgesamt (Näheres
siehe Kap. 39)
10. Ich suche euch mit unendlicher Liebe. Ich habe in euren Geist soviel Anmut und so viele Gaben gelegt, dass Ich nicht bereit bin, auch nur ein einziges meiner Kinder zu verlieren. Ihr seid Teil meines Geistes, seid etwas von meinem Wesen – kann es falsch sein, dass Ich euch mit soviel Eifer und solcher Liebe suche ?
11. Immer, wenn Ich herabkomme, um euch mein Wort zu geben, finde Ich »Letzte« unter den Scharen; es sind jene, die Mich in ihren Herzen am meisten fragen. Doch Ich bin ihnen zu Gefallen und antworte immer auf ihre Fragen.
12. Heute fragen Mich die Zuletztgekommenen, was der Zweck meiner Wiederkunft ist, worauf Ich antworte, dass der Sinn der ist, den Menschen zu befähigen, durch sich selbst zu seiner ursprünglichen Reinheit zurückzukehren. (287, 19 - 20)
13. Die "Dritte Zeit" ist für die Menschheit voll und ganz angebrochen. Es sind etwa 2000 Jahre vergangen, seit Ich euch mein Wort gegeben habe; doch jene Lehre ist trotz der verstrichenen Zeit noch nicht von der ganzen Menschheit erkannt worden, weil Ich nicht von all meinen Kindern geliebt werde. Dennoch bringen Mir alle Verehrung entgegen, alle suchen einen einzigen Göttlichen Geist, welcher der meine ist. Doch Ich sehe keine Einigkeit unter den Menschen, Ich sehe unter ihnen nicht denselben Glauben, dieselbe Erhebung und Erkenntnis, und daher komme Ich als Heiliger Geist, um sie in Mir zu vereinen, um sie mit meiner Lehre der Wahrheit zu vervollkommnen, mit meinem unwandelbaren Worte, mit meinem Gesetz der Liebe und Gerechtigkeit. (316, 4)
14. Die Trübung des Verstandes, der Mangel an Glauben, die Unkenntnis der Wahrheit sind Finsternis für die Seele, und darum befindet sich die Menschheit heute auf einem Irrweg. Wie haben sich jene Menschen vermehrt, die dahinleben, ohne zu wissen oder wissen zu wollen, wohin sie gehen!
15. Ich wußte, dass für die Menschen eine solche Zeit kommen würde, voller Schmerz, Verwirrung, Unsicherheit und Mißtrauen. Ich versprach, euch aus dieser Finsternis zu retten, und hier bin Ich: Ich bin der Geist der Wahrheit. Weshalb wollt ihr Mich erneut als Mensch? Erinnert ihr euch nicht, dass Ich als Mensch starb und euch sagte, dass Ich euch in meinem Reiche erwarten würde? Damit machte Ich euch begreiflich, dass die Geist ewig ist, unsterblich. (99, 7 - 8)
16. Mein Wort in dieser Zeit erinnert euch an das
Vergangene, offenbart euch die Geheimnisse und kündigt euch das Kommende an. Es
wird alles richtigstellen, was die Menschen verbogen und entkräftet haben; denn
Ich als
Hüter der Wahrheit komme mit dem Schwert meines
Eifers und meiner Gerechtigkeit, um alles Falsche niederzureißen, um die
Heuchelei und die Lüge zu zerschlagen, um erneut die Händler aus dem Tempel der
Wahrheit zu verjagen.
17. Begreift, dass ihr die Wahrheit nicht in Büchern, Ratschlägen oder Geboten von Menschen zu suchen braucht, um euer Seelenheil zu erlangen.
18. Ihr alle müßt gerettet werden, Ich entdecke nicht einen, der bereits auf festem Boden steht. Ihr seid Schiffbrüchige inmitten einer Sturmesnacht, in der jeder um sein eigenes Leben ringt, ohne an seinen Nächsten zu denken, weil sein Leben in Gefahr ist.
19. Doch wahrlich, Ich sage euch, Ich bin euer einziger Retter, der ein weiteres Mal auf der Suche nach denen herbeikommt, die sich verirrt haben, weil sie sich von der Schiffahrtsroute entfernt haben, welcher das Gesetz ist. Ich erhelle euren Weg, damit ihr an Land kommt, zu jenem gesegneten Land, das euch erwartet, weil es in seinem Schoße unendliche Schätze für den Geist birgt. (252, 37 - 40)
20. So, wie man den Göttlichen Weisungen einst falsche Deutungen gegeben hat, ebenso wurde meine Lehre in dieser Zeit verfälscht; und so wurde es notwendig, dass der Meister erneut kam, um euch zu helfen, euch von euren Irrtümern frei zu machen, da es von sich aus nur sehr wenige schaffen, sich aus ihren Verirrungen zu befreien.
21. Zwar versprach Ich euch schon damals, dass Ich wiederkommen würde; doch muß Ich euch auch dies sagen, dass Ich es tat, weil Ich wußte, dass eine Zeit kommen würde, in der die Menschheit in der Überzeugung, auf dem Wege meiner Lehren zu wandeln, sehr weit von ihnen entfernt sein würde; und dies ist die Zeit, für die Ich meine Wiederkunft ankündigte. (264, 35 - 36)
22. In der Zweiten Zeit wurde Christus – derselbe, der in diesem Augenblicke zu euch spricht – Mensch und wohnte auf Erden. Doch jetzt ist er im Geiste bei euch und erfüllt so ein Versprechen, das er der Menschheit gegeben hat: das Versprechen, in einer neuen Zeitepoche wiederzukommen, um euch den höchsten Trost und das Licht der Wahrheit zu bringen und dabei alles zu erhellen und zu erläutern, was den Menschen offenbart worden ist. (91, 33)
23. Die Menschheit ist orientierungslos, doch Ich bin gekommen, um sie durch das Licht des Heiligen Geistes zu führen, und damit sie mein Wort an seinem Sinngehalt erkennt.
