1. Israel, erfülle nicht nur deine mit der Welt eingegangenen Verpflichtungen. Erfülle auch das Gesetz; denn ihr habt dem Vater gegenüber eine Aufgabe übernommen, und ihre Erfüllung muss streng, erhaben und geistig sein.
2. Ich lehre euch, damit ihr euch vom Materialismus abwendet und aufhört, Fanatiker und Götzendiener zu sein; damit ihr von Menschenhand gemachte, materielle Gegenstände weder verehrt, noch Kult mit ihnen treibt. Ich will nicht, dass in euren Herzen Wurzeln von Abgötterei, Fanatismus und falschen Kulten vorhanden sind. Bietet Mir keine Opfergaben an, die nicht zu Mir gelangen; Ich verlange nur eure Erneuerung und eure Erfüllung in der Vergeistigung.
3. Erneuert euch hinsichtlich eurer früheren Gewohnheiten, blickt nicht zurück und schaut nicht auf das, was ihr aufgegeben habt und was ihr nicht länger tun sollt. Begreift, dass ihr den Weg zu eurer Aufwärtsentwicklung beschritten habt und euch nicht aufhalten dürft. Der Weg ist schmal, und ihr müsst ihn gut kennen, denn morgen werdet ihr eure Brüder auf ihm führen müssen, und Ich will nicht, dass ihr euch verirrt.
4. Ich bin der geduldige Vater, der auf eure Reue und euren guten Willen wartet, um euch mit meiner Gnade und meiner Barmherzigkeit zu überschütten. (23, 60 - 63)
5. Mein Wort rät euch immer das Gute und die Tugend an: dass ihr nicht schlecht von euren Mitmenschen sprecht und sie dadurch der Schande preisgebt; dass ihr nicht solche mit Verachtung anseht, die an Krankheiten leiden, die ihr ansteckend nennt; dass ihr nicht die Kriege begünstigt; dass ihr keine schändliche Beschäftigung habt, welche die Moral zerstört und die Laster begünstigt; dass ihr nichts Erschaffenes verflucht, nichts Fremdes ohne Erlaubnis des Eigentümers wegnehmt, noch Aberglauben verbreitet.
6. Ihr sollt die Kranken besuchen, denen vergeben, die euch beleidigen, die Tugend beschützen und gute Vorbilder sein; und ihr sollt Mich und eure Mitmenschen lieben, da in diesen zwei Geboten das ganze Gesetz zusammengefasst ist.
7. Lernt meine Lektion und lehrt sie durch euer Handeln. Wenn ihr nicht lernt, wie wollt ihr dann meine Lehre predigen? Und wenn ihr nicht fühlt, was ihr gelernt habt, wie wollt ihr dann als gute Apostel lehren? (6, 25 - 26)
8. Volk, wenn du vorankommen willst, so überwinde die Trägheit, die in dir ist. Wenn ihr groß sein wollt, so wendet meine Grundsätze bei euren Werken an. Wenn ihr euch kennenlernen wollt, so erforscht euch mittels meines Wortes.
9. Begreift, wie sehr ihr mein Wort benötigt, welches Liebe, Weisheit, Ratschläge und Hilfe anbietet. Aber fühlt euch zugleich auch verantwortlich für das, was Ich euch gebe, denn ihr seid nicht die einzigen Bedürftigen auf der Welt. Es gibt viele, die Hunger und Durst nach diesen Unterweisungen haben, und ihr müsst daran denken, euch vorzubereiten, um mit der Botschaft meiner Liebe zu ihnen zu gehen. (285, 50 - 51)
10. Sehr groß ist die Verantwortung, die dies Volk gegenüber der Menschheit hat. Es muss ein Beispiel wahrer Vergeistigung geben, es soll die Art und Weise zeigen, wie man die innerliche Religionsausübung, die wohlgefällige Opfergabe, die Gottes würdige Huldigung darbringt.
11. Öffnet euer Herz und vernehmt dort die Stimme des Gewissens, damit ihr eure Handlungsweisen beurteilt und erfahrt, ob ihr meine Unterweisungen treulich auslegt oder ob auch ihr den Sinngehalt meiner Lehre falsch auffasst. (280, 73)
12. Meine Lehre verliert ihren ganzen Sinn, wenn ihr sie nicht zur Anwendung bringt.
13. Ihr wisst sehr wohl, geliebte Jünger, dass der Zweck meines Gesetzes und meiner Lehre der ist, das Gute zu tun, und dass daher jener, der sie nur im Gedächtnis oder auf den Lippen trägt, ohne sie auf seine Werke anzuwenden, pflichtwidrig handelt. (269, 45)
14. Menschen, die ihr im Herzen das Licht der Erfahrung dieses Lebens besitzt und in eurer Seele das Licht, welches die Entwicklung während verschiedener Erdenleben hinterlässt – warum beschäftigt sich eure Seele mit dem, was für sie nutzlos ist, und warum weint ihr oftmals aus Gründen, die euren Schmerz nicht verdienen? Sucht in allem die Wahrheit; sie ist auf allen Wegen, ist hell und klar wie das Licht des Tages. (121, 48 - 49)
15. Vergesst nicht und seid euch immer bewusst, dass von eurem rechtschaffenen und tugendsamen Leben der Glaube abhängt, den ihr bei euren Mitmenschen erweckt, das heißt, dass sie euch selbst in eurem Privatleben erforschen und beobachten werden, um in euren Werken die Bestätigung für die Lehre zu suchen, die ihr predigt. (300, 57)
16. Sagt Mir: habe Ich euch abgewiesen, wenn ihr euch vergangen habt? Habe Ich euch zurückgelassen, euch im Stich gelassen, wenn euch irgendein Straucheln aufgehalten hat? Habe Ich Mich bei euch grimmig gezeigt, wenn ihr, vom Schmerz besiegt, zu Fall gekommen seid?
17. Dennoch sehe Ich, dass die, die Ich mit soviel Liebe meine Jünger nenne, ihre Mitmenschen im Unglück im Stich lassen, den ablehnen, der vom rechten Weg abweicht, anstatt ihn liebevoll an sich zu ziehen und ihm zu helfen, sich zu bessern, und sie manchmal zu Richtern werden, wenn sie sich in Dinge mischen, die zu richten ihnen nicht zukommt.
18. Entspricht dies meiner Unterweisung? Nein, sagt Mir euer Gewissen, denn Ich will, dass ihr euch selbst genauestens beurteilt, damit ihr die vielen Rauhheiten abschleifen könnt, an denen eure Gefühle kranken, und ihr beginnen könnt, meine Jünger zu werden. (268, 46)
19. Wenn ihr demütig seid, werdet ihr groß sein. Größe ist nicht im Hochmut und in der Eitelkeit, wie viele glauben. "Seid von Herzen sanft und demütig", so habe Ich euch zu allen Zeiten gesagt.
20. Erkennt Mich als Vater und liebt Mich, sucht für eure Körperhülle keinen Thron noch einen Namen, der euch vor den anderen auszeichnet. Seid einfach ein Mensch unter anderen Menschen und habt guten Willen in euch. (47, 54)
21. Ich will bei euch den Glauben sehen, den die Kranken bekundeten, die in der "Zweiten Zeit" zu Mir kamen; den des Gelähmten, des Blinden und der unheilbaren Frau. Ich möchte Mich geliebt fühlen als Vater, begehrt als Arzt und gehört als Meister. (6, 46)
22. Werdet nicht schwach im Glauben, noch in der Hoffnung. Habt immer vor Augen, dass das Ende dieser Lebensreise kommen wird. Vergesst nicht, dass euer Ursprung in Mir war und dass das Endziel gleichfalls in Mir sein wird, und dies Ziel ist die Ewigkeit, denn es gibt keinen Tod der Seele.
23. Habt als Ideal eures Strebens die Ewigkeit, und verliert nicht den Mut im Auf und Ab des Lebens. Wisst ihr etwa, ob dies eure letzte Inkarnation auf Erden ist? Wer vermöchte euch zu sagen, dass ihr in diesem Körper, den ihr heute habt, alle eure Schulden bezahlt, die ihr gegenüber meiner Gerechtigkeit auf euch geladen habt? Darum sage Ich euch: Nützt die Zeit, doch geht nicht überstürzt. Wenn ihr eure Leiden mit Glauben und Ergebung annehmt und den Kelch mit Geduld leert – wahrlich, Ich sage euch, eure Verdienste werden nicht unfruchtbar sein.
24. Sorgt dafür, dass der Geist immer vorwärtsschreitet, damit ihr nie und nimmer aufhört, euch zu vervollkommnen. (95, 4 - 6)
25. Lebt für den Vater, indem ihr seine Kinder liebt, die eure Geschwister sind, und ihr werdet Unsterblichkeit erlangen. Wenn ihr der Selbstsucht anheimfallt und euch in eurer Eigenliebe abkapselt, wird die Saat, die ihr hinterlasst, und euer Andenken schwerlich überdauern.
26. Seid von Herzen sanft und demütig, und ihr werdet immer meiner Gnade voll sein. (256, 72 - 73)
27. Groß ist eure Bestimmung! Lasst euch jedoch nicht von schlimmen Vorzeichen beherrschen, sondern seid vielmehr von Mut und Hoffnung erfüllt bei dem Gedanken, dass die Tage der Bitternis, die näherrücken, für das Erwachen und die Läuterung der Menschen notwendig sind, ohne die ihr den siegreichen Einzug der Zeit der Vergeistigung nicht erleben könntet.
28. Lernt, euch über die Widrigkeiten hinwegzusetzen, lasst nicht zu, dass sich Niedergeschlagenheit eures Herzens bemächtigt, und achtet auf eure Gesundheit. Ermuntert das Gemüt eurer Geschwister, indem ihr von Mir sprecht und ihnen meine Lehre aufzeigt, welche Glaube und Hoffnung entzündet.
29. Seht, wie niedergeschlagen viele Menschen leben. Es sind Wesen, die sich im Lebenskampf haben besiegen lassen. Seht, wie früh sie gealtert und grau geworden sind, das Gesicht welk und der Ausdruck melancholisch. Doch wenn die, die stark sein sollen, schwach sind, wird die Jugend dahinwelken und die Kinder werden nur Trübsal in ihrer Umgebung erblicken.
30. Du, Volk, beraube nicht dein Herz all jener gesunden Freuden, die ihr, obschon sie flüchtig sind, genießen dürft. Esst in Frieden euer bescheidenes Brot, und wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet es dann wohlschmeckender und gehaltvoller finden.
31. Entnehmt meinen Worten, dass das, was Ich von euch will, Zuversicht, Glaube, Optimismus, Seelenfrieden und Stärke ist, dass es trotz eurer Mühsale und Plagen keine Bitterkeit in euren Herzen geben soll. Was an Liebenswürdigkeit oder Aufmunterung hättet ihr denen, die es benötigen, zu geben, wenn euer Herz von Leiden, Sorgen oder Unzufriedenheit erfüllt wäre?
32. Gerade in euren Prüfungen sollt ihr das beste Beispiel von Erhebung, Glaube und Demut geben.
33. Wer seinem Leben diese Vergeistigung zu geben vermag, fühlt immer Frieden, und selbst wenn er schläft, ist sein Schlaf ruhig und erholsam, was die Seele nutzt, um sich vom Körper zu lösen in Richtung auf das Jenseits zu, wo sie jene göttlichen Kraftströme empfängt, von denen sie sich nährt und an denen sie den Körper teilhaben lässt. (292, 45 - 51)
34. Geliebte Jünger, Ich sage euch nocheinmal: Wachet und betet, denn das Fleisch ist schwach und in seinen Schwächen kann es die Seele vom rechten Weg abbringen.
35. Der Geist, der zu »wachen« versteht, weicht niemals von der Bahn ab, die sein Herr ihm vorgezeichnet hat und ist fähig, sein Erbe und seine Begabung zur Anwendung zu bringen, bis er seine Entwicklung erreicht hat.
36. Dieser Mensch wird seine Prüfungen bestehen, weil er wachsam lebt und sich niemals vom Körper beherrschen lässt. Wer wacht und betet wird immer siegreich aus den Lebenskrisen hervorgehen und wird festen Schrittes auf dem Weg des Lebens gehen.
37. Wie anders ist das Verhalten dessen, der zu beten und zu »wachen« vergisst! Freiwillig verzichtet er darauf, sich mit den besten Waffen zu verteidigen, die Ich in den Menschen gelegt habe, welche der Glaube, die Liebe und das Licht des Wissens sind. Er ist es, der die innere Stimme nicht vernimmt, die durch die Intuition, das Gewissen und Träume zu ihm spricht. Aber sein Herz und sein Verstand verstehen diese Sprache nicht und schenken der Botschaft ihres eigenen Geistes keinen Glauben. (278, 1 - 3)
38. Betet für die verwirrten Seelen, für die Erdgebundenen, für jene, die im Innern der Erde sich noch nicht von ihren Körpern zu lösen vermögen, für jene, die wegen der unverständigen Trauer, die man um ihretwillen auf der Erde beibehält, leiden und weinen.
39. Vergebt auch denen und richtet jene nicht mehr, die in eure Herzen Böses gesät haben. Wenn eure Augen sie schauen könnten, wie sie kniefällig bittend eure Vergebung erflehen, wärt ihr nicht so ungerecht zu ihnen. Helft ihnen, sich in die Unendlichkeit emporzuschwingen, erhebt sie durch euer liebevolles Gedenken, begreift, dass sie nicht mehr zu dieser Welt gehören. (107, 15)
40. Ihr dürft euch nicht mit euren ersten Werken zufriedengeben, in der Meinung, genügend Verdienste für die Vervollkommnung eurer Seele erworben zu haben. Doch damit ihr täglich neue Lektionen lernt und größere Offenbarungen entdeckt, widmet immer etwas Zeit dem Studium meines Werkes.
41. Der wißbegierige Jünger wird immer die Antwort auf seine Fragen vernehmen und in Augenblicken der Prüfung immer meinen väterlichen Rat hören.
42. Der fortgeschrittene Jünger wird eine Quelle der Liebe für seine Mitmenschen sein, er wird sich wirklich von seinem Vater mit einem Erbe ausgestattet fühlen und wird den Zeitpunkt erkennen, um zur Durchführung seiner großen geistigen Mission unter den Menschen aufzubrechen. (280, 40 - 42)
43. Je mehr ihr euch vervollkommnet, desto näher werdet ihr das Ziel sehen. Ihr wisst zwar nicht, ob ihr nur noch einen Schritt von eurem Heil entfernt seid, oder ob ihr noch eine lange Wegstrecke zurücklegen müsst. Ich sage euch nur, dass ihr euch willig und folgsam von diesem Worte leiten lassen sollt, das die Stimme meines Göttlichen Geistes ist.
44. Hütet euch, gegen das Gesetz zu verstoßen, wiederholte Male den gleichen Fehler zu begehen. Beherzigt diesen Ruf, der eine Aufforderung zur Besserung ist - eine Bitte, die euer Vater an euch richtet, weil Ich euch nicht vergeblich auf Erden leben und hernach über euren Ungehorsam weinen sehen möchte. (322, 60)
45. Fürchtet euch nicht vor dem Gerede der Menschen noch vor ihren Urteilen, fürchtet das Gericht eures Gottes. Denkt daran, dass Ich euch gesagt habe, dass Ich als Richter unerbittlich bin. Verlangt deshalb immer als Vater, als Gott nach Mir, damit es euch an nichts auf eurem Lebenswege mangelt. (344, 31)
46. Lass dich nicht überraschen, mein Volk. Lebt immer wachsam und seid die treuen Wächter. Fürchtet nicht die Worte, die eure eigenen Geschwister euch sagen, um euch davon zu überzeugen, dass ihr im Irrtum seid.
47. Bleibt standhaft, denn große Belohnungen werde Ich den "Soldaten" geben, die meiner Sache treu sind – denen unter euch, die diesen schwierigen Zeiten der Verwirrung der Weltanschauungen, der Glaubensbekenntnisse und Religionen entgegentreten.
48. Alle eure Mitmenschen sollt ihr in derselben Weise hochachten, wie ihr mein Werk hochachtet, und sollt auf die Unterweisung hinweisen, die Ich euch erneut hinterlassen werde. Wenn die Menschen sich über euch lustig machen, so lasst sie dies tun; denn das Licht meines Heiligen Geistes wird zu ihnen gelangen, und dann wird Reue in ihren Herzen sein. (336, 18)
49. Bleibt nicht stehen, o Jünger! Wie Ich euch immer gesagt habe, soll euer Gang fest auf dem Weg des Guten und des Fortschritts bleiben, denn es kommen Zeiten, in denen nur das Gute dem Menschen weiterhilft, in denen ihn nur die Tugend und die Wahrheit auf dem Weg des Kampfes und der Auseinandersetzung aufrecht erhalten.
50. Die Tage rücken näher, in denen der Betrug zu Fall kommen wird, in denen die Falschheit, die Heuchelei, die Selbstsucht, jede schlechte Saat ihr Ende findet durch schwere Heimsuchungen, Stürze und Schläge.
51. Darum sagt euch der Meister: Werdet immer stärker im Guten! Sei überzeugt, mein Volk, dass du für das Gute, das du tust, nichts Böses empfangen kannst. Wenn ihr für das Gute, das ihr auf Erden tut, eine böse Frucht oder einen bösen Lohn erntet, so ist diese böse Frucht vorübergehend, es ist nicht die endgültige Frucht, sage Ich euch in Wahrheit. Man muss beharrlich bleiben, bis man erntet. (332, 31)
52. Wehe dem, der mein Wort nach seinem Gutdünken auslegt, denn dafür wird er Mir verantwortlich sein.
53. Auf der Erde haben sich viele Menschen der Verfälschung der Wahrheit gewidmet, ohne sich der Verantwortung bewusst zu sein, die sie als Mitarbeiter im Liebeswerk des Vaters haben.
54. In dieser Gerichtszeit, die viele nicht kennen, weil sie die Geschehnisse, die sie erleben, nicht zu deuten wissen, ist das Gericht in jeder Seele und fordert während ihrer Pilgerschaft in dieser Welt von ihr Rechenschaft über ihre Werke in und außerhalb des Gesetzes der Liebe.
55. Wer in diesen Schriften den Sinngehalt meiner Offenbarungen, die durch Inspiration gegeben wurden, verändern sollte, wird für sein Tun vor Mir verantwortlich sein.
56. Deshalb müsst ihr redlich vorgehen, denn diese Unterweisungen sind mein Liebesvermächtnis für meine Kinder, die, ob inkarniert oder im Geiste, in Erwartung ausführlicherer Unterweisungen sind. (20, 12 - 14)
57. Ich will bei dir, Israel, keine Lüge sehen, denn eines Tages wird diese entdeckt werden, und dann wird die Welt sagen: "Sind das die Jünger des Meisters? Wenn sie falsche Jünger sind, dann war auch der Meister falsch, der unter ihnen wohnte, um ihnen Lügen weiterzugeben." (344, 10)
58. Ihr seid die dazu Beauftragten, den Schmerz der Menschen zu lindern, die Gotteslästerer beten zu lehren, die lange Zeit ohne Erhebung ihrer Seele im Gebet geblieben sind.
59. Doch dafür müsst ihr euch täglich mehr vergeistigen und euch von der Vermaterialisierung frei machen.
60. Denn Ich will nicht, dass ihr überspannte Spiritualisten seid, nein. Fanatismus ist in meinen Augen abscheulich, und das ist es, was Ich unter euch beseitigen will. Das Gewissen wird euch sagen, wie ihr in Einklang mit allem leben sollt. (344, 17 - 18)
61. Höre Mich, Volk, vernehmet, Jünger: Ich gebe euch derzeit das Licht und befreie euch von Ketten, Banden und Finsternissen. Doch Ich ermächtige euch nicht dazu, aus diesem Werk eine weitere Religion zu machen, noch dass ihr es wie gewohnt mit Bildnissen und Riten erfüllt – nein!
62. Erkennt genau, worin die Freiheit besteht, die Ich euch bringe, damit ihr sie nicht durch einen neuen Fanatismus ersetzt.
63. Seid ihr euch noch nicht bewusst geworden, dass euer Verstand und mit ihm der Geist in seiner Entfaltung aufgehalten worden waren? Erinnert ihr euch nicht an die Flut der von euren Vorfahren ererbten falschen Ängste und Vorurteile, von denen Ich euch befreit habe, damit ihr die Wahrheit unverstellt erblickt und das Licht empfangen könnt? (297, 20 - 21)
64. Das Erdreich wird feucht und aufnahmebereit sein in Erwartung des Saatkorns meiner Sämänner, und hier ist es angebracht, dass ihr einmal über die Verantwortung dieser Sämänner nachdenkt. Wäre es recht, wenn dies Volk, nachdem die Menschheit frei von Fanatismus und sinnesbetörender Anbetung sein wird, mit einer neuen Abgötterei daherkäme? Nein, geliebte Jünger und Schüler. Deshalb gibt es auch bei jedem Schritt auf eurem Wege Lektionen und Prüfungen. (292, 44)
65. Nach dem von meiner Göttlichkeit festgesetzten Tag werdet ihr mein Wort nicht mehr vernehmen. Aber es wird in eurem Gewissen, in eurem Herzen und in den Büchern niedergeschrieben sein.
66. Wer sich danach als Stimmträger erhebt und meinen Strahl anruft, kennt nicht den Urteilsspruch, den er über sich selbst fällt.
67. Ich warne euch, damit ihr den falschen Propheten, falschen Stimmträgern und falschen »Christussen« kein Gehör schenkt. Ich wecke euch auf, damit ihr rechtzeitig Verwirrung vermeidet und das Eindringen von Geistern der Finsternis unter euch verhindert. Wachet, denn von diesen Unterweisungen werdet ihr Mir Rechenschaft geben müssen, wenn ihr nicht zugerüstet seid. (229, 40 - 41)
68. Dies ist bereits der letzte Zeitabschnitt, in dem Ich in dieser Form bei euch sein werde. Glaubt daran, und glaubet auch, dass Ich nicht zu dieser Welt zurückkehren werde, um mein Wort materiell hörbar zu machen, und noch weniger, um Mensch zu werden.
69. Wappnet euch, denn es werden Gerüchte von Menschen zu euch gelangen, die behaupten, dass Ich zurückgekommen bin, dass Christus zur Erde gekommen ist. Ihr sollt dann treu bleiben und mit Überzeugung sagen: "Der Herr ist geistig bei allen seinen Kindern".
70. Falls ihr jedoch schlafen und euch nicht vergeistigen solltet, werdet ihr leugnen, dass Ich mein Wort zurückzog; und zu Gotteslästerern und Ungehorsamen geworden werdet ihr meinen Strahl auf die Menschenscharen herabbeschwören und ihnen sagen: "Lasst uns Jenen bitten, der uns sein Wort gab, dass Er weiterhin zu uns spricht. Wir wollen Ihm Gesänge und Hymnen darbringen, damit Er uns erhört".
71. Doch wahrlich, Ich sage euch: mein Strahl wird nicht mehr zum menschlichen Verstandesvermögen zurückkehren, denn Ich werde eure Torheit nicht unterstützen.
72. Was hättet ihr zu gewärtigen? Dass die Worte scheinbaren Lichtes euch in Verwirrung stürzen. Will dies euer Herz nicht? Dann bereitet euch vor auf jene Prüfung, und auf euren Gehorsam und eure Demut, wird das Licht meiner Inspiration niederstrahlen.
73. Ich kündige euch an, dass wenn nicht noch vor 1950 der Zusammenschluss dieser Gemeinden zu einem einzigen Volke geschieht, sehr bald Verwirrung herrschen wird, weil es welche geben wird, die behaupten, dass der Meister sich weiterhin kundgibt, und dann wehe diesem Volke! Habt ihr diese Bedrohung noch nicht vorausgefühlt?
74. Noch immer ist bei euch nicht jener Geist der Brüderlichkeit und Einigkeit erwacht, und ihr erwartet, dass es die Ereignisse sind, die euch vereinen. Doch wenn ihr dies erwartet, werdet ihr stattdessen erleben, wie Seuchen, Unordnung, Kriege und das Gericht der Naturgewalten ausbrechen, bis es auf der Welt keinen Ort des Friedens mehr gibt - weder auf der Erdoberfläche, noch in ihrem Innern, weder auf dem Meer, noch in den Lüften. (146, 24 - 26)
75. Ihr sollt euch zurüsten, dann werdet ihr immer, wenn ihr versammelt seid – sei es in diesen Gemeindehäusern, in euren Heimen oder in freier Natur – bei diesen Zusammenkünften geistig meine Gegenwart fühlen.
76. Aber wachet, denn es werden auch falsche Jünger erscheinen, die ausposaunen, dass sie mit dem Vater direkt Zwiesprache haben, und die falsche Weisungen und Inspirationen übermitteln.
77. Ich habe euch gelehrt, die Wahrheit vom Betrug zu unterscheiden, den Baum an seiner Frucht zu erkennen. (260. 65 - 66)
78. Ich habe euch angekündigt, dass der Zeitpunkt kommen wird, an dem ihr viele "Spiritualismen" auftauchen sehen werdet, und dass ihr dann geschult sein müsst, um zu entdecken, bei welchen Wahrheit und bei welchen Betrug zugrundeliegt.
79. Ihr werdet falsche Kundgebungen aufkommen sehen, die Mir zugeschrieben werden; Gerüchte von göttlichen Boten, die Botschaften zur Welt bringen; Sekten mit dem Namen der sieben Siegel, und viele konfuse und zweideutige Lehren.
80. All dies wird das Ergebnis der großen geistigen Verwirrung sein, die die Menschheit vorbereitet hat. Doch seid unbesorgt; sorgt hingegen dafür, dass ihr wachend und betend lebt, dann werdet ihr der Geistesverwirrung nicht erliegen, weil mein Wort in den Momenten größter Finsternis Licht sein wird, das euch meine kristallklare und ewige Wahrheit schauen lassen wird. (252, 15 - 17)
81. Die Eitelkeit hat sich in jenen eingenistet, welche in der Meinung, die volle Erkenntnis der Wahrheit erreicht zu haben, sich für gelehrt, stark, unfehlbar, groß und absolut gehalten haben, ohne sich bewusst zu werden, dass sie sich oftmals geirrt haben.
82. Ich will nicht, dass in diesem Volk, das sich gerade erst unter dem Lichte dieser Unterweisungen zu bilden beginnt, morgen die Menschen auftauchen, die – durch ihre Eitelkeit verwirrt – ausposaunen, dass sie die Re-inkarnation Christi oder dass sie die neuen Messiasse sind.
83. Die solche Handlungen begehen werden jene sein, welche meinen, das Verständnis meiner ganzen Wahrheit erlangt zu haben, in Wirklichkeit aber fern von dem durch Christus gekennzeichneten Pfade gehen, welcher derjenige der Demut ist.
84. Studiert das Leben Jesu auf Erden, und ihr werdet eine tiefe und unvergeßliche Lehre der Demut finden. (27, 3 - 6)
85. Einer der schwersten Charakterfehler ist der der Heuchelei. Sprecht nicht lautstark von Liebe, solange ihr nicht fähig seid, Mich in euren Mitmenschen zu lieben.
86. Wieviele von denen, die den Kuss des Judas verurteilt haben, wollen nicht erkennen, dass sie ihrem Bruder den Kuss vorgetäuschter Brüderlichkeit gegeben haben und sie ihn hintenherum verraten haben! Wieviele von denen, die sagen, dass sie den Notleidenden dienen, sehe Ich gegen Geld Licht, Wahrheit, Wohltätigkeit bringen.
87. Warum habt ihr, wenn euch jemand mit seinen Fragen eingeschüchtert hat, wie Petrus in seinen Augenblicken der Schwachheit gehandelt, Mich verleugnet und versichert, dass ihr Mich nicht einmal gekannt habt? Warum fürchtet ihr die menschliche Rechtsprechung und fürchtet nicht die meine?
88. Doch wahrlich, Ich sage euch, zwischen die Göttliche Gerechtigkeit und eure Sünden stellt sich die Fürsprache Marias, eurer Himmlischen Mutter, die immer für euch bittet. (75, 34)
89. Niemand ist berechtigt, das Tun seiner Mitmenschen zu richten, denn wenn der, welcher rein ist, es nicht tut – warum sollte es dann der tun dürfen, der in seinem Herzen Schandflecken trägt?
90. Ich sage euch dies, weil ihr immerzu darauf aus seid, die Saat eures Bruders zu erforschen, in der Hoffnung, Fehler an ihr zu finden, um ihm dann eure Saat zu zeigen und ihn zu demütigen, indem ihr ihm sagt, dass eure Arbeit reiner und vollkommener ist.
91. Der einzige Richter, der eure Werke abzuwägen versteht, ist euer Vater, der im Himmel wohnt. Wenn Er mit seiner Waage erscheint, wird in seinen Augen nicht jener größeren Verdienst haben, der mehr versteht, sondern der, welcher ein Bruder seiner Mitmenschen und ein Kind seines Herrn zu sein verstand. (131, 55 - 57)
92. Lernt und handelt, unterweist und fühlt dabei, was ihr tut und sagt, bekräftigt meine Lehre durch eure Werke. Ich will keine Heuchler unter meinen Jüngern. Bedenkt, was aus der Menschheit und euch selbst würde, wenn dies mit soviel Liebe und Geduld begründete Werk durch Mangel an Moral, Tugend und Wahrhaftigkeit in eurem Leben zu Fall gebracht würde. (165, 25)
93. Lauft nicht mehr den Vergnügungen oder Frivolitäten der Welt hinterher. Folgt dem Ideal, euer Leben untadelig zu gestalten, da Ich euch während eures ganzen Daseins die Befriedigungen geben werde, die Anregung für euer Herz sind. (111, 61)
94. Weh euch, wenn die bösen Neigungen mehr vermögen als die Tugenden, die ihr in eurer Seele habt, und wenn meine Unterweisung keine Früchte hervorbringt! Wenn ihr nicht über mein Wort nachdenkt und es ergründet, und dabei meint, dass ihr meinen Willen erfüllt, wird mein Licht euch wachrütteln. Doch wenn ihr die ganze Wahrheit erkennt, werdet ihr euch daran erinnern, das Ich euch zur Welt gesandt habe, um wohltätige Werke zu tun. (55, 6)
95. Wehe denen, die in dieser Zeit durch ihre Schändlichkeiten und ihren Ungehorsam den Kindern ein schlechtes Beispiel geben, die Ich mit einer geistigen Mission (zur Erde) gesandt habe! Wollt ihr den Volkshaufen gleichen, die unter Geschrei und Gespött Jesus nach Golgatha führten und dabei Entsetzen in die Herzen der Kinder säten, die sich nicht erklären konnten, warum man einen Menschen marterte und tötete, der nur Segnungen austeilte.
96. Jedesmal, wenn Jesus stürzte, weinten jene Unschuldigen. Doch wahrlich, Ich sage euch, ihr Weinen entsprang mehr dem Geiste als dem Fleische. Wieviele von ihnen folgten Mir später nach und liebten Mich, ohne dass aus ihren Herzen die Erinnerung an das ausgelöscht werden konnte, was ihre unschuldigen Augen mitangesehen hatten. (69, 50 - 51)
97. Hütet euch davor, falsch verstandene Bußen zu vollbringen, und entzieht eurem Körper nicht das, was er braucht. Erspart ihm dagegen, was für ihn schädlich ist, auch wenn es für ihn ein Opfer bedeutet. Dies wird die Buße sein, die eurer Seele dienlich ist, und daher jene, die dem Vater wohlgefällt. (55, 40)
98. Ihr seht bereits in Gott weniger einen Richter als den Vater von vollkommener und unerschöpflicher Liebe, und Ich sage euch, dass es gut ist, dass ihr in Gott euren Vater seht.
99. Dennoch muss Ich euch sagen, um euch wach zu halten, dass auch ihr, wie jenes alte Volk, einem neuen Fehler anheimfallen könnt, und dieser Fehler kann darin bestehen, dass ihr euch nicht darum bemüht, euch moralisch und seelisch zu bessern, oder dass ihr euch keine Sorgen darüber macht, fortwährend und schwer zu sündigen, in dem Vertrauen, dass der Vater vor allem Liebe ist und euch vergeben wird.
100. Gewiss, Gott ist Liebe, und es gibt kein Vergehen, so schwer es auch sei, das Er nicht vergibt. Aber ihr sollt genau wissen, dass dieser Göttlichen Liebe eine Gerechtigkeit entspringt, die unerbittlich ist.
101. Seid euch all dessen bewusst, damit das, was ihr als Erkenntnis meiner Lehre in euch aufgenommen habt, der Wahrheit entspricht, und ihr alle irrigen Vorstellungen zunichte macht, die in euch vorhanden sein könnten.
102. Vergesst nicht, dass die Liebe des Vaters euch zwar vergibt, aber dass der Schandfleck - trotz Vergebung - eurer Seele aufgeprägt bleibt, und dass ihr ihn durch Verdienste abwaschen müsst und so der Liebe gerecht werdet, die euch vergab. (293,43 - 44)
103. Eine Stimme hat euch erweckt, eine gütige und trostreiche Stimme, die euch ins Reich des Lichtes und des Lebens ruft, die sich jedoch in Gerechtigkeit verwandeln kann, wenn ihr es vorzieht, weiterhin eure Seele herabzuwürdigen und das Gesetz zu mißachten.
104. Dem Gehorsamen und Demütigen sagt mein Wort: Bleibe standhaft, denn du wirst viel von meiner Gnade erlangen und wirst vieles für deine Geschwister erreichen.
105. Dem Törichten sagt meine Stimme: Wenn du diese gesegnete Gelegenheit nicht nutzest, um dem Schmutz der Sünde oder der Finsternis der Unwissenheit, in der du lebst, zu entkommen, wirst du Zeiten und Zeitalter über deinen Geist hinweggehen sehen, ohne zu erfahren, was der Herr in seiner Botschaft brachte, noch welches die Geistesgaben waren, die Er seinem Volke offenbarte.
106. Zwar wird es für alle eine geeignete Zeit geben, um sich zu retten und sich zu den Höhen aufzuschwingen. Aber wehe dem, der diesen Tag verzögert! Wehe dem, der die Gelegenheiten versäumt, die Entwicklung seiner Seele zu erreichen, weil er sich den Nichtigkeiten dieser Welt gewidmet hat! Er weiß nicht, wie lange die Zeit sein wird, in der er auf eine neue Gelegenheit warten muß, noch kennt er die Bitternis seiner Wiedergutmachung.
107. Darin liegt nicht die geringste Vergeltung oder die gelindeste Strafe von seiten des Vaters, wohl aber seine strenge und unerbittliche Gerechtigkeit.
108. Wißt ihr etwa heute, da Ich Mich unter euch eingefunden habe, ob ihr nicht schon frühere Gelegenheiten versäumt oder ungenutzt gelassen habt, und kennt ihr etwa die Zeitspanne, die euer Geist abgewartet hat, um diese neue Gelegenheit zu erhalten, eine Mission zu erfüllen, die ihm vor langer Zeit anvertraut wurde?
109. Was weiß euer Herz oder euer Verstand von der Vergangenheit seines Geistes, von seinem Schicksal, seinen Verschuldungen, Aufgaben und Sühneleistungen? Nichts!