24. Im Laufe der Zeit sind jene Schriften, die meine Jünger hinterließen, von den Menschen verändert worden, und darum gibt es Zwietracht unter den Konfessionen. Doch Ich werde alle meine Lehren erläutern, um die Menschheit in einem einzigen Licht und in einem einzigen Willen zu vereinigen. (361, 28 - 29)
25. Heute bricht für die Welt eine neue Etappe an, in der der Mensch größere Freiheit im Denken erstreben wird, in der er kämpfen wird, um die Ketten der Knechtschaft zu sprengen, die sein Geist mit sich geschleppt hat. Es ist die Zeit, in der ihr die Völker im Verlangen nach geistiger Nahrung und wahrem Licht die Schranken des Fanatismus überschreiten sehen werdet, und Ich sage euch, dass keiner, der auch nur einen Augenblick das Glück erlebt, sich frei zu fühlen, um nachzudenken, zu forschen und zu handeln, jemals wieder freiwillig in sein Gefängnis zurückkehren wird. Denn nun haben seine Augen das Licht geschaut, und sein Geist war entzückt angesichts der Göttlichen Offenbarungen. (287, 51)
26. Ich wußte, dass die Menschen meine Lehre von Generation zu Generation immer mehr mystifizieren, mein Gesetz verändern und die Wahrheit verfälschen würden. Ich wußte, dass die Menschen meine Verheißung zurückzukehren, vergessen würden und dass sie sich nicht mehr als Brüder betrachten, sich gegenseitig mit den grausamsten, feigsten und unmenschlichsten Waffen töten würden.
27. Doch nun ist die Zeit und der verheißene Tag gekommen und hier bin Ich. Verurteilt nicht die Art und Weise, die Ich gewählt habe, um Mich euch kundzutun; denn nicht die Welt hat Mich zu richten, sondern Ich bin es, der die Menschheit richtet, weil jetzt die Zeit ihres Gerichts ist.
28. Ich errichte ein Reich im Herzen der Menschen – kein irdisches Reich, wie viele es erwarten, sondern ein geistiges – dessen Macht der Liebe und der Gerechtigkeit entspringt und nicht den Mächten der Welt.
29. Ich sehe, dass manche erstaunt sind, Mich so sprechen zu hören; doch Ich frage euch: Warum wollt ihr Mich euch immer mit Seide, Gold und Edelsteinen bekleidet vorstellen? Warum wollt ihr zu allen Zeiten, dass mein Reich von dieser Welt ist, während Ich euch das Gegenteil offenbarte? (279, 61 - 64)
30. Ich habe euch bereits vorausgesagt, dass der Kampf heftig sein wird, denn jeder hält seine Religion für vollkommen und seine Art sie auszuüben, für untadelig. Doch Ich sage euch, dass wenn es so wäre, Ich keinen Grund gehabt hätte, in dieser Zeit zu kommen und zu euch zu sprechen.
31. Ich gebe euch durch Inspiration eine zutiefst geistige Lehre, weil Ich sehe, dass das Heidentum in euren Kultformen regiert und dass der schlechte Same des Fanatismus euch mit Unwissenheit und Haßgefühlen vergiftet hat.
32. Mein Schwert des Lichtes ist in meiner Rechten, Ich bin der Streiter und König, der alles Widersetzliche, alles bestehende Übel und alles Falsche zerstört. Wenn mein Kampf zu Ende ist, und die Herzen gelernt haben, sich zu vereinen, um zu beten und zu leben, wird der Blick eures Geistes Mich im unendlichen Licht und im ewigen Frieden entdecken. "Dies ist mein Reich", werde Ich euch sagen, "und Ich bin euer König, denn dazu bin Ich da, und dazu habe Ich euch erschaffen: um zu herrschen." (279, 72 - 74)
33. Alle Menschen wissen, dass Ich der Vater alles Geschaffenen bin und dass die Bestimmung der Wesen in Mir ist. Dennoch habe Ich von ihnen weder ihre Aufmerksamkeit noch ihre Achtung empfangen. Sie erschaffen gleichfalls, sind auch Herren, und glauben Macht zu haben über das Geschick ihrer Nächsten – wozu sich also vor Mir beugen?
34. Auf diese Weise hat der Mensch meine Geduld auf die Probe gestellt und meine Gerechtigkeit herausgefordert. Ich habe ihm Zeit gegeben, um die Wahrheit zu finden, aber er hat nichts von Mir annehmen wollen. Ich kam als Vater und wurde nicht geliebt; danach kam Ich als Meister und wurde nicht verstanden; doch da es notwendig ist, die Menschheit zu retten, komme Ich jetzt als Richter. Ich weiß, dass der Mensch gegen meine Gerechtigkeit aufbegehren wird, denn er wird Mich auch als Richter nicht verstehen und wird sagen, dass Gott sich gerächt hat.
35. Ich wollte, alle würden begreifen, dass Gott keine Gefühle der Rache hegen kann, weil Seine Liebe vollkommen ist. Ebensowenig kann er den Schmerz senden; ihr selbst seid es, die ihn durch eure Sünden anzieht. Meine Göttliche Gerechtigkeit steht über eurem Leid und selbst eurem Tod. Der Schmerz, die Hindernisse, die Mißerfolge sind die Prüfungen, die der Mensch sich ständig auferlegt, und die Früchte seiner Saat sind das, was er nach und nach erntet. Mir genügt es, bei jeder dieser Lebenskrisen mein Licht zu eurem Geiste gelangen zu lassen, damit er sein Heil erreicht. (90, 5 - 7)
36. Es ist der Geist der Wahrheit, der herniederkommt, um Geheimnisse aufzuklären und euch das notwendige Wissen zu offenbaren, um euch des wahren Lebens zu erfreuen. Er ist der Göttliche Trost, der sich auf eure Leiden ergießt, um euch ein Zeugnis dafür zu geben, dass das Göttliche Gericht nicht Strafe noch Rache ist, sondern ein Gericht der Liebe, um euch zum Licht, zum Frieden und zur Seligkeit zu bringen. (107, 24)
37. Wisset, dass der, der etwas von dem versteht und erkennt, das jenen vorbehalten ist, die sich emporschwingen, seinen Geist nicht mehr von jenem Lichte losreißen kann, das ihm offenbart wurde. Ob er unbekannte Welten betritt oder ein ums andere Mal zur Erde zurückkehrt: was er einmal als einen göttlichen Lichtfunken empfing, wird immer wieder aus dem Reinsten seines Wesens empordringen als Ahnung, als eine Göttliche Inspiration. Zuweilen wird es wie ein süßes Erwachen oder wie ein himmlischer Gesang aufleben, welcher das Herz mit Wonne überfluten wird, wie eine Sehnsucht nach Rückkehr in die geistige Heimat. Das ist es, was meine Lehre für die Seelen bedeutet, die in dieses Leben zurückkehren. Dem Anschein nach vergißt der Geist seine Vergangenheit, aber in Wahrheit verliert er die Kenntnis meiner Unterweisung nicht.
38. Denen, die daran zweifeln, dass es das Göttliche Wort ist, das in diesem Augenblick und in dieser Form zu ihm spricht, sage Ich, dass, wenn sie Mir nicht jenen Namen geben wollen, wenn sie dies Wort nicht dem Göttlichen Meister zuschreiben wollen, sie sich den Sinngehalt dieser Unterweisung vornehmen, jedem seiner Gedanken auf den Grund gehen sollen; und wenn sie beim Nachdenken über das, was sie vernommen haben, zu dem Schluss kommen, dass es Licht und Wahrheit für die Menschheit enthält, sollen sie es als Maßstab für ihre Schritte auf Erden verwenden und damit ihr Leben umwandeln.
39. Ich weiß, dass Ich euch die wahre Weisheit übergebe; was die Menschen glauben, ändert nicht das Geringste an meiner Wahrheit. Doch es ist notwendig, dass der Mensch die Gewissheit dessen hat, was er glaubt, was er weiß und was er liebt. Nur deswegen stelle Ich Mich bisweilen in meinen Kundgebungen auf das Niveau der Menschheit, um so zu erreichen, dass sie Mich erkennt. (143, 54 - 56)
40. Die Vorstellung, die die Menschen von Mir haben, ist sehr begrenzt, ihre Erkenntnis über das Geistige sehr gering, ihr Glaube sehr klein.
41. Die Religionen schlummern in einem jahrhundertelangen Traum, ohne einen Schritt voranzukommen, und wenn sie erwachen, sind sie nur in ihrem Innern rege und wagen nicht, den Kreis zu durchbrechen, den sie sich durch ihre Traditionen geschaffen haben.
42. Es werden die Geringgeachteten, die Armen, die Einfachen und Unwissenden sein, die im Verlangen nach Licht, nach einem reinen geistigen Umfeld, nach Wahrheit und Fortschritt jenen Kreis verlassen. Sie sind es, die die Glocke und den Weckruf erschallen lassen werden, wenn sie die Zeit meiner neuen Offenbarungen im Zeitalter der Vergeistigung kommen fühlen.
43. Die Menschen möchten das Geheimnis des Geistigen Lebens entdecken - jenes Daseins, in das sie unwiderruflich eingehen müssen und welches kennenzulernen sie eben deshalb interessiert.
44. Die Menschen fragen, betteln, bitten um Licht aus Barmherzigkeit, weil sie die Notwendigkeit zur Vorbereitung fühlen; doch als Antwort auf alles sagt man ihnen, dass das Geistige Leben ein Geheimnis sei und dass der Wunsch, den Schleier zu lüften, der es bedeckt, eine Anmaßung und eine Gotteslästerung sei.
45. Wahrlich, Ich sage euch, jene nach Wahrheit und nach Licht Dürstenden werden die Quelle, deren Wasser ihren Durst löscht, nicht auf der Welt finden. Ich werde es sein, der jenes Wasser der Weisheit, das die Seelen zu trinken verlangen, vom Himmel herabsendet. Ich werde meinen Brunnquell der Wahrheit auf jeden Geist und jeden Verstand ergießen lassen, damit die "Geheimnisse" zunichte werden. Denn Ich sage euch noch einmal, dass nicht Ich es bin, der sich für die Menschen in Geheimnisse hüllt, sondern ihr es seid, die sie erschaffen.