110. Daher dürft ihr die Vervollkommnung des Geistes nicht unterbrechen, noch ihn durch die Liebe zu den Gütern der Welt in Versuchung führen. Er muss einem anderen Weg, anderen Zielen, anderen Idealen folgen. (279, 16 - 19)
111. Wehe der Menschheit, wenn in ihrem Herzen nicht endlich die Barmherzigkeit und tätige Nächstenliebe aufbricht! Wehe den Menschen, wenn sie nicht endlich volle Erkenntnis ihrer bösen Werke erlangen! Ihre eigene Hand entfesselt über ihnen die Wut der Naturgewalten und versucht, auf die Nationen den Kelch des Schmerzes und der Bitterkeit auszugießen. Selbst wenn sie das Resultat ihres Wirkens ernten, werden manche noch immer sagen: Es ist die Strafe Gottes. (57, 82)
112. Wehe den Völkern, die hartnäckig an ihrem Götzendienst, ihrem Fanatismus und ihrer Tradition festhalten! Sie werden mein Licht nicht schauen können, noch werden sie die unendliche Beglückung des Erwachens des Geistes fühlen.
113. Zwar wird meine Lehre die Welt erschüttern. Doch wenn der Kampf zu Ende ist, wird man auf Erden den wahren Frieden fühlen – jenen, der meinem Geiste entspringt. Nur die Törichten, die Starrköpfigen und die Hartherzigen werden weiterhin leiden. (272, 12 - 13)
114. Ich mache Mich im harten Herzen der Menschen fühlbar – jener, die die Absicht haben, die Kriege zu schüren - damit sie erkennen, dass mein Wille stärker ist als ihre kriegerischen Absichten. Falls das Herz jener Männer hart bleibt und sich von meinem Willen nicht umstimmen läßt, wird Meine Gerechtigkeit auf dem ganzen Erdball fühlbar werden. (340, 33)
115. Wiederum, wie in den Zeiten Noahs, werden sich die Menschen über die Prophezeiungen lustig machen, und erst, wenn sie spüren, dass die Wasserfluten bereits ihre Körper unter sich begraben, werden sie zu glauben und zu bereuen beginnen.
116. Meine Barmherzigkeit wollte euch immer in eurer Unbesonnenheit aufhalten, doch ihr wolltet nie auf Mich hören. Sodom und Gomorrha wurden gleichfalls gewarnt, damit sie Furcht und Reue fühlen und ihre Zerstörung vermeiden sollten. Doch sie wollten nicht auf meine Stimme hören und gingen unter.
117. Auch Jerusalem forderte Ich auf, zu beten und zur wahren Gottesverehrung zurückzukehren. Aber sein ungläubiges und fleischlich gesinntes Herz verwarf meine väterliche Ermahnung und musste sich durch die Geschehnisse von der Wahrheit überzeugen lassen. Wie bitter waren dann jene Tage für Jerusalem!
118. Erkennt ihr nun die Wahrheit, dass ihr noch immer dieselben seid? Denn ihr habt eure geistige Kindheit nicht verlassen wollen, um zu wachsen und auf dem Weg der Weisheit, die in meinem Worte liegt, aufwärtszusteigen.
119. Ich sende euch allen diese Botschaft, welche Völkern und Nationen als Prophetie, zum Erwachen, zur Wachsamkeit dienen soll. Wohl euch, so ihr an ihren Inhalt glaubt.
120. Denkt über ihren Sinngehalt nach, doch wachet und betet hernach, denn wenn ihr dies tut, wird euch ein inneres Licht leiten und eine höhere Kraft beschützen, bis ihr in Sicherheit seid. (325,73-77)
1. Jünger, geht in euch, hört und fühlt Mich wie früher. Erinnert euch, wie ihr bekannt habt, dass dies Wort euer Leben und das Licht eures Schicksals ist. Vergesst nicht, dass Ich euch heute sage: Das, was ihr benötigt, wird euch zur rechten Zeit gegeben.
2. Gießt von neuem Öl in eure Lampen, damit die Flamme des Glaubens und des Wissens wieder aufleuchtet.
3. Schlaft nicht, wachet und betet, denn der Meister kann euch überraschen, wenn Er wie früher eure Wohnung betritt, wie in jenen Tagen spiritueller Begeisterung, da ihr auf Schritt und Tritt meine Gegenwart fühltet.
4. Ihr werdet dann sehen, wie euer Leben von neuem von jenem Lichte erhellt sein wird, das aufhörte, euch zu erleuchten, ohne dass es euch bewusst wurde; und es wird euch das Vertrauen in eine Zukunft voller Überfluss und Weisheit zurückgeben. (4, 27 - 29)
5. Viele von euch nennen sich Spiritualisten, weil sie an meine Gegenwart während meiner Kundgabe durch das menschliche Verstandesvermögen Glauben haben, und weil sie oft anwesend sind, um mein Wort zu vernehmen. Aber ich will, dass ihr Spiritualisten seid durch Ausübung des Guten, durch die Erkenntnis der Essenz des Lebens, durch eure Liebe zu den Nächsten, durch euren Gottes-Dienst mittels eines hochherzigen, fruchtbaren und tugendsamen Daseins. (269, 55)
6. Einigen habe Ich eine bescheidene Herkunft auf der Welt gegeben, damit sie sich in ihrem Leben den Meister zum Vorbild nehmen; anderen habe Ich ein reiches Heim gegeben, damit sie gleichfalls Jesus nacheifern, welcher, obwohl ein König, seinen "Thron" verließ und den Armen, Kranken und Sündern diente.
7. Das Verdienst jenes, der von seiner gesellschaftlichen Stellung herabsteigt, um seinen Nächsten zu dienen, wer diese auch seien, ist ebenso groß wie das desjenigen, der sich auf dem Wege der Liebe von seinem armseligen und unbekannten Leben zur Höhe der Gerechten aufschwingt. (101, 55 - 56)
8. Ihr fragt Mich, warum Ich zu euch gekommen bin: weil Ich sehe, dass ihr den Weg vergessen habt, auf dem ihr zu dem Schoße zurückkehren sollt, aus dem ihr hervorgegangen seid, und Ich zeige ihn euch aufs neue.
9. Der Weg ist mein Gesetz, und durch dessen Befolgung wird die Seele Unsterblichkeit erlangen. Ich zeige euch die Pforte, die ebenso schmal ist wie der Weg, den Ich euch seinerzeit mit meiner Unterweisung vor Augen führte. (79, 2 - 3)
10. Ihr, die ihr Mich hört, solltet denen den Weg bereiten, die Mich geistig empfangen werden. Es ist nicht der Zufall gewesen, der diejenigen in meine Gegenwart brachte, die meine Unterweisung empfangen haben, so wenig wie es der Zufall sein wird, der die Geistesgaben bei denen entwickelt, die meine Gegenwart ohne die Notwendigkeit eines menschlichen Stimmträgers fühlen sollen. (80, 4)
11. Ich habe euch dazu bestimmt, auf Erden das Gute zu verbreiten, welches wahre Spiritualität ist.
12. Fühlt ihr euch zu unfähig und unbedeutend? Haltet ihr euch für zu unrein, um eine Aufgabe dieser Art auf eure Seele laden zu können ? Der Grund dafür ist, dass ihr meine Weisheit und meine Barmherzigkeit nicht kennt, dass ihr nicht mit ungetrübten Sinnen die Lehrbeispiele beobachtet, die Ich euch auf Schritt und Tritt durch die Natur gebe.
13. Seht ihr nicht, wie die Strahlen der Sonne, alles erhellend, selbst zur verseuchtesten Pfütze gelangen, sie verdunstet, in die Athmosphäre erhebt, reinigt und schließlich in eine Wolke verwandelt, die über die Lande zieht und sie fruchtbar macht ? (150, 51 - 53)
14. Entledigt eure Seele hier in meiner Gegenwart aller Unreinheiten und lasst sie frei. Habt keine Furcht, denn ihr werdet Mir kein Geheimnis preisgeben, Ich kenne euch besser als ihr euch selbst. Beichtet Mir in eurem Innersten, Ich werde euch besser verstehen als irgend jemand und euch eure Gesetzesverstöße und eure Schuld vergeben, denn Ich bin der Einzige, der euch richten darf.
15. Doch wenn ihr euch mit eurem Vater versöhnt habt, und ihr in eurem Wesen die Siegeshymne hört, die euer Geist anstimmt, so setzt euch in Frieden an meinen Tisch, esset und trinket die Speisen des Geistes, die im Sinngehalt meines Wortes enthalten sind. (39, 71)
16. Viele von euch kommen weinend herbei, nachdem sie den Schmerz verflucht haben. Ich vergebe eure Fehler in Anbetracht dessen, dass sie von eurer Unwissenheit herrühren.
17. Beruhigt euer Herz und macht euren Verstand aufnahmebereit, damit ihr begreift, was Ich euch nun sage, Kinderschüler des Lebens: Wenn ihr wieder einmal fühlt, dass euer Herz von Schmerz durchdrungen wird, so trennt euch für kurze Zeit von allem, was euch umgibt, und bleibt allein. Dort, in der Vertrautheit eures Schlafzimmers, sprecht mit eurer Seele, nehmt euch euren Schmerz vor und erforscht ihn, als ob ihr irgendein Objekt in die Hand nehmen würdet, um es zu untersuchen.
18. Erkundet auf diese Weise euren Kummer, erkennt, woher er stammt und warum er gekommen ist. Hört auf die Stimme eures Geistes, und wahrlich, Ich sage euch, ihr werdet aus jener Betrachtung einen Schatz an Licht und Frieden für euer Herz ziehen.
19. Das Licht wird euch die Art und Weise sagen, den Schmerz zu beseitigen, und der Friede wird euch die Kraft geben, auszuharren, bis die Prüfung vorüber ist. (286, 26 - 28)
20. Ihr müsst euch weiterhin darum bemühen, seelisch und körperlich widerstandsfähig zu sein. Denn wenn es bis heute Krankheiten unter euch gibt, so deshalb, weil ihr euch aus Mangel an Vergeistigung und an Glauben nicht über das Elend und den Schmerz dieses Lebens zu erheben vermochtet.
21. Meine Lehre lehrt nicht nur, Glauben an die Macht Gottes zu haben, sondern dass ihr Glauben an euch selbst haben sollt. (246, 40 u. - 41 o.)
22. Heute sagt ihr zwar: "Gott ist in uns"; aber ihr sagt es, ohne es zu fühlen noch zu verstehen, denn eure Vermaterialisierung hindert euch daran, meine Gegenwart in eurem Wesen zu empfinden. Aber wenn einmal die Vergeistigung Teil eures Lebens ist, werdet ihr die Wahrheit meiner Gegenwart in jedem Menschen erfahren. Meine Stimme wird in den Gewissen ertönen, der innere Richter wird vernommen und die Warmherzigkeit des Vaters empfunden werden. (265, 57)
23. Diese Unterweisung gelangt in euer Herz, wo Vorsätze zur Besserung und zu edlen Gefühlen geboren wurden.
24. So ihr viel gelitten und geweint habt, bis ihr bereit wart, Mir die Türen eures Herzens zu öffnen – wahrlich, Ich sage euch, der, der viel gelitten hat, hat damit zugleich seine Verfehlungen gesühnt und soll Vergebung erlangen. (9, 37 - 38)
25. Du weinst, mein Volk, weil du in deinem reuevollen Herzen die Liebe des Meisters fühlst. Man hatte euch gesagt, dass keiner, der mit einer schweren Schuld in seiner Seele vor den Vater treten würde, Vergebung erlangen würde, und dass er eine ewige Verdammnis zu erleiden hätte.
26. Doch wie habt ihr meine göttliche Gerechtigkeit als so ungeheuerlich auffassen können? Habt ihr nicht bemerkt, wie Ich durch Jesus deutlich zeigte, dass meine zartesten Worte und meine liebevollsten Blicke denen galten, welche am meisten gesündigt hatten? Wie könnte Ich auf der Welt eine Lehre verkünden und in der Ewigkeit das Gegenteil davon tun? (27, 41)
27. Tröstet euch in den bitteren und schwierigen Augenblicken eures Lebens mit dem Gedanken, dass mein weises und vollkommenes Gesetz alles richtet.
28. Ich bin in eurem Schmerz gewesen, damit ihr Mich durch ihn sucht. Ich habe euch mit Armut heimgesucht, damit ihr lernt, zu bitten, demütig zu sein und die anderen zu verstehen.
29. Ich habe euch sogar das tägliche Brot vorenthalten, um euch zu zeigen, dass, wer vertrauensvoll bleibt, gleich den Vögeln ist, die sich nicht um das Morgen sorgen; sie sehen das Morgenrot als ein Symbol meiner Gegenwart aufgehen, und beim Erwachen ist das erste, was sie tun, dass sie ihre Triller als ein Dankgebet und als Beweis ihres Vertrauens emporsenden. (5, 55 - 57)
30. Manchmal sagt ihr Mir: "Herr, wenn ich alles hätte, wenn mir nichts mangeln würde, würde ich in Deinem geistigen Werke mitarbeiten und Wohltätigkeit üben." Doch wisset, dass ihr als Menschen wankelmütig seid und dass alle Vorsätze von heute, da ihr nichts besitzt, sich ändern würden, wenn Ich euch alles gewähren würde, was ihr euch wünscht.
31. Nur die Liebe Gottes zu seinen Kindern ist unwandelbar.
32. Ich weiß im voraus, dass ihr zugrunde gehen würdet, wenn Ich euch im Überfluss beschenken würde, denn Ich kenne eure Entscheidungen und Schwächen. (9, 55 - 57)
33. Als Ich euch gesagt habe, dass ihr auf Vergnügungen verzichten sollt, habt ihr mein Wort falsch ausgelegt und schließlich gemeint, dass es Mir wohlgefälliger ist, euch leiden als sich freuen zu sehen.
34. Da Ich euer Vater bin - wie könnt ihr da der Meinung sein, dass Ich euch lieber weinen als lächeln sehe?
35. Als Ich euch sagte, dass ihr auf Vergnügungen verzichten sollt, meinte Ich damit nur jene, die für die Seele verderblich oder für euren Körper schädlich sind. Doch Ich sage, dass ihr euch für den Geist und für das Herz wohltätige Befriedigungen verschaffen sollt, die für euch errreichbar sind. (303, 27)
36. Ich habe nicht einmal verlangt, dass ihr an Mich glauben sollt, als ihr hierher fandet. Ich war es, der euch zuvorkam und euch Beweise gab, indem Ich eure körperlichen Krankheiten heilte, eurer Seele Frieden gab oder etwas, was ihr für unerreichbar hieltet.
37. Danach, als ihr an Mich geglaubt habt und euch gläubig der Erfüllung meines Gesetzes widmetet, habe Ich jedem seine Aufgabe gezeigt, damit er nicht vom Wege abirrt und er nur das übernimmt, was ihm zukommt, und seinen Geschwistern Barmherzigkeit und Liebe gibt, wie Ich es an euch getan habe.
38. Glaubt ihr etwa, dass alle, die lehren, Meister sind? Meint ihr, dass alle, die sich Diener Gottes nennen, meine Abgesandten sind, oder dass Ich ihnen die Aufgabe gegeben habe, die sie ausüben? Meint ihr, dass alle, die in der Welt herrschen, regieren und befehlen, die notwendigen Fähigkeiten besitzen, um diese Aufgabe zu erfüllen? Nein, Volk! Wie wenige sind derer, die den Auftrag ausführen, der ihnen in Wahrheit anvertraut worden ist! Während die einen sich einer Stellung bemächtigen, die ihnen nicht zukommt, sehen sich die, die sie bekleiden müssten, erniedrigt und zurückgesetzt. (76, 36 - 37)
39. Denkt nicht, dass Ich Mich verletzt fühle, wenn jemand nicht an meine Gegenwart bei dieser Kundgebung glaubt, denn durch nichts wird meine Wahrheit beeinträchtigt. Wie viele Menschen haben daran gezweifelt, dass ein göttliches Wesen existiert, das alle Wunder des Universums geschaffen hat, und doch hat die Sonne deshalb nicht aufgehört, ihnen ihr Licht zu spenden. (88, 7)
40. Heute öffnet ihr dem Lichte meiner Unterweisung die Türen eures Herzens und eures Verstandes. Mit welchen Werken werdet ihr Mich verherrlichen?
41. Ihr alle schweigt, es schweigt der Geist und auch der Körper vor Mir. Ihr neigt euren Nacken und demütigt euch. Doch Ich will nicht, dass meine Kinder sich vor Mir demütigen. Ich will, dass sie würdig sind, ihr Angesicht zu erheben und das meine zu schauen, denn Ich suche weder Diener noch Sklaven; Ich suche keine Geschöpfe, die sich als Geächtete, Verstoßene fühlen, Ich komme zu meinen Kindern, die Ich so sehr liebe, damit sie beim Hören meiner Vaterstimme ihre Seele auf den Pfad zu ihrer geistigen Aufwärtsentwicklung erheben. (130, 39 - 40)
42. Geliebte Jünger, wacht mit Eifer über meinem Werk, befolgt meine Anweisungen, und ihr werdet damit von Mir Zeugnis ablegen. Maria, eure liebevolle Mutter, kommt gleichfalls zu euch herab und erfüllt euch mit Gnade, lehrt euch die vollkommene Liebe und verwandelt euer Herz in eine Quelle der Barmherzigkeit, damit ihr große Werke der Liebe unter euren Mitmenschen vollbringt und die Wahrheit erkennt. Sie ist meine Mitarbeiterin, und neben Meinem Wort als Meister und als Richter gibt es ihr Wort als Mutter und als Fürsprecherin. Liebe sie, Volk, und rufe ihren Namen an. Wahrlich, Ich sage euch, Maria wacht über euch und steht euch bei, nicht nur in diesen Tagen der Prüfung, sondern ewiglich. (60, 24)
43. Ich habe euch »das Marianische Volk« genannt, weil ihr die Göttliche Mutter zu lieben und anzuerkennen versteht und zu ihr kommt wie das Kind, das nach Zärtlichkeit verlangt, oder wie der Sünder, der Fürsprache sucht.
44. Die Gegenwart Marias in der Welt ist ein Beweis meiner Liebe zu den Menschen. Ihre Reinheit ist ein himmlisches Wunder, das euch offenbart wurde. Von Mir kam sie herab auf die Erde, um Frau zu werden, damit in ihrem Schoße der göttliche Same keimen konnte, der Körper von Jesus, durch welchen das »Wort« sprechen würde. In der heutigen Zeit offenbart sie sich von neuem. (5, 9 - 10)
45. Es ist nötig, dass das menschliche Herz von Grund auf die kostbare Botschaft kennenlernt, die ihr Geist der Welt brachte, und nachdem ihr die ganze Wahrheit kennt, sollt ihr jede abgöttische und schwärmerische Verehrung, die ihr ihr geweiht habt, aus eurem Herzen tilgen und ihr dafür eure geistige Liebe darbringen. (140, 43)
46. Einige sagen Mir: "Herr, warum erlaubst Du nicht, dass wir alle Dich sehen, wie unsere Geschwister, die bezeugen, dass sie Dich schauen?"
47. Ach ihr schwachen Herzen, die ihr sehen müßt, um zu glauben! Welches Verdienst findet ihr dabei, wenn ihr Jesus in einer Vision in Menschengestalt schaut, obwohl euer Geist Mich durch die Liebe, den Glauben und das Gefühl in meiner Göttlichen Essenz unbegrenzt und vollkommen wahrnehmen kann?
48. Ihr tut übel, wenn ihr jene beneidet, welche die Gabe besitzen, das Geistige in Gestalten oder Symbolen begrenzt zu erblicken denn was jene sehen, ist genau genommen nicht das Göttliche, sondern ein Sinnbild oder eine Allegorie, die zu ihnen vom Geistigen spricht.
49. Seid zufrieden mit euren Gaben und ergründet die Zeugnisse, die ihr empfangt, und sucht immer den Sinngehalt, das Licht, die Belehrung, die Wahrheit. (173, 28 - 30)
50. Verfälscht niemals meine Lehren. Legt mein Werk als ein Buch vor, das nur Reinheit enthält, und wenn ihr euren Weg beendet habt, werde Ich euch empfangen. Ich werde nicht die Flecken in eurer Seele ansehen und werde euch meinen göttlichen Kuss geben, welches der größte Lohn sein wird, wenn ihr im Verheißenen Lande ankommt. Denn euch habe Ich in dieser Zeit eine Handvoll Samen gegeben, damit ihr lernen solltet, auf fruchtbare Felder zu säen, und ihr ihn dort vervielfältigen solltet. (5, 27)
51. Beurteile deine Verantwortung, geliebtes Volk, bedenke, dass ein Tag, den du versäumst, ein Tag ist, um den ihr das Kommen dieser Frohen Botschaft zu den Herzen eurer Mitmenschen verzögert – dass eine Unterweisung, die ihr verliert, ein Brot weniger ist, das ihr den Bedürftigen anbieten könnt. (121, 40)
52. Ihr kennt bereits den Geschmack der Frucht von diesem Baume, und Ich warne euch, damit ihr euch in der Zukunft nicht von falschen Propheten betören lasst; doch auch für eure Mitmenschen sollt ihr "wachen", indem ihr sie die Essenz meiner Lehre erkennen lehrt.
53. Es steht geschrieben, dass nach meinem Weggang falsche Propheten aufstehen werden, die meinem Volk sagen werden, dass sie meine Boten sind und in meinem Namen kommen, um das Werk fortzusetzen, das Ich unter euch vollbrachte.
54. Wehe euch, wenn ihr euch vor falschen Propheten und falschen Lehrern verbeugt, oder wenn ihr meiner Lehre Worte ohne geistigen Gehalt beimengt, denn dann wird es eine große Verwirrung geben! Darum sage Ich euch immer wieder: "Wachet und betet." (112, 46 - 47)
55. Wenn ihr euch nicht zubereitet, werden undeutliche Stimmen zu euren Ohren gelangen, die euch verwirren, und später werdet ihr eure Brüder damit verwirren.
56. Ich mache euch wachsam, damit ihr, wenn diese Kundgaben einmal beendet sind, nicht versucht, sie von neuem aufzunehmen, weil es keine Geister des Lichtes sein werden, die sich kundgeben, sondern verwirrte Wesen, welche das zerstören wollen, was ihr vorher aufgebaut habt.
57. Dagegen wird der, der sich vorzubereiten versteht, jener, welcher – statt hervorragen zu wollen – sich nützlich zu machen sucht, welcher – statt Ereignisse zu beschleunigen – mit Geduld abwartet, meine Unterweisung deutlich vernehmen, die zu seinem Geiste gelangen wird durch die Gaben, die in ihm sind, welches die der Inspiration, der Intuition, der Vorausahnung sind, mittels des Gebetes, der geistigen Schauung und der prophetischen Träume. (7, 13 - 14)
58. Heute schaut ihr auf diese Stimmträger, die zu euch in Verzückung sprechen, und so groß auch die Ungläubigkeit mancher ist, denkt ihr, dass meine Kundgabe durch diese Übermittler möglich ist. Doch wenn die Menschen einst meine Jünger in ihrem normalen Zustand Göttliche Offenbarungen verkünden sehen, werden sie an ihnen zweifeln.
59. In eurer eigenen Gemeinde werden sich solche erheben, die zweifeln, wenn sie euch unter meiner Inspiration sprechen hören, und ihr werdet eine große Zurüstung und seelische Reinheit haben müssen, um Glauben zu finden. (316, 52 - 53)
60. Wenn ihr auf euren Wegen Menschen beobachtet, die mit ihren Werken oder ihrer Art zu denken angesichts meiner Offenbarungen geistige Rückständigkeit beweisen, so seid nicht bestürzt, denn ihr müsst wissen, dass niemals alle Menschen im gleichen Takt marschiert sind. Vertraut darauf, dass Ich schon jetzt für sie die Worte hinterlasse, die sie erwecken werden, sobald die Zeit dafür gekommen ist.
61. Jene Worte, die ihr derzeit nicht verstehen könnt, sind gerade die, die jene Menschen begreifen werden. (104, 42 - 43)
62. Glaubt und handelt ohne Fanatismus. Erhebt euch und stellt euch auf eine Stufe, von der aus ihr alle eure Mitmenschen ohne Berücksichtigung der Glaubensbekenntnisse oder Lehre unterweisen könnt.
63. Zögert nicht, einem Bedürftigen Gutes zu tun, nur weil er eine zurückgebliebene oder unvollkommene Gottesverehrung ausübt. Vielmehr soll euer selbstloses Werk sein Herz erobern.
64. Schließt euch nicht in Gruppen ab und schränkt damit nicht euer Tätigkeitsfeld ein. Seid ein Licht für jede Seele und ein Balsam in jeder Trübsal. (60, 27)
65. Falls eure Mitmenschen verächtlich über euch reden, weil ihr meinem Ruf gefolgt seid, so verschließt eure Ohren und schweigt; sie sind unwissend. Doch wenn ihr diese Sache zum Anlass nehmen solltet, um sie zu richten, dann wehe euch, denn ihr seid bereits vom Lichte eures Geistes erleuchtet und wisst, was ihr tut. (141, 27)
66. Also, mein Volk, verlange nicht, dass alle Menschen so denken und glauben wie ihr. Ihr dürft die Menschen niemals verdammen, dürft über jenen, der euch kein Gehör schenkt, der eure Vorschläge, eure Unterweisung oder eure Ratschläge nicht annimmt, kein Urteil fällen oder eine Strafe verhängen. Ihr sollt alle eure Mitmenschen mit derselben tiefen Achtung und mit wahrer geistiger Nächstenliebe betrachten. Dann werdet ihr erfahren, dass jeder in seiner Religionsausübung, in seiner Lehre, auf seinem Wege den Platz erreicht hat, zu dem ihm seine geistige Befähigung das Recht gegeben hat; und hin, zu dem Punkt, auf dem ihr die Menschen seht, hat sie die eigene Entwicklung geführt. (330, 29)
67. Schon jetzt sage Ich euch, dass ihr nicht mehr als irgend jemand seid, dass der Glaube, den ihr genährt habt, nämlich ein Volk von bevorzugten Wesen zu sein, ein Irrtum ist; denn der Schöpfer in seiner vollkommenen Liebe für alle seine Geschöpfe bevorzugt niemanden.
68. Ich sage euch dies, weil ihr morgen euren Mitmenschen die Lehre darlegen sollt, die Ich euch in dieser Zeit gebracht habe, und Ich nicht will, dass ihr bei den Nachkommenden als höhere Wesen erscheint, noch soll es den Anschein haben, dass die Verdienste euch würdig machten, die einzigen zu sein, die mein Wort hörten.
69. Ihr sollt verstehende, demütige, schlichte, edelmütige und barmherzige Geschwister sein.
70. Ihr sollt stark, aber nicht anmaßend sein, damit ihr die Schwachen nicht erniedrigt. Wenn ihr große Kenntnisse über meine Lehre besitzt, so sollt ihr euch doch niemals mit eurem Wissen brüsten, damit sich eure Mitmenschen neben euch nicht minderwertig fühlen. (75, 17 - 19)
71. Selbst hier unter meinen Arbeitern – wie viele gibt es, die, ohne meine Lehre verstanden zu haben, sich für höhere Wesen hielten, der Bewunderung und Huldigung würdig, als sie sich mit einer Geistesgabe begnadet wussten. Hierzu frage Ich euch, ob ihr es gutheißen könnt, dass ein hochstehender Geist sich etwas auf seine Gaben einbildet, wo doch die Demut und die Nächstenliebe die wesentlichen Eigenschaften sind, die er haben muss. (98, 15)
72. Erinnert euch, dass Ich euch einmal sagte: Ich habe euch nicht geschaffen, damit ihr wie Schmarotzerpflanzen seid. Ich will nicht, dass ihr euch damit begnügt, niemandem etwas Böses zu tun. Ich will, dass ihr eure Befriedigung darin findet, Gutes getan zu haben. Jeder, der nicht Gutes tut, obwohl er es tun könnte, hat mehr Böses getan als jener, der, weil er keine guten Werke zu tun imstande war, sich darauf beschränkte, Böses zu tun, weil es das einzige war, das er zu tun verstand. (153, 71)
73. O meine vielgeliebten Kinder, die ihr wie verirrte Schafe klagt und mit angstvoller Stimme nach eurem Hirten ruft! Wenn ihr eure Augen vor der Wirklichkeit verschließt, die euch umgibt, denkt ihr schließlich, dass Ich die Ursache all eures Elends auf der Erde bin; andere glauben, dass Mir ihr Wohl und Wehe gleichgültig ist.
74. Wie undankbar seid ihr, wenn ihr so von eurem Vater denkt, und wie ungerecht in der Beurteilung meiner vollkommenen Gerechtigkeit!
75. Meint ihr, Ich höre euch nicht, wenn ihr sagt, dass ihr euch nur von Bitternissen nährt; dass die Welt, die ihr bewohnt, eine Welt ohne Glück ist, und dass das Leben, das ihr führt, keine Daseinsberechtigung hat?
76. Ihr fühlt Mich nur, wenn ihr glaubt, dass Ich euch züchtige, dass Ich euch jede Barmherzigkeit versage, und vergesst die Zärtlichkeit und Güte eures Vaters; ihr beklagt euch über euer Leben, statt seine Wohltaten zu segnen.
77. Dies deshalb, weil ihr eure Augen vor der Wahrheit verschließt und nur Leid und Tränen in eurer Umwelt seht und in Verzweiflung geratet, weil ihr glaubt, dass alles ohne Belohnung bleiben wird.
78. Wie anders wäre euer Leben, wenn statt dieses Aufbegehrens, dieser Verständnislosigkeit, euer erster Gedanke täglich der wäre, euren Vater zu segnen, und eure ersten Worte solche des Dankes wären für so viele Wohltaten, die euch seine Liebe beschert!
79. Aber ihr vermögt diese Tugenden nicht mehr zu empfinden, weil das »Fleisch« eure Seele verstört hat und ihr meine Lehre vergessen habt; deshalb spreche Ich zu euch von diesen Empfindungen, die ihr aus eurem Herzen verbannt habt. (11, 4 - 9)
80. Ihr habt gesündigt, die Ehe gebrochen, Verbrechen begangen, und nun, da ihr der Wahrheit meines Wortes gegenübersteht, das euch eure Vergehen aufzeigt, vergesst ihr eure Übertretungen und glaubt, dass euer Herr ungerecht ist, wenn er zu euch von Prüfungen und Sühne spricht. (17, 33)
81. Ihr seid sehr geprüft worden, liebste Jünger. Weil jede Prüfung für euch ein Geheimnis birgt, wisst ihr nicht, ob sie dafür da ist, um euch im Kampfe zu stärken, um euch etwas zu offenbaren, das ihr nicht kennt, oder um irgendein Vergehen zu sühnen. Doch weicht niemals vor den Prüfungen zurück, denn dazu sind sie nicht gesandt worden; auch gehen sie nicht über eure moralischen oder seelischen Kräfte. (47, 26)
82. Warum fürchten viele von euch, dass euer Schicksal von Mir mit Prüfungen, Schmerzen, Strafen oder Unglücksfällen niedergeschrieben worden ist? Wie könnt ihr zu der Auffassung gelangen, dass Der, der euch in vollkommener Weise liebt, euch einen Weg voller Dornen beschert? Wahrlich, Ich sage euch, der unheilvolle und mit Schicksalsschlägen besäte Weg ist jener, den ihr nach eurem Willen wählt, in der Meinung, dass auf ihm Freuden, Freiheit, Glückseligkeit zu finden seien, ohne zu begreifen, dass es gerade der euch bestimmte Weg ist, von dem ihr euch entfernt, auf dem wahrer Friede, Sicherheit, Kraft und Gesundheit, Wohlergehen und Überfluss zu finden sind.
83. Dieser Weg, den Ich euch in meiner Lehre anbiete, ist der eurem Geiste von seiner Erschaffung an vorbestimmte, damit ihr auf ihm schließlich das findet, was ihr ersehnt. (283, 10 - 11)
84. Ihr urteilt oberflächlich, als ob ihr Kinder wärt, und bedenkt dabei nicht, dass die Prüfungen, die euch geißeln, euer Werk sind. Wenn sie sich daher über euch entladen, wünscht ihr, dass sie von euch weichen, dass das Schicksal abgeändert wird, um nicht zu leiden, um den Leidenskelch nicht länger zu trinken.
85. Der Grund dafür ist, dass ihr mit eurem geistigen Blick nicht in die Wirklichkeit eindringen könnt, um zu begreifen, dass alles, was ihr erntet, ihr selbst gesät habt, und dass ihr euch jedes Leid selbst zugezogen habt.
86. Nein, ihr habt nie verstanden, in die Wahrheit einzudringen, und wenn daher der Schmerz in euer Herz dringt, haltet ihr euch für Opfer einer Göttlichen Ungerechtigkeit. Doch Ich sage euch, dass in Gott nicht die kleinste Ungerechtigkeit existieren kann.
87. Die Liebe Gottes ist unveränderlich, unwandelbar und ewig. Wer daher glaubt, dass der Göttliche Geist von Zorn, Grimm und Wut ergriffen werden kann, erliegt einem großen Irrtum. Solche Schwächen sind nur in menschlichen Wesen vorstellbar, wenn ihnen Seelenreife und die Herrschaft über die Leidenschaften fehlen.
88. Zuweilen sagt ihr Mir: "Herr, weshalb müssen wir die Folgen von Werken "bezahlen," die nicht unsere sind, und weshalb müssen wir die bittere Frucht ernten, die andere erzeugt haben?" – Darauf antworte Ich euch, dass ihr davon nichts versteht, weil ihr nicht wisst, wer ihr früher gewesen seid, und welches eure Werke waren. (290, 9 - 12)
89. Geliebtes Volk: Eure Herzen sind von Genugtuung erfüllt bei dem Gedanken, dass ihr meine Jünger in dieser "Dritten Zeit" seid. Doch Ich sage euch, dass ihr niemals zulassen dürft, dass euch die Eitelkeit verblendet. Denn wenn ihr dieser Schwäche erliegen würdet, würdet ihr selbst euer Gewissen nicht mehr anhören, wenn dieses euch eure Verfehlungen vorhält. Wer sein menschliches Leben nicht zu säubern und zu veredeln beginnt, kann nicht erwarten, sich seelisch aufwärtszuentwickeln, denn seine Schritte werden irreführend sein, und seine Werke keinen Wahrheitssamen haben.
90. Bedenkt also, dass Ich in meinen Lektionen manchmal von der geistigen Unterweisung zum Ratschlag herabsteige, damit ihr euch in eurem menschlichen Leben richtig verhaltet. Ich spreche dann zum Herzen des Menschen, ermahne es zur Erneuerung, mache ihm den Schaden begreiflich, den die Laster dem Körper zufügen, und das Übel, das sie der Seele antun.
91. Ich habe euch gesagt, dass der Mensch, der sich von einem Laster beherrschen lässt, vergessen hat, dass der Geist nicht besiegt werden darf – dass er vergessen hat, dass die wahre Stärke darin besteht, das Böse durch die Tugend zu überwinden.
92. Jener vom Fleisch besiegte Mensch hat sich selbst herabgewürdigt, hat gegen seine Selbstachtung verstoßen, ist von seinem hohen Stand eines Menschen zu einem armen Wesen herabgesunken, das zu feige ist, um zu kämpfen.