46. Zwar wird es in eurem Vater immer etwas geben, das ihr niemals erkennen werdet, wenn ihr bedenkt, dass Gott unendlich ist, und dass ihr nur Partikelchen seid. Aber dass ihr nicht wissen sollt, wer ihr in der Ewigkeit seid, dass ihr für euch selbst ein undurchdringliches Geheimnis sein sollt, und dass ihr warten müßt, bis ihr in das Geistige Leben eintretet, um es kennenzulernen - dies ist von Mir nicht vorgeschrieben.
47. Es ist richtig, dass in den vergangenen Zeiten nicht in dieser Weise zu euch gesprochen wurde und auch keine weitreichende Aufforderung dazu erging, in das Licht geistiger Erkenntnisse vorzudringen; aber nur deshalb nicht, weil die Menschheit in der Vergangenheit nicht die dringende Notwendigkeit, zu wissen, fühlte, die sie heute fühlt, noch geistig und verstandesmäßig befähigt war, zu verstehen. Wenn sie auch immer suchte und herumstocherte, so geschah dies doch mehr aus Neugierde als aus wirklichem Verlangen nach Licht.
48. Damit die Menschen den Weg finden, der sie zu jenem Lichte führt, und damit sie in der Lage sind, jenes Wasser der Quelle des Lebens und der Weisheit zu empfangen, müssen sie zuvor jeden äußerlichen Kult aufgeben und aus ihren Herzen jeden Fanatismus beseitigen. Wenn sie dann in ihren Herzen die Gegenwart des lebendigen und allmächtigen Gottes zu fühlen beginnen, werden sie aus dem Innersten ihres Wesens eine neue, unbekannte Andächtigkeit aufsteigen fühlen, voll Empfindung und Aufrichtigkeit, voll Erhebung und Herzlichkeit, welche das wahre Gebet sein wird, offenbart durch den Geist.
49. Dies wird der Beginn seines Aufstiegs zum Lichte sein, der erste Schritt auf dem Wege zur Durchgeistigung. Wenn der Geist dem Menschen das echte Gebet offenbaren kann, wird er ihm auch alle Fähigkeiten offenbaren können, die er besitzt, sowie die Art und Weise, sie zu entfalten und auf den Weg der Liebe zu leiten. (315, 66 - 75)
50. Ihr könnt in meiner Kundgebung dieselben Unterweisungen wie die der "Zweiten Zeit" finden; aber in dieser Ära habe Ich euch durch das Licht meines Heiligen Geistes das Unergründliche offenbart, und in der Zwiesprache von Geist zu Geist werde Ich euch weiterhin neue und sehr große Lehren offenbaren. Den ganzen Inhalt des Sechsten Siegels werde Ich euch in dieser Offenbarungsepoche bekanntgeben, die euch für die Zeit vorbereiten wird, in der Ich das Siebte Siegel lösen werde. So werdet ihr das »Unergründliche« immer mehr erkennen; so werdet ihr entdecken, dass die Geistige Welt die Heimstätte aller Geistwesen ist, das unendliche und wunderbare Vaterhaus, das euch im hohen Jenseits erwartet, wo ihr den Lohn für die Werke empfangen werdet, die ihr mit Liebe und Barmherzigkeit an euren Mitmenschen getan habt. (316, 16)
51. Ich gebe euch Meine Unterweisung nicht nur als einen moralischen Zügel für eure materielle Natur; vielmehr könnt ihr mit ihr die größeren Höhen eurer seelischen Vollendung ersteigen.
52. Ich gründe keine neue Religion unter euch, diese Lehre verleugnet die vorhanden Religionen nicht, wenn sie auf Meiner Wahrheit gegründet sind. Dies ist eine Botschaft der Göttlichen Liebe für alle, ein Ruf an alle gesellschaftlichen Einrichtungen. Wer die Göttliche Absicht versteht und meine Gebote erfüllt, wird sich zum Fortschritt und zur Höherentwicklung seines Geistes hingeführt fühlen.
53. Solange der Mensch nicht die Vergeistigung begreift, die er in seinem Leben haben muß, wird der Friede noch lange nicht zu einer Realität auf der Welt werden. Wer dagegen mein Liebesgesetz erfüllt, wird weder den Tod noch das Gericht fürchten, das seinen Geist erwartet. (23, 12 - 13o.)
54. Ich will euch mit diesen Offenbarungen nicht nur den Frieden der Welt bringen und euch die Leiden durch körperliche Linderung erleichtern. Ich gebe euch mit dieser Kundgebung die großen Lehren, die zu euch von eurer seelischen Entwicklung sprechen. Denn wenn Ich euch nur die Güter der Welt hätte bringen wollen - wahrlich, Ich sage euch, dafür hätte genügt, die Wissenschaftler zu beauftragen, die ich durch Intuition erleuchte und denen Ich die Geheimnisse der Natur offenbart hätte, damit sie aus ihr den Heilbalsam nähmen, um euch von euren körperlichen Leiden zu heilen.