93. Anstatt seinem Heime Licht, Brot und Wein zu bringen, bringt jener Mann Schatten, Leid und Tod, macht sein Kreuz und das seiner Gattin und seiner Kinder schwer und hemmt den geistigen Entwicklungsweg aller, die um ihn sind. (312, 32 - 35)
94. Begreift, dass jeder von euch, der einen schlechten Weg aufgibt, damit bewirkt, dass die Macht des Bösen einen Teil seiner Kraft verliert; dass euer Leben, wenn es rechtschaffen ist in seinen Werken, Worten und Gedanken, auf seiner Bahn eine gute Saat hinterlässt; dass eure Ratschläge, wenn sie aus einem frommen Herzen kommen, die Kraft haben werden, Wunder zu vollbringen; und dass das Gebet, wenn es aus einem mitfühlenden und liebevollen Gedanken geboren wird, eine Lichtbotschaft sein wird für jenen, für den ihr bittet. (108, 16)
95. Hier bei Mir reinigt ihr euch von jedem Schandfleck. Ach, wenn ihr doch diese Reinheit während eures ganzen Lebens zu bewahren vermöchtet! Aber diese Atmosphäre der Vergeistigung und der Brüderlichkeit, die ihr in diesen Stunden der Gemeinschaft und der Unterweisung schafft, herrscht nicht in der Welt. Die Luft, die ihr atmet, ist durch die Sünde vergiftet.
96. Doch ihr habt empfunden, wie in dem Maße, in dem ihr euch Meine Lehre zu eigen macht, allmählich Glied für Glied der Kette von euch abfällt, die euch an die Welt schmiedet. (56, 26 - 27)
97. Lebt immer wachsam, denn auf eurem Wege wird es welche geben, die sagen, sie gehörten zu Mir; aber glaubt ihnen nicht schon im ersten Augenblick, glaubt um dessetwillen, was sie an Demut, an Weisheit und Liebe bekunden.
98. Andere werden euch sagen, dass sie mit Mir in Verbindung stehen, während sie die ersten Betrogenen sind. Deshalb müsst ihr über die Aufgabe, die ihr habt, und über die Stellung, die ihr einnehmt, immer wachen. Ihr müsst eure Augen und Ohren aufmachen und auch vieles vergeben. (12, 55 - 56)
99. Seid aktiv, schlaft nicht! Oder wollt ihr etwa warten, bis euch die Verfolgungen schlafend überraschen? Wollt ihr ein weiteres Mal in Abgötterei verfallen? Wartet ihr ab, bis fremde Lehren sich mit Gewalt oder unter Furcht durchsetzen?
100. Seid wach, denn aus dem Osten werden falsche Propheten aufstehen und die Völker verwirren. Schließt euch zusammen, damit eure Stimme auf dem ganzen Erdball widerhallt und ihr die Menschheit rechtzeitig alarmiert. (61, 25)
101. Große Heimsuchungen erwarten die Menschheit; bleibt bei jedem Schmerz und jeder Katastrophe wachend und betend. Viele Leiden werden gemildert werden, andere werden nicht eintreten, weil sie durch jene, die beten, auf ihrer Bahn aufgehalten werden.
102. Wenn Anhänger anderer Konfessionen und Sekten sehen, dass diesem Volke große Menschenscharen nachfolgen, werden aus diesen Konfessionen jene aufbrechen, die euch verfolgen. Doch fürchtet euch nicht, denn wenn ihr gefasst bleibt, wird der Heilige Geist Worte des Lichts auf eure Lippen legen, die jene, die euch verleumden, verstummen lassen.
103. Ich gebe euch nicht das tötende Schwert, um euch zu verteidigen, Ich gebe euch das Schwert der Liebe. Jeder seiner Lichtblitze wird eine Tugend sein, die von ihm ausgeht.
104. Wieviel Gnade werdet ihr beim Vater finden, wenn ihr die Scharen der Verfolger meines Werkes durch eure Worte bezwingt und sie durch eure Liebeswerke bekehrt zu Mir bringt.
105. Dies ist die Lehre, die Ich euch in der "Zweiten Zeit" gab und die ihr bereits vergessen hattet.
106. Der menschliche Verstand wird Beunruhigungen erleiden, wenn er versucht, die Trinitarisch-Marianische Geistlehre zu verstehen. Denn der vermaterialisierte Mensch ist dem Geistigen gegenüber unbeholfen. (55, 58 - 63)
107. Wieviele haben an meinem Tische die Speisen stehen lassen, die Ich ihnen mit soviel Liebe anbot, ohne sie auch nur angerührt zu haben. Wann werden sie je wieder eine Gnadenzeit wie die gegenwärtige erleben, in der ihnen beschieden war, auf die Erde zu kommen, um mein Wort zu vernehmen?
108. Sie sind harte Felsen, welche Unwetter benötigen und Zeit brauchen, um mürbe zu werden. Ihr Erbe wird ihnen vorenthalten werden, solange sie es nicht zu hüten und zu schätzen wissen. Doch sie werden es wieder besitzen, denn Ich habe euch gesagt, dass das, was der Vater seinen Kindern gibt, ihnen niemals genommen, sondern nur für sie aufbewahrt wird. (48, 8)
109. Einige von euch werden umgewandelt und zugerüstet werden durch meine Lehre, damit sie sich auf die Suche nach denen machen, die sich in der Wüste verirrt haben. Denn so sehe Ich das menschliche Leben – als eine Wüste. Mancher fühlt sich allein inmitten von Millionen Seelen und verschmachtet vor Durst, ohne dass es jemanden gibt, der ihm ein wenig Wasser darreicht; dorthin werde Ich meine neuen Apostel senden.
110. Ich will, dass mein Name von den einen wieder mit Liebe ausgesprochen und von den anderen mit Ergriffenheit vernommen wird. Ich will, dass er denen bekannt wird, die ihn nicht kennen. Es gibt Menschen – Greise, Frauen und Kinder – die nichts von meinem Dasein wissen. Ich will, dass alle Mich kennenlernen und wissen, dass sie in Mir den liebevollsten Vater haben – dass alle Mich hören und Mich lieben. (50, 3)
111. Mein Wort ist auf euren Egoismus gestoßen. Darum habe Ich euch gesagt, dass ihr das, was Ich euch übergebe, eurerseits zur Kenntnis eurer Mitmenschen bringen sollt. Aber ihr wollt euch nur an meinen Kundgebungen erquicken, ohne Pflichten gegenüber den anderen zu übernehmen.
112. Doch der Meister hat euch nicht gerufen, um euch nutzlose Unterweisungen zu lehren; Er hat euch gesagt, dass ihr diese göttliche Lektion lernen sollt, damit ihr sie später in eurem Leben nutzt, indem ihr sie an euren Nächsten zur Anwendung bringt.
113. Ich offenbare euch in diesem Augenblick, dass euer Geist eine alte Schuld gegenüber jedem hat, der mit einem Leiden, mit einer Not oder einer Bitte zu euch kommt. Bedenkt, mit welcher Liebe Ich sie auf euren Lebensweg stelle, damit ihr eure Wiedergutmachung erfüllt, indem ihr sie zum Gegenstand eurer Nächstenliebe macht. (76, 20)
114. Erfüllet, damit ihr nicht in Zeiten des Schmerzes zur Erde zurückkehren müsst, um die Frucht eurer Fehler oder die eurer Selbstsucht zu ernten. Erfüllt eure Mission; dann werdet ihr zwar auch wiederkommen, doch wird es in einer Zeit des Friedens sein, um euch bei der Pflege der Saat zu erquicken, die ihr angefangen zurückließet. Nun wird euch nicht Mose anführen, um euch zu befreien, wie er es in der "Ersten Zeit" tat; euer Gewissen wird es sein, das euch führt. (13, 17)
115. Hier sind viele derer, die zu anderen Zeiten Lehrer des Gesetzes oder Wissenschaftler waren. Jetzt ist ihr Verstand für das geistige Wissen erwacht, und sie sind davon überzeugt, dass sie im begrenzten menschlichen Wissen nicht die höchste Wahrheit finden werden.
116. Hier sind solche, die zu anderen Zeiten Mächtige und Reiche auf Erden waren und die jetzt Armut und Niedrigkeit kennengelernt haben. Ich segne sie um ihrer Ergebung willen und ihrem Verlangen nach Vervollkommnung. Dies ist ein Beweis meiner liebevollen Gerechtigkeit, da Ich sie erneut zur Erde kommen ließ, um ihnen eine weitere Seite des Buches der ewigen Weisheit zu zeigen. (96, 16 - 17)
117. Die Welt beschert euch viele Freuden, wovon einige von Mir gewährt und andere vom Menschen geschaffen sind. Jetzt habt ihr erlebt, dass ihr sie nicht habt erlangen können, was bei den einen Auflehnung und bei anderen Traurigkeit verursacht hat.
118. Ich muss euch sagen, dass vielen in dieser Zeit nicht gewährt ist, in den Wonnen und Befriedigungen »des Fleisches« einzuschlafen oder zugrundezugehen, weil ihre Aufgabe eine völlig andere ist.
119. In Wahrheit sage Ich euch, dass nicht ein Geist in der Menschheit existiert, der nicht alle Wonnen kennengelernt und alle Früchte gegessen hätte. Heute kam euer Geist (zur Erde), um die Freiheit, Mich zu lieben, zu genießen, und nicht, um aufs neue Sklave der Welt, des Goldes, der Wollust oder des Götzentums zu sein. (84, 47)
120. Seht die Menschen, die Völker, die Nationen, wie sie ihr Leben für ein Ideal hingeben. Sie werden auf dem Scheiterhaufen ihrer Kämpfe verzehrt und träumen dabei von den Herrlichkeiten der Welt, den Besitztümern, der Macht. Sie sterben für den vergänglichen Ruhm der Erde.
121. Doch ihr, die ihr in eurem Geiste ein göttliches Ideal zu entflammen beginnt, welches die Gewinnung einer Herrlichkeit zum Ziele hat, die ewig sein wird, wollt ihr nicht – wenn schon nicht euer Leben – wenigstens einen Teil davon darangeben, um eure Pflichten als Mitmenschen zu erfüllen?
122. Über euch tobt ein unsichtbares Schlachtgetümmel, das nur die Zubereiteten gewahr werden können. Alles Böse, das von den Menschen ausgeht in Gedanken, in Worten und in Werken, alle Sünde von Jahrhunderten, alle Menschen und JenseitsSeelen, die verwirrt sind, alle Verirrungen, Ungerechtigkeiten, der religiöse Fanatismus und die Abgötterei der Menschen, die törichten, ehrgeizigen Bestrebungen und die Falschheit haben sich zu einer Kraft vereinigt, die alles niederreißt, einnimmt und durchdringt, um es gegen Mich zu kehren. Das ist die Macht, die sich Christus entgegenstellt. Groß sind ihre Heerscharen, stark ihre Waffen, aber sie sind nicht stark Mir gegenüber, sondern gegenüber den Menschen.
123. Ich werde diesen Heerscharen eine Schlacht liefern mit dem Schwerte meiner Gerechtigkeit und werde im Streite bei meinen Heeren sein, von denen ihr nach meinem Willen ein Teil sein sollt.
124. Während diese Schlacht die Menschen, die den Vergnügungen nachjagen, beunruhigt, sollt ihr, denen Ich die Gabe anvertraut habe, zu fühlen, was im Jenseits vor sich geht, für eure Brüder wachen und beten, denn so werdet ihr für euch selbst wachen.
125. Christus, der Fürstliche Streiter, hat sein Schwert bereits gezückt; es ist notwendig, dass dasselbe das Böse gleich einer Sichel mit der Wurzel abschneidet und mit seinen Strahlen Licht im Universum schafft.
126. Wehe der Welt und euch, wenn eure Lippen schweigen! Ihr seid geistiger Same Jakobs, und ihm verhieß Ich, dass durch euch die Nationen der Erde gerettet und gesegnet würden. Ich will euch als eine einzige Familie vereinen, damit ihr stark seid. (84, 55 - 57)
127. Ich weiß, dass im Schoße dieses Volkes große Werke vollbracht worden sind, doch es genügt, wenn Ich es weiß, auch wenn eure Namen in der Welt unbekannt sind.
128. Ich allein kenne das wahre Verdienst oder den wahren Wert eurer Werke, denn nicht einmal ihr selbst könnt sie beurteilen. Manchmal wird euch ein geringes Werk sehr groß erscheinen, und von anderen wird euch nicht einmal bewusst werden, dass ihr Verdienst zu Mir gelangte. (106, 49 - 50)
129. Ihr Menschenscharen, die ihr Mich vernommen habt – wann kommt ihr aus eurer Zurückgezogenheit und eurem Dunkel hervor? Verzögert ihr eure Zurüstung etwa absichtlich, aus Furcht vor der (dann bevorstehenden) Auseinandersetzung? Wahrlich, Ich sage euch, nur der fürchtet sich, der sich nicht geistig vorbereitet hat; denn wer mein Wort kennt und seinen Herrn und seinen Nächsten liebt, hat nichts zu fürchten, und anstatt die Menschen zu meiden, sucht er die Begegnung mit ihnen, um sie an dem teilhaben zu lassen, was er empfangen hat. Nachdem er meine Lehre studiert und ergründet hat, bringt er sie zur Anwendung. (107, 41)
130. Diese Botschaft hat Licht für alle Religionen, für alle Sekten und Glaubensgemeinschaften und für die verschiedenen Arten der Menschenführung. Doch was habt ihr mit meinem Worte gemacht, Jünger? Wollt ihr auf diese Weise den Baum zum Erblühen bringen? Lasst zu, dass er Blüten treibt, denn sie werden ankündigen, dass er später Früchte trägt.
131. Warum verbergt ihr diese Botschaften und bringt der Welt nicht mit dieser Frohen Botschaft die Überraschung dieser neuen Epoche? Warum wagt ihr der Welt nicht zu sagen, dass die Stimme Christi unter euch ertönt? Sprecht und legt Zeugnis ab von meiner Unterweisung durch eure Liebeswerke; denn wenn manche ihre Ohren verschließen sollten, um euch nicht zu hören, so werden andere sie öffnen, und eure Stimme wird dann für sie so süß und wohlklingend sein wie der Gesang der Nachtigall. (114, 46)
132. Die Menschheit erwartet meine neuen Jünger; doch wenn ihr, die ihr meine Arbeiter seid, das Saatkorn und die Ackergeräte aus Furcht vor der Meinung der Welt im Stich lasst – was soll dann aus dieser Menschheit werden? Habt ihr nicht die Verantwortung für euren Auftrag empfunden?
133. Euer Gewissen betrügt euch niemals, und es wird euch immer sagen, ob ihr eure Pflicht erfüllt habt. Die Unruhe, die ihr erlebt, ist ein Zeichen dafür, dass ihr meine Weisungen nicht befolgt habt. (133, 10)
134. Ihr beklagt euch manchmal darüber, dass die Zahl der Anhänger meines Wortes nur langsam zunimmt. Doch Ich sage euch, dass ihr euch über euch selbst beklagen müsst, denn ihr habt die Aufgabe, die Scharen, die diese Gemeinschaft bilden, zu vermehren und zu vervielfachen. Aber wenn es in euren Herzen an Glauben mangelt, wenn eure Geistesgaben nicht entfaltet sind, wenn in eurem Verstande das Licht geistigen Wissens fehlt - wie wollt ihr dann den Ungläubigen überzeugen? Wie wollt ihr ihn mit eurem Glauben und eurer Liebe innerlich bewegen, wenn diese Tugenden im Herzen nicht entfaltet sind?
135. Wer nicht versteht, kann nicht zum Verständnis hinführen; wer nicht fühlt, wird kein Gefühl erwecken. Begreift nun, weshalb eure Lippen gestottert und gestammelt haben, wenn ihr vor der Notwendigkeit standet, von meinem Worte Zeugnis abzulegen.
136. Wer liebt, braucht nicht zu stottern, wer glaubt, fürchtet nicht. Wer fühlt, hat viele Möglichkeiten seine Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit zu beweisen. (172, 24 - 26)
137. Heute wollt ihr erklären, warum ihr Israel seid, und habt keine Argumente; ihr wollt erklären, warum ihr Spiritualisten seid, und es fehlen euch die Worte. Ihr versucht darzulegen, worin eure Geistesgaben bestehen, und es fehlt euch die Beweisführung und die geistige Entwicklung, um sie überzeugend zu erläutern. Aber wenn eure Aufwärtsentwicklung wahr wird, werden euch die notwendigen Worte zufliegen, da ihr mit euren Werken der Liebe erklären werdet, wer ihr seid, wer euch gelehrt hat und wohin ihr geht. (72, 27)
138. Euch sage Ich: Auf was wartet ihr, um die Frohe Botschaft weiterzugeben? Wollt ihr etwa auf Trümmern weissagen? Ich sage und offenbare euch alles, damit ihr jederzeit eine weise Antwort auf jede Frage habt, die euch eure Mitmenschen stellen. Bedenkt, dass ihr mit schwerwiegenden Argumenten angegriffen werdet, die denjenigen mit Furcht erfüllen, der nicht vorbereitet ist.
139. Prägt euch mein Wort ein und vergesst nicht die großen Wunder, die Ich euch gewährt habe, damit jeder von euch ein lebendes Zeugnis meiner Wahrheit ist. Dann wird der, der euch ausforscht und in meinem Wort herumstöbert, erkennen, dass es in nichts dem widerspricht, was Ich euch in den vergangenen Zeiten gesagt und prophezeit habe.
140. Der Kampf wird groß sein – so groß, dass einige, die meine Jünger gewesen sind, von Furcht erfüllt werden und Mich verleugnen, indem sie behaupten, dass sie Mich nie gehört haben.
141. Diejenigen, die meinen Geboten treu bleiben und sich dem Kampfe stellen, werde Ich mit einem Mantel bedecken, unter dem sie sich verteidigen werden, und sie werden jede kritische Situation unversehrt überstehen.
142. Wer diesen Samen schlecht sät oder wer die Reinheit dieses Werkes befleckt, dem wird zu jeder Stunde Gericht, Verfolgung der Menschen und Ruhelosigkeit zuteil. Jedermann soll den Baum, den er großgezogen hat, am Geschmack seiner Frucht erkennen.
143. Ich halte für die Zeit des geistigen Kampfes meines Volkes große Wunder bereit – Wunder und Werke, welche Gelehrte und Wissenschaftler in Erstaunen setzen werden. Niemals werde Ich euch euren eigenen Kräften überlassen. Lasst euch nicht verunsichern, wenn die Menschen euch verspotten; vergesst nicht, dass sich in der "Zweiten" Zeit die Menge auch über euren Meister lustig machte. (63, 42 - 44)
144. Wahrlich, Ich sage euch, die Welt ist gegen euch, und darauf bereite Ich euch vor, damit ihr die Sache eures Glaubens mit den Waffen der Liebe und Barmherzigkeit zu verteidigen versteht. Ich sage euch, ihr werdet siegen, auch wenn euer Sieg nicht bekannt wird.
145. Jetzt wird euer Opfer kein Blutopfer sein, aber ihr werdet dennoch Verleumdung und Verachtung erfahren. Doch der Meister wird dasein, um euch zu verteidigen und zu trösten, denn kein Jünger wird verlassen sein. (148, 17)
146. Volk, gewöhne dich nicht länger an die Verderbtheit, bekämpfe sie, ohne mit Reinheit zu prahlen, empört euch auch nicht über die Verfehlungen eurer Mitmenschen. Seid taktvoll, treffsicher und wohlwollend beim Sprechen und in eurem Handeln, so wird die Welt auf euch hören und wird auch euren lehrenden Worten Aufmerksamkeit schenken. Ist es nötig, dass Ich euch noch einmal sage, dass, bevor ihr diese Lehre weitergebt, ihr sie leben müsst? (89, 66)
147. Es ist notwendig, dass Mein Volk unter den Nationen in Erscheinung tritt und ein Beispiel von Brüderlichkeit, Harmonie, Nächstenliebe und Verständnis gibt, als ein Soldat des Friedens unter jenen, die erneut die Göttlichen Unterweisungen missbrauchen, um sich zu streiten, einander zu verletzen und um sich das Leben zu nehmen. (131, 58)
148. Begreift endlich, dass ihr alle denselben Gott liebt, und streitet nicht wegen der Verschiedenheit der Form, in welcher der eine oder andere diese Liebe verwirklicht hat.
149. Ihr müsst verstehen lernen, dass es Wesen gibt, in denen die Glaubensüberzeugungen, die Traditionen und Bräuche so tiefe Wurzeln geschlagen haben, dass es euch nicht leicht werden wird, diese im ersten Augenblick, da ihr sie lehrt, auszureißen. Habt Geduld, und im Laufe der Jahre werdet ihr es erreichen. (141, 9)
150. Wenn das Jahr 1950 zu Ende geht, wird es bei vielen von euch Unsicherheit und Zweifel geben.
151. Warum zweifeln manche an Meinen Offenbarungen, die sich einer größeren Intelligenz erfreuen als die, die an meine Kundgabe glauben,? Weil es nicht das menschliche Wissen ist, noch der Verstand, welche meine Wahrheit beurteilen können, und wenn der Mensch dies begreift, wird er von Furcht gegen alles Neue erfasst, gegen alles, was ihm unbekannt ist, um es unbewusst abzulehnen.
152. Doch ihr, die Schwachen, die Ungebildeten, die nicht zur Höhe der durch ihre Intelligenz anerkannten Menschen gelangen können, seid diejenigen, die glauben, und ihr vermögt euch in die Geheimnisse des Geistigen zu vertiefen. Weshalb? Weil es der Geist ist, der dem Verstand das Ewige Leben und seine Wunder offenbart.
153. Die menschliche Intelligenz stellt eine Kraft dar, mit der ihr nun den Kampf aufnehmen werdet, und durch sie hat der Mensch sich Ideen und Vorstellungen vom Geistigen geschaffen, die ihm nicht durch den Geist offenbart worden sind.
154. Für diesen Kampf sollt ihr stark sein – mit einer Stärke, die gleichfalls dem Geiste entspringt. Eure Kraft wird niemals auf eurem Körper beruhen, noch auf der Macht des Geldes, noch auf irdischen Hilfsmitteln. Nur euer Glaube an die Wahrheit, die in euch lebt, wird euch in der Auseinandersetzung siegen lassen. (249, 44 - 46)
155. Fürchtet euch nicht, wenn man euch Verirrte nennt – reicht allen die Hand. Bedenkt, dass dieses Werk, das für euch wahrhaftig ist, anderen als falsch erscheinen könnte, weil ihm in ihren Augen die Weihe fehlt, die die Religionen erhalten haben, um anerkannt zu werden.
156. Wenn ihr an Mich glaubt, wenn ihr glaubt, dass Ich Mich im Worte dieser Stimmträger kundtue, so fürchtet nicht das Urteil eurer Mitmenschen. Denn meine Lehre ist so beredsam, und meine Botschaft enthält so viele Wahrheiten, dass ihr, wenn ihr diese Waffen gut zu gebrauchen versteht, schwerlich besiegt werden könnt.
157. Niemand wird euch dafür verurteilen können, dass ihr mit Eifer die Wahrheit, das Vollkommene sucht. Dazu habt ihr alle ein geheiligtes Recht, und dafür ist euch die Freiheit gegeben worden, dem Lichte zuzustreben. (297, 51 - 53)
158. Wenn ihr eure Mission zu erfüllen beginnt und ihr zu den Nationen, zu den entferntesten Völkern, selbst in die Urwälder gelangt, werdet ihr menschlichen Wesen begegnen, und ihnen sollt ihr begreiflich machen, dass ihr alle Brüder seid, sollt ihnen Zeugnis geben von meiner spirituellen Lehre. Ihr werdet dann verwundert sein über die Liebesbeweise, die Ich euch geben werde.
159. Dort, unter jenen von der Zivilisation abgeschnittenen, aber auch von der menschlichen Verderbtheit sehr weit entfernten Menschen, werdet ihr große Seelen entdecken, die die Reihen des Volkes Israel vermehren werden.
160. Die Kranken werden auf eurem Wege den Heilbalsam empfangen und genesen; die Betrübten werden zum letzten Mal weinen, aber ihre Tränen werden Freudentränen sein.
161. Angesichts jener Beweise, die ihr geben sollt, werden die Menschenscharen den Herrn und seine Jünger segnen, ihr werdet umjubelt werden, wie es an jenem Tage geschah, an dem euer Meister in Jerusalem einzog.
162. Aber auch unter jenen, die euch zujubeln, wird es Männer und Frauen geben, die voll der Geistesgaben sind, die ihr besitzt. Bei den einen wird euch deren Gabe der Weissagung in Staunen versetzen; bei anderen wird mein Heilbalsam unerschöpflich sein; bei wieder anderen wird mein Wort wie kristallklares Wasser hervorquellen. So werdet ihr unter euren Geschwistern gleich einer unerschöpflichen Aussaat die Gaben des Heiligen Geistes in Erscheinung treten sehen. (311, 38 - 40)
163. Volk, ein Scheinfriede herrscht nun in den Nationen, doch ihr sollt nicht verkünden, dass der Friede gekommen ist. Verschließt eure Lippen. Der wahre Friede kann sich nicht auf Fundamenten von Furcht oder materiellen Annehmlichkeiten erheben. Der Friede muss der Liebe, der Brüderlichkeit entspringen.
164. Die Menschen bauen derzeit auf Sand und nicht auf Fels, und wenn dann die Wellen wieder emporwogen und gegen jene Mauern schlagen, wird das Gebäude zusammenstürzen. (141, 70 - 71)
165. Seit der "Ersten Zeit" habe Ich zu euch durch meine Propheten gesprochen, um euch zu führen, doch nicht, um euch zu zwingen, mein Gesetz zu erfüllen.
166. Aber die Zeit ist vergangen, und der menschliche Geist hat sich entwickelt, ist zur Reife gelangt und kann nun seine Mission als Geist verstehen. Die Menschheit, die so nahe dem Abgrund, dem Verderben ist, benötigt geistige Hilfe von euch.
167. Es ist der Kampf, der letzte Kampf, der schrecklichste und furchtbarste zwischen der Finsternis und dem Licht. Alle Geister der Finsternis vereinigen sich derzeit, und alle Geister des Lichts müssen jener Macht entgegentreten.
168. Ihr, die ihr Mich vernommen habt, die ihr das Licht des Heiligen Geistes in euch tragt, erwachet! Vergeudet die Zeit nicht mehr mit irdischen Vergnügungen, mit zeitlichen Zielen. Kämpft für die Menschheit, ringt darum, dass das Reich des Vaters auf diese Welt kommt. Es ist die Mission, die Ich vom Geringsten bis zum Gebildetsten allen gebe.
169. Die Geistige Welt ist mit euch, und über allen der Vater voller Liebe, voll Erbarmen – der Vater, der mit unendlichem Schmerz das Leid sieht, das die Menschen sich selbst gegenseitig zufügen.
170. Dies ist der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis, und jeder von euch muss kämpfen, bis der Sieg errungen ist. (358,20-23)
1. Freue dich über meine Gegenwart, geliebtes Volk, richte ein Fest aus in deinem Herzen, juble vor Freude, denn endlich habt ihr den »Tag des Herrn« erlebt.
2. Ihr fürchtetet euch vor dem Kommen dieses Tages, denn noch immer dachtet ihr wie die Alten und wart der Meinung, dass das Herz eures Vaters rachsüchtig sei, dass Er Groll hege wegen der empfangenen Beleidigungen und dass Er deswegen die Sichel, die Geißel und den Leidenskelch bereithalte, um Rache an denen zu üben, die Ihn so sehr und so viele Male beleidigt haben.
3. Aber groß ist eure Überraschung gewesen, als ihr festgestellt habt, dass im Geiste Gottes weder Zorn, Grimm noch Abscheu existieren kann, und wenn auch die Welt schluchzt und klagt wie nie zuvor, der Grund nicht der ist, dass der Vater ihr diese Frucht zu essen und diesen Kelch zu trinken gegeben hat, sondern dass dies die Ernte ist, die die Menschheit nun aufgrund ihrer Werke erhält.
4. Zwar wurden euch alle unheilvollen Ereignisse, die in dieser Zeit entfesselt wurden, vorher angekündigt. Doch denkt deshalb, weil sie euch angekündigt wurden, nicht, dass euer Herr sie euch als Strafe schickt. Ganz im Gegenteil: zu allen Zeiten habe Ich euch vor dem Bösen, vor den Versuchungen gewarnt und habe geholfen, euch von euren Stürzen wiederaufzurichten. Außerdem habe Ich euch alle Mittel zur Verfügung gestellt, die nötig sind, damit ihr euch retten könnt. Aber ihr müßt auch erkennen, dass ihr gegenüber meinen Rufen immer taub und ungläubig gewesen seid. (160, 40 - 41)
5. Wehe denen, die sich in dieser Zeit nicht darum bemühen, ihre Lampe anzuzünden, denn sie werden zugrundegehen! Seht, wie überall noch die Schatten herrschen, obwohl dies die Zeit des Lichtes ist!
6. Ihr wisst durch mein Wort, dass Ich diese Nation erwählte, um Mich in ihr bei meinem dritten Kommen zu offenbaren; doch den Grund dafür kennt ihr nicht. Der Meister, welcher keine Geheimnisse vor seinen Jüngern haben will, ist für euch ein Geheimnis gewesen. Er kommt euch alles zu offenbaren, was ihr wissen sollt, damit ihr denen, die euch befragen, zutreffend antworten könnt.
7. Ich habe gesehen, dass die Bewohner dieses Erdenwinkels Mich immer gesucht und geliebt haben, und obwohl ihre Verehrung nicht immer vollkommen gewesen ist, habe Ich ihre Absicht und ihre Liebe als eine Blume der Unschuld, des Opfers und des Schmerzes angenommen. Auf dem Altar meiner Göttlichkeit ist diese duftende Blume immer gegenwärtig gewesen.
8. Ihr wurdet vorbereitet, um diese große Mission in der "Dritten Zeit" zu erfüllen.
9. Heute wisst ihr, dass Ich in eurer Mitte das Volk Israel re-inkarnieren ließ, weil Ich es euch offenbart habe. Ihr wisst, dass der Same, der in eurem Wesen lebt, und das innere Licht, das euch leitet, das gleiche ist, das Ich schon in der "Ersten Zeit" auf das Haus Jakob ergoss.
10. Ihr seid Israeliten nach dem Geiste, ihr besitzt geistig den Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Ihr seid Zweige jenes gesegneten Baumes, welche der Menschheit Schatten und Frucht spenden werden.
11. Das ist der Grund, weshalb Ich euch Erstgeborene nenne und weshalb Ich euch in dieser Zeit aufgesucht habe, um der Welt durch euch meine Dritte Offenbarung kundzutun.
12. Es ist mein Wille, dass das »Volk Israel« geistig unter der Menschheit aufersteht, damit sie die wahre "Auferstehung im Fleische" schaut. (183, 33 - 35)
13. Glaubtet ihr etwa, dass Ich mein Wort allen Völkern der Erde geben würde? Nein! Auch hierin ist meine neue Offenbarung jener der vergangenen Zeiten ähnlich, als Ich Mich einem einzigen Volk offenbarte und dieses dann die Aufgabe hatte, aufzubrechen und die Frohe Botschaft zu verbreiten und den Samen auszusäen, den es in meiner Botschaft empfing. (185, 20)
14. Überlasst es anderen Völkern, dass sie erst für die neue Zeit erwachen, wenn sie sehen, dass Landstriche durch Wasserfluten verheert, die Nationen durch Krieg zerstört sind und Seuchen das Leben vernichten. Diese Völker – hochmütig geworden in ihren Wissenschaften und eingeschläfert durch die Prachtentfaltung ihrer Religionen – werden mein Wort in dieser unscheinbaren Form nicht anerkennen, noch werden sie meine Offenbarung im Geiste empfinden. Daher muss zuvor die Erde erschüttert werden, und die Natur wird den Menschen sagen: Die Zeit ist erfüllt, und der Herr ist zu euch gekommen.
15. Damit die Menschheit erwacht, ihre Augen öffnet und bejaht, dass Ich es bin, der gekommen ist, muss erst die Macht und der Hochmut des Menschen heimgesucht werden. Doch eure Aufgabe ist es, zu wachen, zu beten und euch zuzurüsten. (62, 53)
16. Ich versprach euch einstmals, zur Menschheit zurückzukommen, und hier bin Ich, um jenes Versprechen zu erfüllen, auch wenn viele Jahrhunderte vergangen sind. Euer Geist sehnte sich nach meiner Gegenwart in seinem Verlangen nach Frieden, in seinem Hunger nach Wahrheit, in seinem Sehnen nach Wissen, und mein Geist ist herabgekommen, um euch eine Belehrung hören zu lassen gemäß der Zeit, in der ihr lebt. Wie können die Menschen weiterhin ein Leben führen wollen, wie sie es bisher getan haben? Es entspricht nicht mehr der Zeit, weiterhin im geistigem Stillstand zu verharren oder in geistiger Trägheit in der Ausübung von Riten und Traditionen. (77, 19)
17. Viele Menschen von anerkannter Gelehrsamkeit in der Welt werden Mich in dieser Form nicht erkennen können und Mich verneinen. Doch seid dadurch nicht überrascht, da Ich es euch schon vor langer Zeit ankündigte, als Ich euch sagte: "Sei gesegnet, Vater, dass Du Deine Wahrheit den Unmündigen offenbart und sie den Gelehrten und Klugen verborgen hast."
18. Dies geschieht jedoch nicht, weil Ich meine Wahrheit irgend jemandem verberge, sondern vielmehr, weil die, deren Verstand unbelastet ist, in ihrer (geistigen) Armut oder Bedeutungslosigkeit Mich besser empfinden können, während die Menschen mit Begabung, deren Verstand voller Theorien, Philosophien und Glaubenslehren ist, Mich weder begreifen noch empfinden können. Doch die Wahrheit, die für alle ist, wird zum vorbestimmten Zeitpunkt zu jedem kommen. (50, 45)
19. Wer mein Gesetz kennt und es verheimlicht, kann sich nicht mein Jünger nennen. Wer meine Wahrheit nur mit seinen Lippen weitergibt und nicht mit dem Herzen, nimmt Mich nicht zum Vorbild. Wer von Liebe spricht und mit seinen Werken das Gegenteil beweist, der ist Verräter an meinen Lehren.
20. Wer die Reinheit und Vollkommenheit Marias verleugnet, ist töricht, denn in seiner Unwissenheit fordert er Gott heraus und leugnet seine Macht. Wer meine Wahrheit in der "Dritten Zeit" nicht anerkennt und die Unsterblichkeit der GeistSeele leugnet, schläft noch und beherzigt nicht die Prophezeiungen der vergangenen Zeiten, welche die Offenbarung ankündigten, die die Menschheit in dieser Zeit erlebt. (73, 28 - 29)
21. Sie werden kommen und Mich auf die Probe stellen, weil sie euch beweisen wollen, dass ihr euch in einem Irrtum befindet. Wenn Ich ihnen meinen Namen nicht nenne, werden sie sagen, dass Ich nicht Ich bin, und wenn Ich ihre in schlechter Absicht gestellten Fragen beantworte, werden sie Mich mit noch größerem Eifer leugnen.
22. Dann werde Ich ihnen sagen: Wer das Reich des Lichtes betreten will, muss es mit dem Herzen suchen. Doch jener, der ohne Mich anzuerkennen leben möchte, wird seinem eigenen Geiste das göttliche Wissen vorenthalten haben und so bewirken, dass alles, was klare und lichtvolle Offenbarung ist, für ihn Geheimnis und Mysterium ist. (90, 49 - 50)
23. Jetzt bin Ich nur vorübergehend bei euch, wie Ich es auch einstens war. Schon nähert sich der Zeitpunkt, an dem Ich nicht mehr zu euch spreche, doch die Menschheit hat meine Gegenwart nicht empfunden.