55. Mein Werk will euch weitere Horizonte zeigen, jenseits eures Planeten, mit jener unendlichen Zahl von Welten, die euch umgeben - Horizonte, die kein Ende haben, die euch den Weg zur Ewigkeit weisen, die euch gehört. (311, 13 - 14)
56. Meine geistige Lehre hat verschiedene Ziele oder Aufgaben: eine ist jene, den Geist in seiner Verbannung zu trösten und ihm begreiflich zu machen, dass der Gott, der ihn schuf, ihn ewig in seinem Reich des Friedens erwartet. Eine andere ist, ihn wissen zu lassen, über wieviele Gaben und Fähigkeiten er verfügen kann, um seine Rettung und seine Erhebung oder Vervollkommnung zu erreichen.
57. Dies Wort bringt die Botschaft der Vergeistigung, die den Menschen die Augen öffnet, damit sie die Wirklichkeit von Angesicht schauen, die sie nur in dem, was sie sehen, in dem, was sie berühren, oder in dem, was sie mit ihrer menschlichen Wissenschaft beweisen, zu finden glauben, ohne sich bewußt zu werden, dass sie dabei das Vergängliche »Realität« nennen, und das Ewige, wo die wahre Realität existiert, verkennen und leugnen.
58. Laßt diese Botschaft von Nation zu Nation, von Haus zu Haus gehen und ihre Saat des Lichtes, des Trostes und des Friedens hinterlassen, damit die Menschen einige Augenblicke innehalten und ihrem Geist eine Ruhepause gönnen, die unerläßlich ist, damit er sich besinnt und sich erinnert, dass jeder Augenblick der seiner Rückkehr zur geistigen Ebene sein kann, und dass von seinen Werken und seiner Saat die Frucht abhängt, die er bei seiner Ankunft im geistigen Leben, erntet. (322, 44 - 46)
1. Das Buch meines Wortes ist das Buch der göttlichen und wahren Liebe; in ihm werdet ihr die unveränderliche Wahrheit finden. Greift zu ihm, und ihr werdet die Weisheit finden, die euch hilft, euch zu entwickeln und den Frieden in der Ewigkeit zu erlangen. Vergehen wird sich, wer seinen Sinngehalt verfälscht oder verändert, und derjenige wird mein Gesetz schwerwiegend verletzen, welcher ein einziges Wort wegläßt oder hinzufügt, das nicht im Einklang mit meiner vollkommenen Lehre ist.
2. Erhaltet dies Wort in seiner ursprünglichen Reinheit, denn es ist das schönste Erbe, das Ich dem Menschen hinterlassen werde. Schreibt meine Unterweisung nieder und macht sie euren Brüdern bekannt; bewahrt sie treulich, denn ihr seid verantwortlich für dieses Erbe.
3. Morgen wird der Mensch in ihr den Wesenskern meiner Offenbarung finden, welche ihn mit dem Lichte ihrer Lehren auf den Weg der Wahrheit führen wird.
4. Von Eltern auf die Kinder werden diese Schriften vermacht werden als ein Quell lebendigen Wassers, dessen Strom unerschöpflich hervorquellen und von Herz zu Herzen gehen wird. Studiert im großen Buch des Lebens, dem Buche der Vergeistigung, das euch die göttlichen Offenbarungen erklären wird, die ihr über die Zeiten hin erhalten habt.
5. Habe Ich euch nicht verheißen, dass jede Erkenntnis in ihrer ursprünglichen Wahrheit wiederhergestellt würde? Denn dies ist die Zeit, die euch angekündigt wurde.
6. In Wahrheit sage Ich euch: Wer über die Unterweisungen meines Buches nachdenkt und sie ergründet mit wahrhaftem Verlangen, seine Erkenntnisse zu erhöhen, wird für seinen Geist das Licht gewinnen und Mich näher bei sich fühlen.
7. Die Mythen von früher und die von heute werden fallen; alles Mittelmäßige und Falsche wird stürzen; denn der Zeitpunkt wird kommen, an dem ihr euch nicht mehr von Unvollkommenheiten nähren könnt, und dann wird sich der Geist auf der Suche nach der Wahrheit aufmachen, damit diese ihm als einzige Nahrung diene.
8. In diesen Unterweisungen wird die Menschheit den Wesenskern meiner Offenbarungen finden, den sie bis heute aus Mangel an Vergeistigung nicht verstanden hat. Seit den alten Zeiten habe Ich ihn euch durch meine Gesandten, Boten und »Dolmetscher« anvertraut, doch er hat euch nur dazu gedient, Mythen und Traditionen aus ihm zu bilden. Überdenkt und studiert diese Belehrung mit Ehrfurcht und Liebe, wenn ihr euch Jahrhunderte von Verwirrung und Leid ersparen wollt. Doch bedenkt, dass ihr eure Aufgabe nicht erfüllen werdet, wenn ihr euch nur mit dem Besitz des Buches begnügt; nein, es soll euch wachrütteln und lehren, wenn ihr wahrhaft meine Jünger sein wollt. Lehrt mit dem Vorbild, der Liebe und der Hilfsbereitschaft, die Ich euch gezeigt habe. (20, 1 - 8)
9. Das Buch meiner Unterweisung besteht aus den Lehren, die Ich euch in dieser Zeit mittels des menschlichen Verstandesvermögens diktiert habe. Mit diesem Buch, das die Menschheit schließlich als das Dritte Testament anerkennen wird, sollt ihr meine Göttliche Sache verteidigen.