24. Von dem "Berge" aus, von dem Ich euch mein Wort sende und euch betrachte, werde Ich am Vorabend meines Abschieds ausrufen müssen: "Menschheit, Menschheit, die du nicht gewusst hast, Wer bei dir gewesen ist!" So wie Ich in der "Zweiten Zeit", kurz vor meinem Tode, von einem Berge aus die Stadt betrachtete und unter Tränen ausrief: "Jerusalem, Jerusalem, die du das Gute, das bei dir gewesen ist, nicht erkannt hast".
25. Es war nicht die Welt, um deretwillen Er weinte, es war um der Seelen der Menschen willen, die noch immer ohne Licht waren, und die noch viele Tränen vergießen mussten, um die Wahrheit zu erreichen. (274, 68 - 69)
26. Viele Jahrhunderte sind vergangen seit dem Tag, da Ich euch mein Wort und meine letzten Ermahnungen durch Jesus gab; doch heute erscheine Ich bei euch als Heiliger Geist, um mein Versprechen an euch zu erfüllen.
27. Ich bin nicht Mensch geworden, Ich komme im Geiste, und nur diejenigen werden Mich sehen, die zugerüstet sind.
28. Während ihr an mein Wort glaubt und Mir nachfolgt, nehmen andere meine Kundgebung nicht an und leugnen sie. Ich musste ihnen große Beweise geben, und dank ihnen habe Ich allmählich ihren Unglauben besiegt.
29. Die Liebe und die Geduld, die Ich euch immer bekundet habe, lassen euch begreifen, das nur euer Vater euch in dieser Weise lieben und unterweisen kann. Ich wache über euch und mache euer Kreuz leicht, damit ihr nicht strauchelt. Ich lasse euch meinen Frieden fühlen, damit ihr euren Weg voll Vertrauen in Mich geht. (32, 4)
30. Mein Wort, meine Lehransprache, ist heute dem Anschein nach allein für euch bestimmt; in Wahrheit ist sie jedoch für alle bestimmt, denn ihre Weisheit und Liebe umfasst das ganze Universum, vereint alle Welten, alle inkarnierten und desinkarnierten Seelen. Kommt herbei, so ihr meiner bedürft; sucht Mich, wenn ihr euch verloren fühlt.
31. Ich bin euer Vater, der eure Leiden kennt und der euch tröstet. Ich flöße euch die Liebe ein, die ihr so sehr benötigt - für euch selbst, und um sie in eurer Umgebung zu verbreiten.
32. Wenn ihr in Wahrheit meine Gegenwart an der Weisheit erkennt, welche Ich durch diese Stimmträger offenbare, so erkennet auch, dass der Zeitpunkt da ist, das aufbauende Werk auf dem geistigen Pfade zu beginnen.
33. Ach, wenn doch alle, die gerufen worden sind, herbeieilen würden; wahrlich, Ich sage euch, der Tisch des Herrn wäre überfüllt von Jüngern, und sie alle würden die gleiche Speise essen! Doch nicht alle Geladenen sind gekommen, sie haben verschiedene Beschäftigungen vorgegeben und so den Göttlichen Ruf auf den zweiten Platz verwiesen.
34. Selig, die eilends herbeigekommen sind, denn sie haben ihre Belohnung erhalten. (12, 76 - 80)
35. Nicht alle hören Mir hier zu, die in dieser Zeit Geistesgaben empfangen haben. Seht, wie viele leere Plätze es am Tische gibt, weil viele meiner kleinen Kinder, nachdem sie eine Wohltat empfangen haben, sich entfernten und die Verantwortlichkeiten und Aufträge mieden. Ach, wenn sie hier auf Erden noch die Gelübde wüssten, die jede Seele Mir gab, bevor sie zur Erde kam! (86, 43)
36. Ich vermache euch derzeit das Dritte Testament, doch ihr habt nicht einmal die beiden ersten verstanden. Wenn ihr in dieser Zeit zubereitet gewesen wäret, wäre es nicht notwendig gewesen, dass mein Wort materiell hörbar wird, denn Ich würde dann geistig sprechen, und ihr würdet Mir mit eurer Liebe antworten. (86, 49)
37. Dies ist das Licht der "Dritten Zeit". Doch stellt den auf die Probe, der sagt, dass es nicht Gott ist, der zu euch spricht, sondern dieser Mensch hier. Wahrlich, Ich sage euch, solange mein göttlicher Strahl seinen Verstand nicht erleuchtet, werdet ihr ihm keine Worte von geistigem Wert und von Wahrheit entlocken können, selbst wenn ihr ihn mit dem Tode bedrohen würdet.
38. Es ist nichts Befremdliches, dass ebenso, wie die Seele sich ihres Körpers bedient, um zu sprechen und sich kundzutun, sie sich für eine kurze Zeitspanne von demselben löst, um zu ermöglichen, dass sich an ihrer Stelle der Vater aller Geister kundgibt: Gott.
39. Ich komme zu euch, da ihr nicht zu Mir zu kommen versteht, und Ich lehre, dass das wohlgefälligste Gebet, das zum Vater gelangt, jenes ist, das in der Stille aus eurer Seele emporsteigt. Dies Gebet ist es, das meinen Strahl anzieht, durch welchen ihr Mich vernehmt. Es sind nicht die Gesänge und Worte, die meine Göttlichkeit erfreuen. (59, 57 - 59)
40. Ihr könnt nicht behaupten, dass mein Wort nicht klar ist, oder dass es Unvollkommenheiten enthält, denn von Mir kann keinerlei Unklarheit ausgehen. Wenn ihr in ihm irgendeinen Irrtum findet, so schreibt ihn der schlechten Übermittlung durch den Stimmträger zu, oder eurem schlechten Auffassungsvermögen, doch niemals meiner Lehre. Weh dem Stimmträger, der mein Wort verdirbt! Weh jenem, der meine Unterweisung schlecht übermittelt und sie entwertet, denn er wird den unablässigen Vorwurf seines Gewissens erfahren und den Frieden seiner Seele verlieren! (108, 51)
41. Um euch entgegenzukommen, sage Ich euch: Wenn ihr nicht wollt, dass Ich Mich sündiger Körper bediene, um euch meine Liebe zu schenken, so zeigt Mir einen Gerechten, einen Reinen, weist Mir einen unter euch vor, der zu lieben versteht, und Ich versichere euch, dass Ich Mich seiner bedienen werde.
42. Begreift, dass Ich Mich der Sünder bediene, um die Sünder herbeizuführen; denn Ich komme nicht, um die Gerechten zu retten; diese sind bereits im Reiche des Lichts. (16, 25)
43. Beobachtet, wie dieser Same, obschon ihr ihn schlecht gepflegt habt, nicht stirbt; seht, wie er Finsternis und Fallgruben, Hindernisse und Prüfungen besiegt hat und Tag für Tag weiterhin keimt und sich entwickelt. Warum stirbt dieser Same nicht: Weil die Wahrheit unsterblich, ewig ist.
44. Deshalb werdet ihr erleben, dass, wenn diese Lehre bisweilen zu verschwinden scheint, dies gerade dann sein wird, wenn neue und üppige Triebe hervorsprießen, um den Menschen zu helfen, auf dem Wege zur Vergeistigung einen weiteren Schritt vorwärts zu machen. (99, 20)
45. Untersucht meine Unterweisungen und sagt Mir, ob diese Lehre in eine eurer Religionen eingeschlossen werden könnte.
46. Ich habe euch ihre umfassenden Merkmale und ihren universellen Sinngehalt offenbart, welcher sich nicht nur auf Teile der Menschheit oder auf (bestimmte) Völker beschränkt, sondern die Planetenbahn eurer Welt überschreitet, um die Unendlichkeit mit all ihren Lebenswelten einzubeziehen, wo – wie auf dieser Welt – auch Kinder Gottes wohnen. (83, 6)
47. Erkennet, dass mein Wort keine neue Religion ist noch sein kann. Dies Werk ist der lichtvolle Weg, in welchem sich alle Ideologien, Glaubensbekenntnisse und Religionen geistig vereinigen werden, um vor die Tore des Gelobten Landes zu gelangen. (310, 39)
48. Meine Unterweisung, von der sich eure Seele nährt, will euch in Meister verwandeln, in die treuen Apostel des Heiligen Geistes. (311, 12)
49. Ich werde euch den Menschen als meine Diener vorstellen, als die Trinitarisch-Marianischen Spiritualisten der Dritten Zeit – Spiritualisten, weil ihr mehr Geist als Materie sein sollt; Trinitarisch, weil ihr in drei Zeiten meine Offenbarung empfangen habt; Marianisch, weil ihr Maria, eure universelle Mutter, liebt, welche über euch gewacht hat, damit ihr nicht auf dem Lebensweg verzagt. (70, 36)
50. Nicht nur die, welche mein Wort durch das menschliche Verstandesorgan vernahmen, werden Kinder dieses Volkes genannt werden. Jeder, der sein Kreuz auf sich nimmt - jeder, der dies Gesetz liebt und diesen Samen verbreitet, soll Arbeiter in meinem Weinberg, Apostel Meines Werkes und Kind dieses Volkes genannt werden, auch wenn er Mich nicht mittels dieser Kundgabe gehört hat. (94, 12)
51. Wie kannst du meinen, Volk, dass – weil ihr an verschiedenen Versammlungsorten zusammen kommt – dies ein Grund sei, voneinander Abstand zu halten? Nur die Unwissenheit wird verhindern, dass ihr euch der geistigen Bande bewusst werdet, die alle Kinder des Herrn vereinen. (191, 51)
52. Wenn ihr die eine oder andere oder verschiedene Versammlungsstätten besucht und durch deren Stimmträger dasselbe Wort vernehmt, so wird euer Herz von Wonne und Glauben erfüllt, und ihr fasst jene Unterweisung als einen echten Beweis dafür auf, dass diese Gemeinschaften aufgrund ihrer Vergeistigung vereint sind. Wenn ihr jedoch einer mangelhaften Kundgebung beiwohnt, habt ihr das Gefühl, dass man euch in euren Herzen verwundet hat, und ihr begreift, dass dort nicht die Einigkeit besteht oder sich bekundet, die in diesem Volke vorhanden sein soll.
53. Ich will, dass ihr meine guten und demütigen Jünger seid - solche, die keine Ernennungen oder Ehrungen innerhalb der Gemeinschaft beanspruchen, sondern dass euer Ideal nur darin besteht, durch Tugend die Vervollkommnung zu erreichen und meine Anweisungen zu befolgen, damit euer Leben ein Vorbild wird. Was könnten euch Ehrenplätze, Titel oder Namen nützen, wenn ihr keine Verdienste habt, um sie zu Recht zu besitzen? (165, 17)
54. Mein Werk ist nicht eine von so vielen Lehren, ist nicht eine weitere Sekte auf der Welt. Diese Offenbarung, die Ich euch heute gebracht habe, ist das Ewige Gesetz. Dennoch – wieviele Rituale habt ihr ihm aus Mangel an Geistigkeit und Verständnis beigemengt, wieviele Unlauterkeiten, bis ihr es schließlich entstellt habt. Wieviele Kulthandlungen habt ihr in meine Lehre eingeführt, wobei ihr sagt und glaubt, dass alles, was ihr getan habt, von Mir inspiriert und angeordnet worden sei. (197, 48)
55. Ihr werdet euch bald mitten unter Menschen begeben, die äußerlicher Kulte müde und ihres religiösen Fanatismus’ überdrüssig sind. Deshalb sage Ich euch, dass die Botschaft der Vergeistigung, die ihr ihnen bringen werdet, wie frischer und erquickender Tau zu ihren Herzen gelangen wird.
56. Meint ihr, wenn ihr mit fanatischen Kulten und Handlungsweisen, die im Widerspruch zur Vergeistigung stehen, zu ihnen kommt, dass dann die Welt euch als Überbringer einer Göttlichen Botschaft anerkennen könnte? Wahrlich, Ich sage euch, man würde euch für Fanatiker einer neuen Sekte halten!
57. Angesichts der Klarheit, mit der Ich zu euch spreche, gibt es welche, die Mir sagen: "Meister, wie ist es möglich, dass wir viele der Kulthandlungen, die uns Roque Rojas als Vermächtnis hinterließ, verwerfen sollten?"
58. Dazu sage Ich euch, dass Ich euch dafür jenes Beispiel aus der "Zweiten Zeit" gab, als Ich dem Volk begreiflich machte, dass es um der Befolgung von Riten, Förmlichkeiten, Traditionen und Feiertagen willen das Gesetz vergessen hatte, was das Wesentliche ist.
59. Ich habe euch an diese Tat eures Meisters erinnert, damit ihr verstündet, dass ihr auch heute Traditionen und Zeremonien vergessen sollt, selbst wenn ihr sie von Roque Rojas gelernt habt, so wie sie damals das Volk von Mose als Erbe übernommen hatte.
60. Nun, Ich will euch damit nicht sagen, dass diese euch etwas Schlechtes gelehrt hätten – nein. Sie waren nur genötigt, auf Sinnbilder und Handlungsweisen zurückzugreifen, die dem Volke helfen sollten, die Göttlichen Offenbarungen zu verstehen. Aber sobald dieses Ziel erreicht war, war es notwendig, jede nun unnütze Verehrungsform oder Sinnbildlichkeit zu beseitigen, um das Licht der Wahrheit erstrahlen zu lassen. (253, 29 - 32)
61. Wieviel Schmerz haben meinem Herzen die Diener bereitet, die mein Gesetz nicht verstanden haben, und wieviel Schmerz bereiten derzeit jene, die – obwohl Ich sie geschult und eingesetzt habe – heute dem Zweifel, der Unsicherheit Obdach gewährten und infolge ihres Unverständnisses und ihrer Selbstsucht gesagt haben, dass Ich eine weitere Zeitspanne unter dem Volke verbleiben werde, dass Ich ihrem menschlichen Willen gemäß meinen Universellen Strahl ein weiteres Mal herabsenden und Mich für eine lange Zeit weiterhin kundgeben werde.
62. Deshalb habe Ich euch gesagt: wann habe Ich in meinem Worte Unentschlossenheit, Unsicherheit oder Zwiespalt des Willens gezeigt? Niemals, fürwahr, denn Ich wäre dann nicht mehr vollkommen, wäre nicht mehr euer Gott und euer Schöpfer.
63. In Mir ist Entschiedenheit, ein einziger Wille, und deshalb spreche Ich so klar wie das helle Tageslicht, damit alle Mich in meiner Gegenwärtigkeit, meiner Essenz und meiner Macht fühlen können, damit der Geist die (zugrundeliegende) Vernunft und das Wort erkennen kann, das Ich durch das menschliche Verstandesvermögen gegeben habe.
64. Der Meister sagt euch: Der Mensch hat Gebäude errichtet und sie Kirchen genannt, und an diesen Orten macht das Volk, das eintritt, Ehrfurchtsbezeugungen, nährt den Fanatismus und die Abgötterei und betet das an, was der Mensch selbst geschaffen hat. Dies ist in meinen Augen verabscheuungswürdig, und daher habe Ich von dir, Volk Israel, alles entfernt, was du anfänglich gekannt und vernommen hast, damit du deinen Fanatismus aufgibst.
65. Die Gebetshäuser des Volkes Israel sollen der Menschheit bekannt werden, sie sollen nicht geschlossen werden, denn sie sollen dem Schwachen und dem Verirrten, dem Ermatteten und Kranken Obdach geben. Durch eure Zurüstung, durch den Gehorsam gegenüber meinem höchsten Willen und die Befolgung meines Gesetzes werde Ich Mich in den Werken der wahren Jünger meiner Göttlichkeit bezeugen.
66. Es soll euch nicht bekümmern, dass auch falsche Stimmträger, falsche Gemeindeleiter, falsche »Arbeiter« in Erscheinung treten, dass ihre gotteslästerlichen Lippen zum Volke sprechen und behaupten, dass mein Wort und mein Universeller Strahl weiterhin als Unterweisung unter dem Volke verbleiben werden.
67. Ich werde bekannt machen, wer ein Betrüger ist, wer das Gesetz nicht nach meinem Willen befolgt, wer jener ist, der nur seinen Eigenwillen zum Ausdruck bringt, und Ich werde das Werk bekanntmachen, das er verbrochen hat, und das Gesetz, das er geschaffen hat, und sie werden verworfen und verbannt werden.
68. Denn Ich werde die Göttliche Gnade und Macht zurückhalten, und die Versuchung wird sie in ihre "Netze" fangen und darum wird jeder, der sie aufsucht, in seinem Geiste nicht die Gnade meines Heiligen Geistes fühlen. (363, 52 - 56)
69. Ohne auszuposaunen, dass ihr meine Apostel seid, sollt ihr es sein. Auch wenn ihr Meister seid, sollt ihr sagen, dass ihr Jünger seid.
70. Ihr sollt kein Gewand tragen, das euch von anderen unterscheidet, sollt kein Buch in euren Händen tragen, sollt keine Versammlungshäuser bauen.
71. Auch sollt ihr auf Erden kein Zentrum oder Fundament meines Werkes haben, noch soll irgend jemand über den Menschen stehen, der meine Stelle vertritt.
72. Die Leiter, die ihr bisher gehabt habt, sind die letzten. Das Gebet, die Vergeistigung und die Ausübung meiner Lehre sollen die Menschenscharen auf den Weg des Lichtes führen. (246, 30 - 31)
73. Ist es etwa gerecht - frage Ich meine Jünger - , dass ihr ein vollkommenes Werk wie das, das Ich euch offenbart habe, gegenüber der Menschheit so darstellt, dass es als Falschheit beurteilt wird, oder dass es als eine weitere der Lehren und Theorien betrachtet wird, die in diesen Zeiten als Früchte der herrschenden geistigen Verwirrung entstanden sind?
74. Wäre es recht, wenn ihr, die Ich so sehr geliebt und mit meinem Wort geschult habe, damit euer Zeugnis rein sei, als Opfer eurer Irrtümer in die Hände der irdischen Justiz geraten oder verfolgt und zerstreut würdet, weil eure Nächsten euch für schädlich halten?