10. Die Menschheit kennt nur das Gesetz der "Ersten Zeit" und was im Ersten und Zweiten Testament geschrieben steht; doch das Dritte wird nun vereinen und berichtigen, was die Menschen an Mangel an Zurüstung und Verständnis verfälscht haben. Die Menschheit wird meine Botschaft studieren müssen, damit sie, in den Kern jedes Wortes eindringend, ein einziges Ideal, eine einzige Wahrheit, ein- und- dasselbe Licht entdeckt, das sie zur Vergeistigung leiten wird. (348, 26)
11. Ich offenbare euch das, was der Wissenschaftler euch nicht lehren kann, weil er es nicht kennt. Er hat in seiner irdischen Größe geschlafen und hat sich nicht zu Mir erhoben im Verlangen nach meiner Weisheit.
12. Die Herzen der Geistlichen haben sich verschlossen, die in den verschiedenen Sekten und Religionsgemeinschaften das geistige Wissen lehren sollten, welches Größe und Reichtum für den Geist ist.
13. Ich habe gesehen, dass das Gesetz und die Lehren, die Ich der Menschheit in vergangenen Zeiten vermachte, verborgen und durch Riten, äußerliche Kulte und Traditionen ersetzt worden sind.
14. Doch ihr, die ihr zutiefst erkennt, dass der Wesensgehalt dieses Wortes der gleiche ist, den Israel am Berge Sinai empfing und den die Menschenscharen in der "Zweiten Zeit" von den Lippen Jesu vernahmen, sollt mit eurer Gottesverehrung und euren Werken lehren, dass man das Göttliche Gesetz um der Befolgung törichter Traditionen willen, die der Seele nicht förderlich sind, nicht vergessen darf. (93, 10 – 13)
15. Ich habe euch an die Namen meiner Sendboten erinnert, durch die ihr Botschaften, Gebote, Prophezeiungen und Belehrungen empfangen habt.
16. Auf diese Weise habe Ich den Inhalt aller vergangenen Unterweisungen in einer einzigen Unterweisung vereint.
17. Der Spiritualismus ist das Vermächtnis, in welchem sich die Drei Testamente in einem einzigen geistigen Buche vereinen. (265, 62 - 64)
18. Diese Lehre, die spirituell genannt wird, weil sie das Geistige offenbart, ist der für den Menschen vorgezeichnete Weg, auf dem er seinen Schöpfer kennenlernen, Ihm dienen und Ihn lieben wird. Es ist das Buch, das die Menschen lehrt, ihren Vater in ihrem eigenen Nächsten zu lieben. Der Spiritualismus ist ein Gesetz, welches das Gute, das Reine, das Vollkommene gebietet.
19. Die Pflicht, dies Gesetz zu befolgen, gilt für alle; dennoch zwingt es niemanden, es zu erfüllen, weil jeder Geist Willensfreiheit genießt, damit sein Kampf und alle seine Taten als seine eigenen Verdienste angerechnet werden können, wenn er gerichtet wird.
20. Erkennt also, dass diese Lehre die Flamme der Göttlichen Liebe ist, die vom ersten bis zum letzten meiner Kinder alle erleuchtet und ihnen Wärme gegeben hat. (236, 20 - 22)
21. Die Geistlehre ist keine Theorie, sie ist eine praktische Unterweisung sowohl für das menschliche Leben, als auch für das Leben des Geistes. Es gibt keine andere, umfassendere und vollkommenere Unterweisung als sie. Sie begleitet euch, noch bevor ihr zur Erde kommt, sie folgt euch während des ganzen Tagewerks auf dieser Welt und verschmilzt mit eurem Geist, wenn er zu seiner vorigen Heimstatt zurückkehrt.
22. Nicht Ich werde es sein, der aus euren Gottesdiensten die Liturgie und die Traditionen entfernt - es wird der Geist des Menschen sein, der sich unwillkürlich über seine alten Vorstellungen erhebt angesichts der Notwendigkeit größeren Lichtes, das seinen Entwicklungsweg erhellt. Bald wird der Mensch begreifen, dass das einzige, was er Gott darbringen kann, die Ausübung der Liebe ist, denn Liebe bedeutet das Gute, Barmherzigkeit, Weisheit und Gerechtigkeit.
23. Der Spiritualismus löscht kein einziges der Worte aus, die Christus einst verkündete. Wenn es nicht so wäre, dürfte er sich nicht diesen Namen geben, da er sich der Wahrheit entgegenstellen würde. Wie könnte dieses Wort gegen jenes sein, da es doch derselbe Meister ist, der es ausspricht. Wenn ihr wirklich in den Sinngehalt dieser Lehre eindringen würdet, würdet ihr sehen, dass mein Wort von heute die Erklärung oder Erläuterung all dessen ist, was Ich einst sagte. Daher ist die Menschheit von heute und die der Zukunft in der Lage, mehr zu verstehen als die vergangenen Generationen, und deswegen auch das Gesetz auf eine reinere, höhere und wahrhaftigere Weise zu erfüllen.
24. Wenn ihr eure Mitmenschen bei ihrer Religionsausübung genau beobachtet, werdet ihr sehen, dass sie das, was früher Gegenstand ihrer Anbetung war, jetzt ohne innere Anteilnahme betrachten. Der Grund dafür ist, dass die Seele von selbst erwacht und nach dem verlangt, was sie wirklich nähren kann. Darum sage Ich euch, dass die äußerliche Kultausübung dieser Menschheit dazu bestimmt ist, zu verschwinden. (283, 27 - 30)
25. In diesem bescheidenen und schlichten, aber von Göttlichem Licht erfüllten Buche werden die Menschen die Klärung all ihrer Zweifel finden, sie werden die Ergänzung der Unterweisungen entdecken, die in vergangenen Zeiten nur zum Teil offenbart wurden, und sie werden die klare und einfache Art und Weise finden, all das auszulegen, was in den alten Texten im Sinnbild verborgen ist.
26. Wer sich nach Empfang dieser geistigen Botschaft von der Wahrheit ihres Inhalts überzeugt und darangeht, sein Verlangen nach Sinneseindrücken, seine Abgötterei und seinen Fanatismus zu bekämpfen, seinen Verstand und sein Herz von all jenen Unreinheiten zu säubern, wird seinen Geist befreien und ihm Frohsinn und Frieden bescheren, denn nun wird er kämpfen können, um die Ewigkeit zu erringen, die ihn erwartet. Aber jene, die in ihrer äußerlichen Kultausübung fortfahren, die sich darauf versteifen, das der Welt Angehörige zu lieben, und die nicht an die Entfaltung oder Entwicklung des Geistes glauben - wahrlich, Ich sage euch, sie werden zurückbleiben und Tränen vergießen, wenn sie sich ihrer Zurückgebliebenheit und ihrer Unwissenheit bewußt werden. (305, 4 - 5)
27. Wenn euch meine Lehre dermaßen fremdartig erscheint, dass ihr meint, noch nie solche Worte vernommen zu haben, obwohl ihr mich kennt, so sage Ich euch, dass eure Verwunderung die Folge eures Versäumnisses ist, den Kern dessen zu erforschen, was Ich euch in vergangen Zeiten offenbarte. Aus diesem Grund mag euch diese Lehre fremd oder neu vorkommen, obwohl dieses Licht in Wirklichkeit immer in eurem Leben gegenwärtig gewesen ist. (336, 36)
28. Meine Lehre in dieser wie in der "Zweiten Zeit" wird die Menschheit erschüttern. Die Heuchler werden sich mit der Wahrhaftigkeit auseinandersetzen müssen. Die Falschheit wird ihre Maske fallen lassen und die Wahrheit wird erstrahlen. Die Wahrheit wird die Lüge überwinden, die diese Welt einhüllt.
29. Der Mensch wird fähig sein, all das zu begreifen und zu erkennen, was Vernunft und Wahrheit enthält; doch alles, was man ihn zu glauben zwang, auch wenn er es nicht verstehen würde, wird er selbst von sich weisen. Daher wird meine Lehre sich ausbreiten, weil sie Licht verströmt, das die Menschen benötigen. Euch kommt ein großer Teil dieses Werkes zu, indem ihr euren Mitmenschen dessen Beginn und dessen Zielsetzung offenbart. (237, 28 - 29)
30. Die Menschheit hungert nach meinem Wort, nach meiner Wahrheit. Die Menschen verlangen und ersehnen Licht für ihren Verstand, sie rufen nach Gerechtigkeit und erwarten Trost. Dies ist eine entscheidende Zeit. Wahrlich, Ich sage euch, viele Vorstellungen, Theorien und selbst Dogmen, die jahrhundertelang für Wahrheiten gehalten wurden, werden zu Boden stürzen und als falsch verworfen werden. Der Fanatismus und die Abgötterei werden von denen bekämpft und beseitigt werden, die am meisten davon eingenommen und daran gebunden waren. Die Unterweisungen Gottes werden verstanden, ihr Licht, ihr Inhalt und Wesen werden begriffen und empfunden werden.
31. Wenn es im Geiste der Wissenschaftler nach einer Zeit der Prüfungen, in der sie sehr große Verwirrungen erleiden werden, Licht wird und sie die Stimme ihres Geistes vernehmen, werden sie entdecken, was sie sich nie träumen ließen.
32. Aufs neue sage Ich euch: wachet! Denn in der Zeit der Auseinandersetzungen zwischen Glaubensbekenntnissen und Doktrinen, Religionen und Wissenschaften werden viele Menschen der Meinung sein, dass das Wissen, das ihnen ihre Bücher vermittelt haben, die Waffe sein wird, mit der sie meine neuen Jünger besiegen können, wohl wissend, dass ihr keine Bücher bei euch habt. (150, 11 - 13)
33. Ich habe euch gesagt, Jünger, dass ihr mit den großen Kirchen und den kleineren Sekten konfrontiert werdet; aber fürchtet euch weder vor den einen noch den anderen. Die Wahrheit, die Ich euch anvertraut habe, ist einleuchtend, das Wort, das Ich euch gelehrt habe, ist äußerlich betrachtet klar und einfach, aber in seinem Sinngehalt tief bis ins Unendliche, und es sind starke Waffen, mit denen ihr kämpfen und siegen werdet.