75. Meint ihr, dass eine Lehre – richtig befolgt – solche Geschehnisse hervorrufen könnte? Nein, Jünger.
76. Lasst Mich in dieser Weise zu euch sprechen, denn Ich weiß, weshalb Ich es tue. Morgen, wenn Ich nicht mehr in dieser Form zu euch spreche, werdet ihr wissen, weshalb Ich so zu euch sprach, und ihr werdet sagen: "Der Meister wusste genau, an wie vielen Schwachheiten wir kranken würden. Nichts entgeht seiner Weisheit." (252,26 - 27)
77. Ich bereite euch auf die Zeit vor, in der ihr Mein Wort nicht mehr vernehmt, denn dann werden euch die Menschen das Volk ohne Gott nennen, das Volk ohne Gotteshaus, weil ihr keine prächtigen Kirchengebäude haben werdet, um Mich zu verehren, noch feierliche Kulthandlungen zelebrieren, noch Mich in Bildnissen suchen werdet.
78. Aber Ich werde euch ein Buch als Testament hinterlassen, das eure Schutzwehr in den Prüfungen und der Weg sein wird, auf dem ihr eure Schritte lenkt. Diese Worte, die ihr heute durch den Stimmträger vernehmt, werden morgen den Schriften entströmen, damit ihr euch erneut daran erquickt, und sie von den Menschenscharen vernommen werden, die zu dieser Zeit hinzukommen werden. (129, 24)
79. Ich vermache der Menschheit derzeit ein neues Buch, ein neues Testament; mein Wort der "Dritten Zeit", die Göttliche Stimme, die beim Lösen des Sechsten Siegels zum Menschen gesprochen hat.
80. Es ist nicht nötig, dass eure Namen oder eure Taten in die Geschichte eingehen. In diesem Buche wird mein Wort wie eine klingende und klare Stimme sein, die ewig zum menschlichen Herzen spricht, und mein Volk wird der Nachwelt die Spur ihrer Schritte auf diesem Wege der Vergeistigung hinterlassen. (102, 28 - 29)
81. Die Versammlungsstätten, in denen sich mein Wort kundgetan hat, haben sich vervielfacht, wobei jede von ihnen wie eine Schule wahren Wissens ist, wo die Menschen sich versammeln, die meine Jünger bilden und begierig herbeikommen, um die neue Lektion zu lernen.
82. Wenn jede dieser Gemeinden von all den Wohltaten Zeugnis ablegen würde, die sie aus meiner Barmherzigkeit empfangen hat, so würde das Bezeugen jener Wunder kein Ende haben. Und wenn ihr alles in einem Buche sammeln müsstet, was Ich vom ersten meiner Worte bis zum letzten durch alle meine Stimmträger gesprochen habe, so wäre dies ein Werk, das ihr nicht vollbringen könntet.
83. Doch Ich werde der Menschheit durch Vermittlung meines Volkes "ein Buch" zukommen lassen, in welchem die Essenz meines Wortes und das Zeugnis der Werke enthalten ist, die Ich unter euch vollbrachte. Fürchtet euch nicht, diesen Auftrag zu übernehmen, denn Ich werde euch inspirieren, damit in diesem Buch die Unterweisungen festgehalten werden, die unerlässlich sind. (152, 39 - 41)
84. Die Essenz dieses Wortes hat sich seit dem Beginn seiner Kundgebung niemals verändert, als Ich durch Damiana Oviedo zu euch sprach. Der Sinngehalt meiner Lehre ist der gleiche gewesen.
85. Doch wo ist die Essenz jener Worte? Was geschah damit? Verborgen sind die Schriften jener Göttlichen Botschaften, welche die ersten in dieser Zeit waren, in der mein Wort so reichlich unter euch verbreitet wurde.
86. Es ist notwendig, dass diese Unterweisungen ans Licht kommen, damit ihr morgen zu bezeugen imstande seid, wie der Beginn dieser Kundgebung war. So werdet ihr das Datum meiner ersten Unterweisung kennenlernen, ihren Inhalt und den der letzten, welche euch das Jahr 1950 bringt – das festgesetzte Jahr, mit dem diese Offenbarungszeit enden soll. (127, 14 - 15)
87. Es ist notwendig, dass ihr mit jenen sprecht, die mein Wort verbergen und die meine Unterweisungen verfälschen. Sprecht in aller Klarheit mit ihnen, Ich werde euch beistehen, damit ihr euren Standpunkt ihnen gegenüber vertretet. Denn es sind die Menschen, die Grund dafür sind, dass mein Werk morgen bemängelt und mein Gesetz verfälscht wird, weil sie meinem Werke etwas hinzugefügt haben, das nicht zu ihm gehört. (340, 39)
88. Ich brachte euch dies Wort und ließ es euch in eurer Sprache hören, doch Ich gebe euch den Auftrag, es später in andere Sprachen zu übersetzen, damit es allen bekannt wird.
89. Auf diese Weise werdet ihr den wahren »Turm Israels« zu bauen beginnen - jenen, welcher alle Völker geistig zu einem einzigen vereint, welcher alle Menschen in jenem göttlichen, unwandelbaren und ewigen Gesetze eint, das ihr in der Welt aus dem Munde Jesu erfahren habt, als er euch sagte: "Liebet einander!" (34, 59 - 60)
90. »Israel« nannte Ich das Volk, das Ich derzeit um meine neue Offenbarung schare, denn niemand weiß besser als Ich, welcher Geist in jedem der Berufenen dieser "Dritten Zeit" wohnt.
91. »Israel« hat eine geistige Bedeutung, und euch gebe Ich diesen Namen, damit ihr euch bewusst seid, dass ihr ein Teil des Volkes Gottes seid. Denn »Israel« stellt kein Volk der Erde dar, sondern eine Welt von Geistern.
92. Dieser Name wird auf Erden erneut bekannt werden, aber frei von Irrtümern, in seinem wahren Sinngehalt, welcher geistig ist.
93. Ihr müsst den Ursprung und die Bedeutung dieses Namens kennen; euer Glaube daran, dass ihr Kinder jenes Volkes seid, muss absolut sein, und ihr müsst völlige Erkenntnis darüber haben, von wem und weshalb ihr diese Bezeichnung erhalten habt, damit ihr den Angriffen standhalten könnt, die euch morgen von denen zuteil werden, die dem Namen »Israel« einen anderen Sinn geben. (274, 47 - 50)
94. Ich will von euch Gehorsam, Ich will, dass ihr ein durch seinen Glauben und seine Vergeistigung starkes Volk bildet; denn ebenso, wie Ich die Generationen, die von Jakob abstammten, sich vervielfachen ließ – trotz der großen Nöte, die jenes Volk heimsuchten – so werde Ich auch bewirken, dass ihr, die ihr im Geiste jenen Samen in euch tragt, in euren Kämpfen durchhaltet, damit euer Volk sich noch einmal mehrt wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Meer.
95. Ich habe euch wissen lassen, dass ihr geistig ein Teil jenes Volkes Israel seid, damit ihr eine umfassendere Kenntnis von eurer Bestimmung habt. Aber Ich habe euch zugleich empfohlen, dass ihr die diesbezüglichen Prophetien nicht öffentlich verkündet, bis die Menschheit sie von sich aus entdeckt.
96. Denn da auf Erden noch das israelitische Volk existiert, der Jude nach dem Fleische, wird er euch diesen Namen abstreiten und ihn euch nicht zugestehen, obwohl dies kein triftiger Grund für einen Streit ist.
97. Sie wissen noch nichts von euch, ihr hingegen wisst vieles von ihnen. Ich habe euch offenbart, dass dies Volk, das auf Erden umherirrt und ohne Frieden im Geiste ist, Schritt für Schritt und ohne es zu wissen sich auf den Gekreuzigten zubewegt, den es als seinen Herrn erkennen und den es um Vergebung bitten wird wegen seiner so großen Undankbarkeit und Hartherzigkeit angesichts seiner Liebe.
98. Mein Körper wurde vom Kreuze abgenommen, aber für jene, die Mich Jahrhunderte hindurch verneint haben, bleibe Ich darangenagelt, und Ich warte weiterhin auf den Augenblick ihres Erwachens und ihrer Reue, um ihnen all das zu geben, was Ich ihnen entgegenbrachte und sie nicht empfangen wollten. (86, 11- 13)
99. Seid in dieser Zeit nicht wie das jüdische Volk der "Zweiten Zeit", das – weil es traditionsgebunden, konservativ und fanatisch war – das Brot des Himmels nicht essen konnte, das der Messias ihm brachte, den es viele Jahrhunderte lang erwartet hatte. Als die Stunde gekommen war, konnte es Ihn nicht erkennen, weil ihre Vermaterialisierung es daran hinderte, das Licht der Wahrheit zu schauen. (255, 19)
100. Aus fernen Landstrichen und Nationen werdet ihr eure Brüder im Verlangen nach Befreiung ihres Geistes ankommen sehen. Aus jenem alten Palästina werden sie ebenfalls in Scharen herbeikommen, wie damals, als die Stämme Israels die Wüste durchquerten.
101. Lange und leidvoll ist ihre Pilgerschaft gewesen, seit sie aus ihrem Schoße Jenen verstießen, der ihnen sein Reich als ein neues Erbe anbot. Doch schon nähern sie sich der Oase, wo sie ausruhen und über mein Wort nachsinnen werden, um danach, in der Erkenntnis meines Gesetzes bestärkt, den Weg fortzusetzen, der ihnen ihre so lange Zeit vergessene Entwicklung weist.
102. Dann werdet ihr viele sagen hören, dass eure Nation das neue Land der Verheißung ist, das Neue Jerusalem. Ihr werdet ihnen jedoch sagen, das jenes Gelobte Land jenseits dieser Welt liegt, und dass man, um zu ihm zu gelangen, dies im Geiste tun muss, nachdem man die große Wüste der Prüfungen dieser Zeit durchquert hat. Auch werdet ihr ihnen sagen, dass diese Nation nur eine Oase inmitten der Wüste ist.
103. Du sollst jedoch begreifen, Volk, dass die Oase den erschöpften Wanderern Schatten spenden muss und außerdem ihr kristallklares und frisches Wasser den vor Durst ausgedörrten Lippen derer anbieten muss, die in ihr Zuflucht suchen.
104. Was ist jener Schatten und jenes Wasser, von dem Ich zu euch spreche? meine Lehre, Volk, meine Göttliche Unterweisung in der Liebestätigkeit. Und in wen habe Ich diesen Reichtum an Gnade und an Segnungen gelegt? in dich, Volk, damit du dein Herz immer mehr von jeder Selbstsucht freimachst und es bei jedem deiner Werke als einen reinen Spiegel vorweisen kannst.
105. Würde euer Geist und Herz nicht von Wonne erfüllt werden, wenn es durch eure Liebe gelänge, jenes Volk, das so an seinen Traditionen hängt und geistig stehengeblieben ist, zur Trinitarisch-Marianischen Geistlehre zu bekehren? Wäre nicht Freude unter euch, wenn sich das "Alte Israel" durch Vermittlung des "Neuen Israel" bekehren würde, das heißt, dass das erstere Gnade erlangen würde durch das letztere?
106. Bis jetzt hat nichts das jüdische Volk davon überzeugt, dass es mit den alten Überlieferungen brechen muss, um seine sittliche und geistige Aufwärtsentwicklung zu erreichen. Es ist das Volk, das glaubt, die Gesetze Jehovas und Moses zu erfüllen, das aber in Wirklichkeit noch immer sein Goldenes Kalb anbetet.
107. Die Zeit ist nahe, in der dies irrende und über die Welt verstreute Volk aufhört, auf die Erde zu schauen, und es seine Augen zum Himmel erhebt auf der Suche nach jenem, der ihm von Anfang an als sein Erlöser verheißen war und den es verkannte und tötete, weil es Ihn für arm hielt und nichts Gutes an Ihm fand. (35, 55 - 58)
108. Fasst die Tatsache, dass Ich ein Volk der Erde unter den anderen erwählt habe, nicht als eine Bevorzugung auf: Ich liebe alle meine Kinder und die Völker, die sie gebildet haben, gleichermaßen.
109. Jedes Volk bringt eine Mission zur Erde mit, und die Bestimmung, die »Israel« mitgebracht hat, ist jene, unter den Menschen der Prophet Gottes, der Leuchtturm des Glaubens und der Weg zur Vollkommenheit zu sein.
110. Meine Prophezeiungen und Offenbarungen, die Ich euch seit den ersten Zeiten gegeben habe, wurden nicht richtig ausgelegt, weil die Stunde noch nicht gekommen war, in der die Menschheit sie verstanden hätte.
111. Früher war »Israel« ein Volk der Erde; heute sind es über die Welt verstreute Menschen; morgen wird das Volk Gottes aus allen Geistwesen bestehen, welche zusammen mit ihrem Vater in vollkommener Harmonie die Göttliche Familie bilden werden. (221, 27 - 30)
112. Lernet, einander zu lieben, zu segnen, zu vergeben, sanft und liebevoll, gut und edel zu sein, und begreift, dass wenn ihr dies nicht tut, sich in eurem Leben die Werke Christi, eures Meisters, nicht im Geringsten widerspiegeln werden.
113. Ich spreche zu allen und fordere euch alle auf, die Fehler zu beseitigen, die euch während so vieler Jahrhunderte in eurer Entwicklung aufgehalten haben. (21, 22 - 23)
114. Vergesst nicht, dass euer Ursprung in meiner Liebe ist. Heute ist euer Herz durch Selbstsucht verhärtet, doch wenn es einmal wieder für jede geistige Inspiration empfänglich wird, wird es Liebe für seine Nächsten empfinden und fremden Schmerz mitfühlen, als ob es der eigene wäre. Dann werdet ihr fähig sein, das Gebot zu erfüllen, das euch sagt: "Liebet einander." (80, 15)
115. Diese Welt ist das geeignete Feld, um zu arbeiten. In ihr ist Schmerz, Krankheit, Sünde in allen Formen, Laster, Zwietracht, verirrte Jugend, Alter ohne Würde, zum Bösen missbrauchte Wissenschaft, Hass, Krieg und Lüge.
116. Dies sind die Felder, auf denen ihr arbeiten und säen sollt. Doch wenn euch jener Kampf der euch unter den Menschen erwartet, gigantisch erscheint – wahrlich, Ich sage euch, obschon er groß ist, ist er nicht mit dem zu vergleichen, den ihr mit euch selbst beginnen müsst: den Kampf der Seele, der Vernunft und des Gewissens gegen die Leidenschaften des Fleisches, ihre Eigenliebe, ihre Selbstsucht, ihre Vermaterialisierung. Doch solange ihr nicht über euch selbst gesiegt habt – wie könnt ihr da aufrichtig von Liebe, von Gehorsam, von Demut und Vergeistigung zu euren Mitmenschen sprechen? (73, 18 - 19)
117. Die Tugend ist verachtet und für etwas Schädliches oder Unnützes gehalten worden. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der ihr begreifen sollt, dass nur die Tugend euch das Heil bringen wird, euch den Frieden fühlen lassen und euch mit Befriedigung erfüllen wird. Aber noch immer muss die Tugend viele Behinderungen und Bedrängnisse erleiden, bevor sie in alle Herzen einziehen kann.
118. Die Soldaten, die sie verteidigen, müssen mit großer Anstrengung und großem Glauben kämpfen. Wo sind diese Soldaten des Guten, der tätigen Nächstenliebe und des Friedens? Glaubt ihr es zu sein?
119. Ihr prüft euch innerlich und antwortet Mir, dass ihr es nicht seid. Dafür sage Ich euch, dass ihr alle mit gutem Willen zu jenen Soldaten gehören könnt. Wozu, glaubt ihr denn, bin Ich zu euch gekommen? (64, 16)
120. Liebt, sprecht, wenn ihr es tun müsst – schweigt, wenn es angebracht ist, sagt niemandem, dass ihr meine Erwählten seid. Meidet die Schmeichelei und macht die Wohltaten, die ihr tut, nicht bekannt. Wirkt im Stillen und bezeugt dabei mit euren Werken der Liebe die Wahrheit meiner Lehre.
121. Lieben ist eure Bestimmung. Liebet, denn so werdet ihr eure Makel abwaschen, sowohl von eurem gegenwärtigen Leben, als auch von früheren Leben. (113, 58 - 59)
122. Weist die Schmeichelei von euch, denn sie ist eine Waffe, die eure edlen Gefühle zerstören wird. Sie ist ein Schwert, das jenen Glauben töten kann, den Ich in euren Herzen entzündet habe.
123. Wie könnt ihr zulassen, dass die Menschen den Altar zerstören, den ihr im Innersten eures Wesens besitzt? (106, 47 - 48)
124. Verwechselt nicht Demut mit Dürftigkeit der Kleidung. Glaubt auch nicht, dass derjenige demütig ist, der ein Minderwertigkeitsgefühl in sich hat und aus diesem Grunde gezwungen ist, den anderen zu dienen und sich vor ihnen zu verneigen. Ich sage euch, die wahre Demut ist in jenem, der zwar zu beurteilen vermag, dass er jemand ist, und der weiß, dass er manche Erkenntnis besitzt, der sich jedoch zu den anderen herabzuneigen bereit ist und Freude daran hat, das mit ihnen zu teilen, was er hat.
125. Welch dankbares Gefühl habt ihr, wenn ihr erlebt, dass ein unter den Menschen angesehener Mensch euch gegenüber Zuneigung, Verständnis, Bescheidenheit bekundet. Das gleiche Gefühl könnt ihr denen vermitteln, die unter euch stehen oder sich so fühlen.
126. Versteht euch herabzubeugen, versteht die Hand zu reichen, ohne Überlegenheit zu fühlen, lernt, verständnisvoll zu sein. Ich sage euch, dass in diesen Fällen nicht nur d