34. Doch Ich sage euch: ein Volk auf Erden, voller Materialismus und Unglauben, wird sich erheben, um euch das Recht abzusprechen, euch Israel zu nennen, um euer Zeugnis zu leugnen, das erneute Kommen des Messias erlebt zu haben, und jenes Volk ist das jüdische. Habt ihr nicht an es gedacht? Jenes Volk erwartet in seiner Mitte die Ankunft seines Messias, seines Retters, der ihm Gerechtigkeit widerfahren läßt und es erneut über alle Völker der Erde stellt. Jenes Volk weiß, dass Ich immer zu ihm gekommen bin, und in dieser "Dritten Zeit" wird es sagen: ´Weshalb sollte Gott zu einem anderen Volke kommen?` - Doch siehe, hier sind meine Unterweisungen! (332, 10)
35. Diese spirituelle Gemeinschaft hier lebt unerkannt. Die Welt weiß nichts von eurem Dasein, die Mächtigen nehmen euch nicht zur Kenntnis, aber es naht der Kampf zwischen Spiritualisten und "Christen", zwischen Spiritualisten und Juden. Jener Kampf ist notwendig für die Einführung meiner Lehre in der ganzen Menschheit. Dann wird man das Alte Testament mit dem Zweiten und Dritten zu einer einzigen Essenz vereinen.
36. Vielen von euch mag dies unmöglich erscheinen; für Mich ist es das Natürlichste, Richtigste und Vollkommenste. (235, 63 - 64)
37. Mein Wort wird für alle Zeiten niedergeschrieben bleiben, aus ihm werdet ihr das Buch der Dritten Zeit, das Dritte Testament, die letzte Botschaft des Vaters zusammenstellen; denn in allen drei Zeitaltern hatte Gott Seine »Goldfedern«12, um der Menschheit seine Weisheit zu hinterlassen.
38. Moses war die erste »Goldfeder«, derer sich der Vater bediente, um die Geschehnisse der "Ersten Zeit" mit unauslöschlichen Lettern auf eine Buchrolle zu schreiben. Moses war die »Goldfeder« Jehovas.
39. Unter meinen Aposteln und Nachfolgern der "Zweiten Zeit" hatte Jesus vier »Federn«, und dies waren Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Sie waren die »Goldfedern« des Göttlichen Meisters. Doch als die Zeit kam, in der das Erste Testament durch Bande der Liebe, der Erkenntnis und des geistigen Fortschritts mit dem Zweiten vereint werden sollte, entstand ein einziges Buch daraus.
40. Jetzt in der "Dritten Zeit", in der ihr aufs neue mein Wort habt, habe Ich gleichfalls »Goldfedern« ernannt, damit es schriftlich erhalten bleibt.
41. Wenn die Zeit gekommen ist, werdet ihr ein einziges Buch zusammenstellen, und dieses Buch, das der "Dritten Zeit", wird - wenn die Zeit dafür gekommen ist - gleichfalls mit dem Buch der Zweiten und der Ersten Zeit vereinigt werden, und dann wird aus den Offenbarungen, Prophezeiungen und Worten der ´Drei Zeiten` das Große Buch des Lebens entstehen zur Erbauung aller Seelen.
42. Dann werdet ihr erkennen, dass alle Worte - vom ersten bis zum letzten - in Wahrheit und im Geiste in Erfüllung gegangen sind, dass alle Prophezeiungen der vorweggenommene Geschichtsverlauf waren, den der Vater der Menschheit offenbarte. Denn Gott allein kann die Ereignisse niederschreiben lassen, die eintreten werden. Als die Propheten gesprochen haben, waren nicht sie es, sondern Gott hat es durch ihre Vermittlung getan.
43. Ich habe meinen neuen Erwählten genügend Zurüstung zuteilwerden lassen, wie sie Moses und die vier Jünger der "Zweiten Zeit" hatten, damit mein Wort in völliger Lauterkeit, in voller Klarheit und Wahrheit niedergeschrieben würde, denn es ist für die Generationen von morgen; doch wenn jemand beabsichtigen sollte, etwas hinzuzufügen oder aus jenem Buche zu streichen, so werde Ich euch zur Rechenschaft ziehen.
44. Nun, meine vielgeliebten Kinder: Wer mißt dem Buch, das ihr zusammenzustellen beginnt, Bedeutung bei? In Wahrheit - niemand! Doch der Zeitpunkt wird kommen, an dem die Menschheit euch voll Verlangen, voll Neugier um euer Buch bittet, und dann wird sie erwachen, mein Wort erforschen und darüber diskutieren. In jenem Ideenstreit werden Parteien zutage treten - Wissenschaftler, Theologen und Philosophen. Zu den Nationen wird das Zeugnis eures Wortes und das Buch der Weisheit gebracht werden, und alle werden von meiner Lehre sprechen. Dies wird der Beginn der neuen Schlacht, des Krieges der Worte, der Gedanken und Ideologien sein; doch am Ende, wenn alle in Wahrheit und im Geiste erkannt haben, dass das Große Buch des Lebens vom Herrn geschrieben worden ist, werden sie sich brüderlich umarmen und sich lieben, wie es mein Wille ist.
45. Weshalb genügte nicht das Wort Jehovas in der "Ersten Zeit", um die Welt zu vereinen, und vermochte dies auch die Lehre Jesu in der Zweiten nicht? Weshalb hat es in dieser Zeit nicht genügt, dass Ich seit 1866 mein Wort übergebe, damit die Nationen einander lieben und in Frieden leben? Es ist notwendig, dass die drei Bücher ein einziges bilden, damit dieses Wort die ganze Welt erleuchtet. Dann wird die Menschheit jenem Lichte nachfolgen, und der Fluch Babels wird aufgehoben sein, denn alle Menschen werden das Große Buch des Wahren Lebens lesen, alle werden dieselbe Lehre befolgen und sich im Geist und in Wahrheit als Kinder Gottes lieben. (358, 58 – 66)